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Parallelschaltung von Bipolartransistoren

02/04/2016 - 15:12 von Marcel Mueller | Report spam
Hallo,

wenn man normale Transistoren parallel schaltet braucht man getrennte
Emitterwiderstànde, sonst geht's nicht. Kennt man, so steht's an allen
Ecken und Enden.

Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244
als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine
getrennten Emitterwiderstànde. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes
PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal
nach +12V belastet. Die Transistorpàrchen hatte ich ungekühlt zwischen
den Fingern. Das wird erwartungsgemàß nach wenigen Sekunden recht
"kuschelig". Aber was nicht passiert ist, keiner von beiden war spürbar
wàrmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefàhr
gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles andere hàtte
man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können.

Geht's jetzt auf einmal doch?


Marcel
 

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#1 Bernd Mayer
02/04/2016 - 15:38 | Warnen spam
Am 02.04.2016 um 15:12 schrieb Marcel Mueller:
Hallo,

wenn man normale Transistoren parallel schaltet braucht man getrennte
Emitterwiderstànde, sonst geht's nicht. Kennt man, so steht's an allen
Ecken und Enden.

Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244
als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine
getrennten Emitterwiderstànde. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes
PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal
nach +12V belastet. Die Transistorpàrchen hatte ich ungekühlt zwischen
den Fingern. Das wird erwartungsgemàß nach wenigen Sekunden recht
"kuschelig". Aber was nicht passiert ist, keiner von beiden war spürbar
wàrmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefàhr
gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles andere hàtte
man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können.

Geht's jetzt auf einmal doch?



Hallo,

die Betriebsspannung von +-6 V ist ja recht gering. Die Verlustleistung
und damit die Temperaturerhöhung hàngt ja quadratisch von der
Betriebsspannung ab, vom Lastwiderstand nur linear. Das
Temperaturempfinden der Finger ist auch nicht sehr pràzise.

Ich würde daher Messungen der Temperaturen vorziehen und auch der
Stromaufteilung. Der Temperaturgang beim Transistor verlàuft ja
exponentiell!

Die Stromverstàrkung kann dazu auch noch stark streuen.


Bernd Mayer

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