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Partitionierung, GPT, 4-KB-Sektoren, parted, grub

27/07/2010 - 20:15 von Marc Haber | Report spam
Hallo,

ich bin gerade dabei, meine Standard-Server-Installation zu
überarbeiten und an moderne Gegebenheiten anzupassen. Da ich dieses
System gerne wieder ein paar Jahre beibehalten würde und Festplatten
mit Kapazitàten jenseits der 2 TB in absehbarer Zeit ins Haus stehen
(bzw. in Form von Hardware-RAIDs làngst da sind), möchte ich mich bei
dieser Gelegenheit von der MS-DOS-Partitionstabelle verabschieden und
die GPT einführen. Nur scheint mir das dazu notwendige Tool parted
noch ein wenig "rauh" an der Oberflàche.

Ist es immer noch sinnvoll, Partitionen auf glatten Zylindergrenzen
beginnen zu lassen? Ich würde spontan sagen nein, denn das, was
"parted unit chs print" ausgibt, hat mit der wirklichen
Plattengeometrie nichts mehr zu tun. Wenn meine Annahme richtig ist,
warum bekomme ich dann als Reaktion auf "parted --script /dev/sda
mkpart grub2 ext2 0 1000kB" die Meldung "Warning: The resulting
partition is not properly aligned for best performance"?

Gibt es wirklich keine Möglichkeit, ohne Rechnen zu sagen "die
Partition soll da beginnen und so lang sein"?

Wie kann ich zwei direkt aufeinanderfolgende Partitionen anlegen? Es
kann ja nicht ernst gemeint sein, dass ich zuerst die Ausgabe von
parted unit s print parsen muss, bevor ich weiß, wo die nàchste
Partition beginnen soll, oder?

Wie kann ich sicherstellen, dass die Partition so auf der Platte
liegt, dass bei neueren Platten mit 4-KB-Sektoren keine Performance
verschenkt wird? Ist auch hier "manuell mitrechnen" angesagt?

Gibt es ein etwas freundlicheres parted-Frontend (skriptbar, für die
Kommandozeile, bitte), das einem das Parsen der print-Ausgabe und das
Berechnen von Sektoroffsets etc erspart?

Und wo wir gerade dabei sind: Wie setze ich eine Partition als PV bzw.
als RAID-Member? Die parted-Flags für raid und LVM sind laut Doku nur
für MSDOS-Volume-Labels zulàssig; in erster Nàherung scheint das aber
auch für eine GPT zu funktionieren.

Ist hier passendes Know-How?

Grüße
Marc
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
 

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#1 Sven Hartge
27/07/2010 - 20:37 | Warnen spam
Marc Haber <mh+ wrote:

ich bin gerade dabei, meine Standard-Server-Installation zu
überarbeiten und an moderne Gegebenheiten anzupassen. Da ich dieses
System gerne wieder ein paar Jahre beibehalten würde und Festplatten
mit Kapazitàten jenseits der 2 TB in absehbarer Zeit ins Haus stehen
(bzw. in Form von Hardware-RAIDs làngst da sind), möchte ich mich bei
dieser Gelegenheit von der MS-DOS-Partitionstabelle verabschieden und
die GPT einführen. Nur scheint mir das dazu notwendige Tool parted
noch ein wenig "rauh" an der Oberflàche.



Ich nutze gerne das gnu-cfdisk, was gegen libparted gelinkt ist. Das ist
weniger "rauh" wie parted selbst. Zu finden im Paket "gnu-fdisk".

Wie kann ich sicherstellen, dass die Partition so auf der Platte
liegt, dass bei neueren Platten mit 4-KB-Sektoren keine Performance
verschenkt wird? Ist auch hier "manuell mitrechnen" angesagt?



Sofern das fdisk-Programm dies noch nicht kann, wirst du das wohl machen
müssen, vor allem, wenn die Platte zwar intern 4KB-Sektoren nutzt, aber
nach aussen 512Byte-Sektoren meldet.

Gibt es ein etwas freundlicheres parted-Frontend (skriptbar, für die
Kommandozeile, bitte), das einem das Parsen der print-Ausgabe und das
Berechnen von Sektoroffsets etc erspart?



Scriptbar wàre hier sfdisk. Allerdings habe ich damit keine Erfahrungen,
was die GPT angeht.



Sig lost. Core dumped.

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