Partitionierung fuer USB-Platten noetig?

02/08/2011 - 07:15 von Lukas Schratz | Report spam
Hi,
Ich habe eine hübsche neue Platte. Bisher habe ich alle Platten immer
partitioniert, früher aus Notwendigkeit, spàter aus Gewohnheit. Die
Platte soll aber als reines Datengrab dienen. Gibt es noch irgendeinen
Grund, so eine Platte nicht als ganzes zu benutzen (also /dev/sdx),
sondern trotzdem eine Partition, wenn auch nur einen einzige zu
erstellen (also /dev/sdx1)?
Was spricht dafür, was dagegen?

luke
Es gibt im Universum keine größere bekannte Kraft als die, welche auf
unfertige Software wirkt, um sie in die große weite Welt auszuliefern.
Auf Platz zwei ist die Kraft, die Frisbee-Scheiben unter Autos oder an
andere unzugàngliche Stellen tràgt. --FvL in dasr
 

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#1 Adalbert Michelic
02/08/2011 - 08:49 | Warnen spam
* On 2011-08-02, Lukas Schratz wrote:
Ich habe eine hübsche neue Platte. Bisher habe ich alle Platten immer
partitioniert, früher aus Notwendigkeit, spàter aus Gewohnheit. Die
Platte soll aber als reines Datengrab dienen. Gibt es noch irgendeinen
Grund, so eine Platte nicht als ganzes zu benutzen (also /dev/sdx),
sondern trotzdem eine Partition, wenn auch nur einen einzige zu
erstellen (also /dev/sdx1)?
Was spricht dafür, was dagegen?



Zwingenden Grund gibts wohl keinen, sie zu partitionieren - Du
solltest Dich nur davor hueten, sie in die Naehe eines laufenden
Windows zu halten - Festplatten ohne Partitionen passen nicht in das
Weltbild des ebensolchen, woraufhin es sicher anbietet, diesen
Zustand zu beheben.

Ansonsten: ueberschreib vorher die ersten Bloecke mit dem Inhalt
von /dev/zero - sonst koennte jemand eine Partitionstabelle finden,
die nicht existiert. Ich hatte vor Jahren mal ein unangenehmes
Erlebnis mit LVM (das war noch zu Kernel 2.2.x und lvm1): an Stelle
der Partitionstabelle war irgendein Schrott mit gueltiger Signatur
drauf, der dazu gefuehrt hat, dass der Kernel Partitionen
identifiziert hat, und LVM deswegen die Platte nicht mehr als ganzes
behandeln wollte. Dem war eigentlich leicht abzuhelfen, es hat nur
etwas gedauert, bis ich da adrauf gekommen - "read beyond end of
device" (o.ae.) war keine sehr hilfreiche Fehlermeldung.

Ansonsten koennte noch dagegen sprechen, dass es u.U. ein paar
Skripte gibt, die nicht kapieren, dass die ganze Platte verwendet
wird.

Ich mache das oft bei Systemen die in einer VM laufen, weils dann
leichter geht, bei Bedarf die Platte zu vergroessern, weil ich mir
damit den Voodoo erspare, die Partitionstabelle zu editieren und dem
Kernel beizubringen, selbige neu zu laden, obwohl eine Partition von
der Plate gemountet ist. Wenns eine physische Platte ist, mache ichs
nur ab und zu, weil mir die Lust fehlt, mich mit evtl.
dysfunktionaler Software zu pruegeln, und der Verlust eh nur
marginal ist und vermutlich sogar in der physical extent size von
LVM untergeht.

Es macht auf jeden Fall sicher keine Probleme die sich nicht mit
einem sanften Tritt loesen lassen wuerden - also "mach" :)


Adalbert

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