OT: Gummiteil

03/07/2016 - 09:39 von Rafael Deliano | Report spam
Welche Möglichkeiten gibt es ein kompliziertes
Gummiteil als Prototyp herzustellen ?

http://www.embeddedFORTH.de/temp/Gummi.pdf

Das Teil soll einen runden Stift mittig
zentrieren, darf also nicht zu weich sein.
Stift muß durch den unteren Schlitz
gepresst werden. Material ca. schwarzer
Moosgummi. Ich würde vermuten daß es in
Serie gangbar ist sowas aus der Metallform
zu ziehen.
Problem ist billiges Muster.

* Schneiden von Moosgummiblöcken bei
Zimmertemperatur habe ich schonmal
bei simplen Formen ( Quader ) mit
Rasierklinge gemacht: war mies.
Wird auch nicht wesentlich besser
wenn man Rasierklinge erhitzt.

* Vorschlag von Kollegen war auf <0°C
kühlen dann könnte es fest genug sein
daß man es konventionell bearbeiten kann.
Meine Erfahrungen mit gefrorenem ABS
( Schlagtests ) war allerdings daß es
glasartig wird und bei Belastung zerplatzt.
Kann natürlich hier sein, daß die Reibung
des Werkzeugs es lokal ohnehin erhitzt.

* DIY / Makers of yesteryear
hatten auch schon Verfahren:
"How to Cast small Metal and rubber parts"
https://www.amazon.de/Cast-Small-Me...0830604146
https://www.youtube.com/watch?v=Q34R0l6-08c
Liest sich gut, beschrànkt sich aber auf
Devcon "Flexane 80 Liquid" Polyurethan
http://www.itw-devcon.co.uk/index.p..._60_80_94/
Typ 80 gàbs für 60 EUR den Kübel bei amazon.de
Man ist da also in der Hàrte wohl fix.
Und muß Formen machen. Das könnten 3D gedruckte
PLA Teile / verlorene Form sein.

* Gummi 3D gedruckt vom Diensleister haben wir gerade
mit anderen Teilen durch: waren billig, sind schwabbelig.
Man könnte da wohl noch ein paar teuerere Varianten
probieren. Habe aber die Befürchtung daß durch
den Schichtaufbau die Festigkeit für dieses
Teil am Ende ohnehin nicht reicht.

* Laser ?
D.h. man sucht sich Moosgummi passender Hàrte
und brennt den dann.
Bei dünnen ABS-Platten ( 1mm ) war das problemlos,
sehr saubere Schnittkanten.
Bei einem dicken 3cm Teil bràuchte man aber Laserstrahl
a la Bleistift, nicht Fokussierung auf einen Punkt.

3D-Drucker und Laser hàtten den Vorteil daß man
Vorserie machen kann kann bis man Geld in Werkzeug(e)
versenkt.
Laser hat den Vorteil daß man mit seriennahem
Material arbeiten kann.

Hat jemand schonmal mit Gummi bei àhnlichem Problem
rumgetan bzw. gibt es weitere Lösungsmöglichkeiten ?

MfG JRD
 

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#1 Olaf Kaluza
03/07/2016 - 10:27 | Warnen spam
Rafael Deliano wrote:


* Gummi 3D gedruckt vom Diensleister haben wir gerade
mit anderen Teilen durch: waren billig, sind schwabbelig.
Man könnte da wohl noch ein paar teuerere Varianten
probieren. Habe aber die Befürchtung daß durch
den Schichtaufbau die Festigkeit für dieses
Teil am Ende ohnehin nicht reicht.



Auf der letzten Makerfair in Hannover war eine Firma die ein
Gummiartiges Filament verkauft. Als Beispiel hatten sie Reifen fuer
Modellautos gedruckt. Die haben bei mir durchaus einen benutzbaren
Eindruck hinterlassen und waren sicherlich hinreichend stabil.

Allerdings war das Material ziemlich teuer!

Olaf

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