OS/X und Windows parallel(s)

29/10/2010 - 09:38 von Wolfgang Krietsch | Report spam
Hi!

Ich bin assimiliert worden und steige von Windows auf OS/X um - ein netter
27" iMac dürfte heute noch per DHL bei mir ankommen ;)

Ihr könnt also damit rechnen, dass ich in nàchster Zeit hàufiger mal mit
(hoffentlich nicht all zu) doofen Fragen hier aufschlage.

Zunàchst mal interessiert mich folgendes: ich werde auf ein paar
Windows-Programme vorerst nicht verzichten können, und nach allem, was ich
lese, scheint Parallels /die/ Lösung zu sein, um Windows und OS/X Programme
zu vereinen.

Nun las ich, dass man mit Parallels auch eine parallele Windows
Installation (via Bootcamp) virtuell einbinden kann - zumindest habe ich
das so verstanden.

Ist das dann nicht eine sehr geschickte Lösung, da man so die Wahl hat, ob
man "nur" Windows booten will oder eben OS/X, um dort das Windows virtuell
auszuführen? Oder ist Parallels tatsàchlich so flott und zuverlàssig, dass
man sich die separate Partition für ein separates Windows klemmen kann?

(Spiele interessieren mich nicht, komplexes sonstiges 3D Zeugs auch nicht -
das dürfte die Lage vereinfachen).

Dann:

gehe ich recht in der Annahme, dass man unter Parallels genau wie im VMWare
unter Windows mehrere verschieden konfigurierte Windows Maschinen
installieren und ggf, auch gleichzeitig laufen lassen kann? Ich bràuchte
nàmlich vermutlich zumindest ein XP und ein Win7.

Ich vermute mal, dass es geschickter ist, die 32bit Version von Win7 zu
verwenden, da weniger ressourcenhungrig?

Bestehende vmWare-Maschinen nach Parallels konvertieren kann man wohl
nicht, oder?

Aber eine bestehende physikalische Windows-Maschine importieren kann man?
Ist das ratsam (zuverlàssig) - oder sollte man, so man die Zeit hat, lieber
eine neue virtuelle Maschine aufsetzen?

So, das war's erstmal ... aber mir fàllt bestimmt in den nàchsten Tagen
noch mehr ein.

Bye

woffi

Congratulations - you're the first human to fail the Turing-Test.
(Dilbert)
 

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#1 Stefan Nobis
29/10/2010 - 10:14 | Warnen spam
Wolfgang Krietsch writes:

scheint Parallels /die/ Lösung zu sein, um Windows und OS/X
Programme zu vereinen.



Na ja, es gibt neben Parallels auch noch VMWares Fusion (die VMs sind
voll kompatibel zu den Workstation und Server Varianten auf anderen
Systemen) und VirtualBox (mit àhnlichen Vorteilen in Bezug auf die
VMs).

Da ich von Linux mit VMWare Workstation zum Mac kam, war für mich
Fusion eine naheliegende Wahl. Für simple Zwecke (vorhandene Windows
Software weiter nutzen, ohne besondere Ansprüche in Punkto 3D und
externer Hardware) dürften sich die drei Varianten eigentlich nichts
tun und ziemlich gleichwertig sein. Bei sehr speziellen Anforderungen
unterscheiden sich alle drei im Detail und es führt wohl kein Weg um
Ausprobieren herum.

Persönlich hege ich in letzter Zeit Wechselgedanken von Fusion zu
VirtualBox, weil mich àrgert, dass es immer noch keinen brauchbaren
Player für den Mac gibt, obwohl der IIRC schon seit ca. 2 Jahren
versprochen wird (eins meiner geplanten Anwendungs-Szenarien ist
nàmlich der remote Zugriff auf eine auf meinem Server laufende VM auch
von Unterwegs via UMTS). Andererseits gehört VirtualBox mittlerweile
Oracle und denen schenke ich durchaus weniger Vertrauen in die
sinnvolle Weiterentwicklung als Sun.

Um es kurz zu machen: Du hast die Qual der Wahl. :)

Nun las ich, dass man mit Parallels auch eine parallele Windows
Installation (via Bootcamp) virtuell einbinden kann - zumindest habe
ich das so verstanden.

Ist das dann nicht eine sehr geschickte Lösung



Finde ich nicht. Früher mal hatte ich ein Linux System auf dem
parallel Windows installiert war (hauptsàchlich für Spiele und ein
wenig Kleinkram). Das Neu-Booten nevt gewaltig! Ich kann davon nur
dringend abraten. Aktuell lasse ich in meiner VM eine komplette
Windows Entwicklungsumgebung laufen (Visual Studio, Oracle
und MS-SQL Datenbank-Server für Testzwecke) und das làuft selbst auf
einem MBP 2.1 mit Core2 Duo 2,33 GHz und 3GB RAM ausreichend schnell
(na ja, bei der Konfiguration wird's schon mal sehr lahm, wenn ich mal
größere Tests laufen lasse - mit mehr RAM ist aber auch das dann kein
Problem mehr und ich kann z.B. wàhrend die VM fleißig ackert im
Firefox unter MacOS völlig ungestört surfen).

Wenn keine zwingenden Gründe (Spiele -> Performance; Hardware, die via
VM nicht ansprechbar ist etc.) für eine native Windows-Installation
sprechen, lass es lieber sein. Die VM ist *deutlich* angenehmer.

gehe ich recht in der Annahme, dass man unter Parallels genau wie im
VMWare unter Windows mehrere verschieden konfigurierte Windows
Maschinen installieren und ggf, auch gleichzeitig laufen lassen
kann? Ich bràuchte nàmlich vermutlich zumindest ein XP und ein Win7.



Ja, das können alle Virtualisierungslösungen für MacOS. Gleichzeitig
laufen lassen ist halt eine RAM Frage. Mit den 3GB meines MBP 2.1 kann
man das vergessen (sofern man mehr als nur das reine Basis
Betriebssystem in den VMs laufen hat). Aktuell habe ich ein MBP mit
8GB und damit ist das kein Problem mehr.

Ich vermute mal, dass es geschickter ist, die 32bit Version von Win7
zu verwenden, da weniger ressourcenhungrig?



Hmmm... würde ich nicht sagen. Ich habe hier beides laufen und konnte
(subjektiv, ohne irgendeine Art von objektiver Datenerhebung) keine
Unterschiede feststellen... moment, doch, Win7 benötigt ein wenig mehr
Plattenplatz. Das war's dann aber auch schon.

Falls Du in der Windows-VM irgendetwas aufwàndiges machen möchtest (so
a la Photoshop) und Du der VM daher mehr als 2-3GB RAM spendieren
möchtest, solltest Du unbedingt Win7 64-Bit nehmen.

Bestehende vmWare-Maschinen nach Parallels konvertieren kann man
wohl nicht, oder?



IIRC gibt es da irgendwelche Tools. Alternativ direkt VMWare Fusion
nehmen, dann entfàllt die Konvertierung.

Stefan.

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