Paarbildung in verschiedenen Bezugssystemen

04/08/2008 - 12:33 von Rolf Biegel | Report spam
Hallo,

wenn wir schon mal bei der Paarbildung sind.

Die beobachtbaren Ereignisse sollen ja im Grunde für alle Betrachter
aus allen Bezugssystemen die gleichen sein, auch wenn es dabei
Koordinatentransformationen gibt, die dann auch eine Verànderung der
beobachtbaren Größen mit sich bringt.

Wie ist das nun, wenn in einem Laborsystem eine Paarbildung ablàuft.
Die beobachtbaren Größen sind dann ganz klar das Elektron und das
Positron, die wiederum weitere Elementarereignisse bewirken können.

Jetzt betrachte ich dieses vom Standpunkt eines Beobachters, der eine
so hohe Relativgeschwindigkeit zum Laborsystem haben möge, dass ihm
das Photon als so niederenergetisch erscheinen müßte, so das eine
Paarbildung ausgeschlossen wàre.

Solche elementaren facts, wie die Entstehung eines Elektron/Positron-
Paar und die Kette der Folgeereignisse sind ja schlecht
wegzutransformieren.

Was sagt ihr dazu?

Gruß
rb
 

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#1 Hendrik van Hees
04/08/2008 - 13:08 | Warnen spam
Rolf Biegel wrote:

Jetzt betrachte ich dieses vom Standpunkt eines Beobachters, der eine
so hohe Relativgeschwindigkeit zum Laborsystem haben möge, dass ihm
das Photon als so niederenergetisch erscheinen müßte, so das eine
Paarbildung ausgeschlossen wàre.

Solche elementaren facts, wie die Entstehung eines Elektron/Positron-
Paar und die Kette der Folgeereignisse sind ja schlecht
wegzutransformieren.



Freilich nicht. Die Paarbildung erfolgt ja durch Stoß des Photons mit
irgendetwas anderem, z.B. einem Atomkern. Du kannst dann zwar durch
eine geeignete Lorentztrafo die Photonenenergie sehr klein machen, aber
dabei àndert sich freilich auch die Energie des Kerns, und zusammen
hast Du wieder genügend Energie zur Paarbildung zur Verfügung.

Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universitàt Gießen
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