Optionen für Auto-Mount festlegen

21/12/2011 - 15:04 von Daniel von Wachter | Report spam
Wie kann ich (bei OpenSUSE 11.4) einstellen, daß meine Speicherstifte
immer mit der Option
noatime
eingehàngt werden? Muß ich etwas mit udev machen? Oder soll ich in
AUTOFS_OPTIONS noatime eintragen?
Daniel
 

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#1 Thomas PointedEars Lahn
21/12/2011 - 19:51 | Warnen spam
Daniel von Wachter wrote:

Wie kann ich (bei OpenSUSE 11.4) einstellen,



Ich habe hier kein OpenSUSE 11.4 (sondern Debian GNU/Linux 6.0.3+) und kann
Dir daher nicht distributionsspezifisch weiterhelfen.

daß meine Speicherstifte



Du meinst USB-Sticks?

immer mit der Option
noatime
eingehàngt werden? Muß ich etwas mit udev machen?



Eher nicht. udev hat AFAIK nur mit der Erkennung des Geràt und seiner
Partitionen zu tun, nicht mit dem Mounten von Dateisystemen darauf.

Oder soll ich in
AUTOFS_OPTIONS noatime eintragen?



Nein. Dort tràgst Du die *globalen* Optionen für automount(8) ein (z. B.
`--timeout 60'), nicht für mount(8). Google ist Dein Freund. [psf 6.1]

Zunàchst ist automount/autofs ("bei Bedarf") zu unterscheiden von anderen
Automountern ("wenn verfügbar"). Erstere Technik mountet ein Dateisystem
auf einem angeschlossenen Speichergeràt, wenn auf einen bestimmten Pfad
zugegriffen wird; Letztere hingegen sofort, wenn das Geràt und die Partition
verfügbar ist.

Die Autofs-Konfiguration beginnt in der Regel in der Datei /etc/auto.master
(man automount). Dort sind in der Regel weitere Konfigurationsdateien (z.
B. /etc/auto.misc) sowie Scripts (z. B. /etc/auto.cifs) angegeben.

Du müsstest also herausfinden, welches Script für Deine "Speicherstifte"
zustàndig ist, und wie es allenfalls die Variable AUTOFS_OPTIONS verwendet.

Dazu musst Du zuerst herausfinden, welchen Geràtepfad (in /dev/) der Stick
hat. `tail -f /var/log/syslog' o. à. sollte dabei helfen, denn ein korrekt
konfiguriertes udev sollte dort loggen, wann und welches Geràt gefunden
wurde. Bei mir steht da z. B. nach dem Anschliessen eines USB-Sticks
folgendes in dieser Datei:

| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.760038] usb 2-2: new high speed
| USB device number 4 using ehci_hcd
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.876207] usb 2-2: New USB device
| found, idVendor07, idProduct63
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.876213] usb 2-2: New USB device
| strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.876217] usb 2-2: Product: USB
| Mass Storage Device
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.876220] usb 2-2: Manufacturer:
| USBest Technology
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.876223] usb 2-2: SerialNumber:
| 0706072660640d
| Dec 21 19:45:09 localhost kernel: [26845.877557] scsi7 : usb-storage
| 2-2:1.0
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26846.901103] scsi 7:0:0:0: Direct
| Access Ut163 USB2FlashStorage 0.00 PQ: 0 ANSI: 2
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26846.902337] sd 7:0:0:0: [sdb] 7897087
| 512-byte logical blocks: (4.04 GB/3.76 GiB)
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26846.903117] sd 7:0:0:0: [sdb] Write
| Protect is off
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26846.903126] sd 7:0:0:0: [sdb]
| Assuming drive cache: write through
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26846.906080] sd 7:0:0:0: [sdb]
| Assuming drive cache: write through
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26847.007629] sdb: sdb1
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26847.009832] sd 7:0:0:0: [sdb]
| Assuming drive cache: write through
| Dec 21 19:45:10 localhost kernel: [26847.009837] sd 7:0:0:0: [sdb]
| Attached SCSI removable disk

In /etc/auto.master steht u. a.

| /mnt/auto /etc/auto.misc --timeout`

und in /etc/auto.misc steht u. a.

| usb1 -
fstype=auto,user,sync,nodev,nosuid,gid=usb,umask2,shortname=winnt,iocharset=utf-8,codepage…0
:/dev/sdb1

D. h. das Dateisystem auf der ersten Partition von /dev/usb (/dev/usb1) wird
bei Zugriff auf /mnt/auto/usb1/ bereitgestellt.


Die Mount-Optionen für andere Automounter werden hingegen einfach in der
/etc/fstab festgelegt, die von mount(8) standardmàssig verwendet wird. Bei
mir z. B. (ohne Zeilenumbruch in der zweiten Zeile)

| # USB memory sticks
| /dev/sdb1 /mnt/usb1 auto
| rw,noauto,user,exec,shortname=winnt,gid=6,umask2,codepage…0 0 0

Wenn Du also z. B. den Automounter in KDE 4 benutzt, musst Du die Mount-
Option stattdessen (oder zusàtzlich) dort eintragen. Das Ergebnis sieht
dann z. B. so aus:

| $ mount | grep sdb1
| /dev/sdb1 on /mnt/usb1 type vfat
| (rw,nosuid,nodev,shortname=winnt,gid=6,umask2,codepage…0,user=****)

Vermutlich kannst Du die /etc/fstab auch über YaST(2) konfigurieren (ist
schon Jahre her, dass ich zuletzt SuSE Linux benutzt habe).


Weshalb willst Du `noatime' benutzen?


HTH
PointedEars

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