Operationsverstärker-Schaltungen

22/11/2007 - 00:30 von Christian Schnarr | Report spam
MoinMoin!

Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch, weil sich meine geplante Schaltung
so überhaupt nicht verhàlt wie gedacht.

Geht um einen TLC272CP, der mit 5 V betrieben wird.

Die eine OPV-Seite wollte ich mit einem 10kOhm und einem 1kOhm Widerstand
als nichtinvertierenden Verstàrker einsetzen.
Und die andere Seite mit vier 12kOhm als Differenzverstàrker.

Nicht invertierender Verstàrker:
Hat konstant ca. 4V am Ausgang, wenn am Eingang(+) 0V anliegen.
Selbst wenn ich mit meine groben pi*Daumen Überschlag von einem
Verstàrkungsfaktor in der Größenordnung von 10 vielleicht etwas daneben
liege, dann sind 4 Volt am Ausgang trotzdem nicht mehr plausibel...

Differenzverstàrker:
Am + Widerstand habe ich konstant 5 V angeschlossen.
Wenn ich am - Widerstand 0 V anlege, bekomme ich am Ausgang ca. 2,5 V raus
(die genau dem Potential am Plus-Anschluß des OPV entsprechen.
Und wenn ich am - Widerstand 5 V anlege, dann bekomme ich zwar auch 2,5 V
raus, die liegen dann aber auch 2,5 V vom Potential am Plus-Anschluß vom
OPV entfernt...

Den Differenzverstàrker wollte ich eigentlich als logischen Inverter
mißbrauchen. Wenn ich 5 V anlege sollen 0 V (5V-5V=0V) rauskommen und wenn
ich 0 V anlege, sollen 5 V (5V-0V=5V) rauskommen.

Der nicht invertierende Verstàrker soll einfach nur Verstàrker sein.
Der 1kOhm Widerstand ist dabei ein Schiebewiderstand, so daß ich den
Verstàrkungsfaktor noch weiter aufblasen kann. Aber egal wie der
eingestellt ist, kommen trotzdem immer 4 V am Ausgang raus...



Kann mich wer erleuchten?

Viele Grüße
Christian Schnarr

P.S.: Schaltungen kann man z.B. bei Wikipedia ansehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Operat...sbeispiele
 

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#1 MaWin
22/11/2007 - 12:10 | Warnen spam
"Christian Schnarr" schrieb im Newsbeitrag
news:fi2f3i$3l$

P.S.: Schaltungen kann man z.B. bei Wikipedia ansehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Operat...sbeispiele



Na wenn du die unveraendert nachgebaut hast, kann es ja nicht
funktionieren, wo soll denn die negative Spannung hergezaubert
werden, wenn der Eingang ueber 0V liegt, und der Ausgang invertiert
gegenueber Masse sein soll?

Hat konstant ca. 4V am Ausgang, wenn am Eingang(+) 0V anliegen.



Vermutlich invertierender und nicht-invertierender Eingang vertausxht.

Differenzverstàrker: Am + Widerstand habe ich konstant 5 V angeschlossen.



Wenn an R3 +5V anliegen, kommen durch den Spannungsteiler R3,R4 nur noch
2.5V am Eingang des OpAmps an.
Wenn R1 nicht angeschlossen ist, faehrt also der OpAmp den Ausgang bis
2.5V hoch, dann sind beide Eingaenge gleich.

Wenn ich am - Widerstand 0 V anlege, bekomme ich am Ausgang ca. 2,5 V raus



Dann hast du was falsch angeschlossen, denn bei angeschlossenem R1 bilden
R2 und R1 einen Spannungsteiler und der invertierende Einagng erreicht erst
2.5V (wie der nicht-invertierende) wenn der Ausgang es auf 5V schaffen wuerde,
was er natuerlich nicht schaffen kann da der OpAmp nur mit 5V versorgt wird.

Und wenn ich am - Widerstand 5 V anlege, dann bekomme ich zwar auch 2,5 V
raus, die liegen dann aber auch 2,5 V vom Potential am Plus-Anschluß vom
OPV entfernt...



Haeh? 2.5V sind 2.5V, beide doch wohl in Bezug zu Masse. Und 'auch 2.5V
klingt als ob es sich nicht veraendert hat, zuvor schreibst du noch
"2.5V die genau dem Potential am Plus-Anschluß des OPV entsprechen."

Den Differenzverstàrker wollte ich eigentlich als logischen Inverter
mißbrauchen. Wenn ich 5 V anlege sollen 0 V (5V-5V=0V) rauskommen und wenn
ich 0 V anlege, sollen 5 V (5V-0V=5V) rauskommen.



Das geht natuerlich einfacher.

TU Clausthal ?

Sollte mal Datenblattlesen zum Pflichtfach machen.
http://www.hep.upenn.edu/SNO/daq/parts/tlc272.pdf
Wenn der TLC272 mit 5V versorgt wird, schafft der Ausgang nur 3V,
maximal 3.8V, er kann nie 5V erreichen (bei vorhandener Belastung).
Es macht also auch keinerlei Sinn, irgendeinen Eingang ueber 3V zu
legen, der Bereich zwischen 3V und 5V ist sinnlos weil der Ausgang
ihm ggf. nicht folgen kann
Und wenn GND mit 0V verbunden ist, kann der Ausgang nur 0.05V erreichen,
niemals jedoch unter 0V.

Ja, es hat schon seinen Grund, warum man einen OpAmp, wenn er eine
gegenueber GND negative Spannung am Ausgang erzeugen soll, auch mit
einer negativen Versorgungsspannung versorgen muss.
Und 2V mewhr Versorgungsspannung als man als maximale positive
Spannung von ihm verarbeiten lassen will sollten auch schon drin sein.

Etwas idealer verhaelt sich so was wie ein LMC6482, aber auch der kann
nicht zaubern.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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