Otto E. Rössler: «Groesstes Verbrechen der Menschheit»

28/06/2008 - 12:09 von HJP | Report spam
Akt. 27.06.08; 11:49 Pub. 25.06.08; 07:38
«Grösstes Verbrechen der Menschheit»
von Gregor Patorski
Am Cern in Genf arbeiten Wissenschaftler auf das Ende der Welt hin.
Davon ist zumindest der deutsche Professor Otto E. Rössler überzeugt.
"20 Minuten Online" sprach kurz vor dem Weltuntergang mit dem Mann, der
glaubt, dass die Erde demnàchst in einem Schwarzen Loch verschwinden wird.

Der LHC am Cern in Genf

Professor Otto E. Rössler

Ein Quasar mit seinen beiden nach oben und unten abstrahlenden Jets.
Diesen Sommer soll am Genfer Kernforschungsinstitut ein neuer
Teilchenbeschleuniger, der Large Hardron Collider, in Betrieb genommen
werden. Im 27 Kilometer langen Ring des LHC werden Protonen auf nahezu
Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Wenn sie zusammenknallen, entstehen
Verhàltnisse wie zu Beginn der Zeit, wie beim Urknall. Daraus erhoffen
sich die Physiker am Cern Aufschlüsse über den Aufbau der Materie.

Gefahr: Mini-Schwarze Löcher

So weit, so gut. Doch bei einem Aufprall könnten theoretisch auch
Schwarze Löcher entstehen. Die künstlich erzeugten Schwarzen Löcher am
Cern wàren sehr klein, gerade mal so schwer wie ein paar
Wasserstoffatome. Die Existenz solcher Mini-Löcher würde die Richtigkeit
der sogenannten String-Theorie beweisen. Gefàhrlich sind solche
Schwarzen Löcher gemàss Lehrmeinung nicht, denn sie zerstrahlen dank der
sogenannten Hawkingstrahlung innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde,
so die Meinung der grossen Mehrheit der Physiker. Genau hier weicht Otto
E. Rössler, Professor für physikalische Chemie in Tübingen, von der
grossen Mehrheitsmeinung ab: er hàlt die Mini-Löcher für eine Bedrohung
der Menschheit.

Worst Case Scenario

Laut Rössler gibt es die Hawking-Strahlung gar nicht, so dass die
Mini-Löcher mit der Zeit immer mehr wachsen würden. Dies würde laut den
Cern-Wissenschaftlern zwar immer noch keine Bedrohung darstellen, weil
das Wachstum sehr langsam vonstatten ginge. Es ginge Jahrmilliarden, bis
von so einem Schwarzen Loch Gefahr ausginge. Doch Rössler widerspricht
auch hier: Die Mini-Löcher würden Materie anziehen, die Zeit bis zum
Weltuntergang schàtzt Rössler auf maximal 50 Jahre. Im schlechtesten
Fall sind es nur 50 Monate. Das aufgezwungene Experiment im Cern wàre,
so Rössler in einem warnenden Vortrag von anfangs Monat, «irreversibel
das grösste Verbrechen der Menschheitsgeschichte».


"20 Minuten Online" hat Professor Rössler zu seiner Theorie befragt.

20MO : Herr Professor, was besagt Ihre neue Theorie?

Prof. Otto E. Rössler: Ich habe herausgefunden, dass Einsteins
Allgemeine Relativitàtstheorie eine bisher übersehene Voraussage macht:
Dass der Horizont von Schwarzen Löchern unendlich weit entfernt ist.

20MO : Was bedeutet das?

Prof. Rössler: Das bedeutet, dass Schwarze Löcher nicht verdampfen
können. Und dass sie nicht geladen sind. Und dass geladene Teilchen (wie
Elektronen) nicht punktförmig sein können ...

20MO : Was wàre Ihrer Meinung nach das Worst-Case- Szenario welches wir
zu befürchten haben, wenn das Experiment am Cern so ablàuft, wie Sie es
theoretisch vorhersagen?

Prof. Rössler: Ich behaupte, im Gegensatz zu den Physikern am Cern, dass
die kleinen Schwarzen Löcher wie gesagt nicht zerstrahlen können. Die
Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Schwarzes Loch auf der Erde bleibt,
ist zwar nur ein Millionstel pro Ereignis. Da aber im LHC pro Sekunde
eines erzeugt werden könnte, wàre zehn Tagen nach Beginn der Experimente
mindestens eines in der Erde.

20MO : Was geschàhe dann?

Prof. Rössler: Das Schwarze Loch könnte die Erde nicht mehr verlassen,
sondern nur noch exponentiell wachsen. Für genaue Berechnungen gibt es
noch zu viele Unbekannte - es wàre nach ungefàhr 50 Monaten oder auch
nach 50 Jahren ein Jet sichtbar...

20MO : Was ist das genau, ein Jet?

Prof. Rössler: Jets kennt man von Quasaren im Weltraum. Sie strahlen die
Jets nach oben und unten von ihrer leuchtenden Akkretionsscheibe ab. Die
beiden Strahlen sind viele Millionen Lichtjahre lang. Ich vermute, dass
auf der Erde ein Atto-Quasar, also ein ganz kleiner Quasar entstehen
würde, im Erdmantel oder wahrscheinlicher im Erdkern.

20MO : Wie muss man sich so einen Jet auf der Erde konkret vorstellen?

Prof. Rössler: Der Jet-Strahl tràte zunàchst auf einer Seite aus,
beispielsweise im stillen Ozean. Um diesen Strahl herum würde das Meer
verdampfen, seismische Aktivitàt würde auftreten. Mit der Zeit würde der
Jet an Intensitàt zunehmen. Und auf der gegenüberliegenden Seite der
Erde würde der zweite Jet sichtbar. Dann hàtte man den Beweis, dass da
unten ein Monster entsteht.

20MO : Das wàre dann wohl das Ende der Menschheit...

Prof. Rössler: Ja. Ich weiss auch nicht ob der Atto-Quasar sofort oder
mit einem Delay entstünde.
Vielleicht könnte man einige wenige Menschen, wie eine
Pràsidentenfamilie evakuieren, auf den Mars beispielsweise. Für alle
anderen Menschen wàre das das Ende. Aber dieses Szenario ist halb
Science Fiction.

20MO : Gàbe es keine Möglichkeit das abzuwenden?

Prof. Rössler: Sobald die Entwicklung in Gang gesetzt wurde, eher nicht.
Wenn der Atto-Quasar im Mantel ist, hàtte man eventuell die Möglichkeit,
ihn in den Weltraum zu schiessen. Wenn er im Erdkern ist, hat man keine
Möglichkeiten mehr.

20MO : Müsste man in diesem Fall nicht das Experiment am Cern
grundlegend diskutieren?

Prof. Rössler: Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund. Die
wissenschaftliche Diskussion müsste stattfinden, bevor das Experiment
beginnt. Ich möchte widerlegt werden! Im Gegensatz zum Regelfall in der
Wissenschaft möchte ich nicht bestàtigt werden, sondern widerlegt. Aber
ich habe leider bislang keinen Wurm in meiner Theorie gefunden. Das
Problem in diesem Fall ist, dass das Zeitfenster so eng ist, im besten
Fall nur wenige Wochen. Denn wenn man mich erst nach Beginn des
Experiments widerlegen wird, wird das keiner mehr glauben...

20MO : Gibt es konkrete Plàne? Eine Konferenz?

Prof. Rössler: Am 4. Juli habe ich endlich einen Termin beim Cern, ein
Gespràch mit einem Wissenschaftler. Ich sehe das als positives Zeichen.

20MO : Herr Prof. Rössler, wir danken Ihnen für das Gespràch.



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
 

Lesen sie die antworten

#1 Andreas Most
28/06/2008 - 13:47 | Warnen spam
Prof. Otto E. Rössler: Ich habe herausgefunden, dass Einsteins
Allgemeine Relativitàtstheorie eine bisher übersehene Voraussage macht:
Dass der Horizont von Schwarzen Löchern unendlich weit entfernt ist.



Aha. Das ist also der Grund für seine Behauptung.
Kein Wunder, dass ihn niemand ernst nimmt.

Andreas.

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