openSUSE 12.2: plymouth, systemd und grub2 loswerden

04/10/2012 - 11:57 von Andreas Hartmann | Report spam
Hallo allerseits!


Wer den im Subject genannten Firlefanz nicht benötigt, kann auch mit
openSUSE 12.2 wieder ein grundsolides und performantes System haben, das
funktioniert wie immer.


Plymouth loswerden:
zypper rm -u plymouth
mkinitrd

Darauf achten, daß mindestens suspend-1.0-18.4.1 installiert ist. Siehe
auch https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?idw9399 : doppelter
s2disk/resume ohne plymouth.


grub2 loswerden (nur, wenn man keinen uefi support benötigt - oder geht
das auch mit grub1?):
zypper rm -u grub2
danach sicherstellen, daß grub1 (grub) vollstàndig konfiguriert und
installiert ist. Hierzu grub-install aufrufen. Nach grub-install prüfen,
daß auch wirklich eine valide /boot/grub/menu.lst vorhanden ist. Wenn
nicht, notfalls in yast im Bootloader eine ordentliche Bootkonfiguration
erstellen lassen.
Das Unterverzeichnis /boot/grub2 kann danach noch manuell gelöscht werden.

Nachdem ich grub2 wieder los bin, wird auch wieder direkt das Resuming
gestartet nach dem s2disk ohne vorher den Kernel auswàhlen zu müssen.


Systemd loswerden:
In /boot/grub/menu.lst (falls grub1 aktiviert ist) bei allen Kerneln die
Option init=/sbin/sysvinit mitgeben. Dauerhaft (so, daß es auch den
nàchsten Kernelchange überlebt) eintragen in /etc/sysconfig/bootloader
unter DEFAULT_APPEND.
Des weiteren in /etc/pam.d/common-session-pc den Eintrag für systemd
auskommentieren.

Danach trat bei mir das Problem auf, daß ich nicht mehr in die
gestarteten ttys wechseln konnte mit CTRL-ALT-Fx. Auch beim s2disk von
kde aus war kein Output mehr zu sehen (Wechsel auf die tty hat nicht
funktioniert). Dies habe ich mit dem Eintrag RUN_PARALLEL="no" (statt
default "yes") in /etc/sysconfig/boot bereinigt. Diesen Change empfehle
ich grundsàtzlich, da ansonsten gerne das Unmounten der Devices /
Filesysteme übergangen wird (je nach Konfiguration).

Das systemd-Paket kann man leider nicht so einfach deinstallieren, weil
sonst gleich das halbe System entfernt wird. V.a. der shutdown-Befehl
ist blöderweise in diesem Paket enthalten ... .


Ich kann nur hoffen, daß die Unterstützung für sysVinit noch sehr lange
erhalten bleiben wird.



Viele Grüße,
Andreas
 

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#1 Olaf Meltzer
04/10/2012 - 12:07 | Warnen spam
* Andreas Hartmann schrieb:

Wer den im Subject genannten Firlefanz nicht benötigt, kann auch mit
openSUSE 12.2 wieder ein grundsolides und performantes System haben,
das funktioniert wie immer.



Vermutlich würde das eher Leser von alt.linux.suse interessieren.

Gruß -- Olaf Meltzer

openSUSE 12.2 (i586) mit Kernel 3.4.6-2.10-desktop
KDE: 4.8.5 (4.8.5) "release 521"

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