Partitionsabelle: von msdos zu gpt

11/04/2016 - 16:00 von Klaus Becker | Report spam
Moin,

ich habe versucht, ein Debian-System von einem Rechner auf einen anderen zu
kopieren, mit "cp -arx" und auch mit fsarchiver. Fstab habe ich natürlich
angepasst.

Das kopierte System will nicht starten. Weder von der betreffenden FP noch von
einer 2. FP auf demselben Rechner. In beiden Fàllen wird das System auf sda1
übersprungen und ein anderes Debian auf sdb8 startet.

Ich habe es auch mit grub auf einem Usbstick versucht. Funktionniert
gewöhnlich sehr gut, aber in diesem Fall friert der Rechner sofort ein.

Hypothese : das ursprüngliche Debian kommt von einer FP mit msdos-
Partitionsabelle, auf der Ziel-FP ist eine gpt-Partitionsabelle. Vorher war
auf sda1 Debian installiert, und es funktionnierte.

Ist die Übertragung von msdos auf gpt möglich oder muss ich neu installieren?

Wenn ich mich recht erinnere, war auf sda1 ein Debian-System, das von einer FP
mit msdos-Partitionsabelle kam, und das funktionnierte, also müsste es doch
gehen.

Gruss
Klaus
 

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#1 Peter Funk
11/04/2016 - 16:50 | Warnen spam

Moin Klaus,

Klaus Becker schrieb am Montag, den 11.04.2016 um 15:55:
Moin,

ich habe versucht, ein Debian-System von einem Rechner auf einen anderen zu
kopieren, mit "cp -arx" und auch mit fsarchiver. Fstab habe ich natà¼rlich
angepasst.

Das kopierte System will nicht starten. Weder von der betreffenden FP noch von
einer 2. FP auf demselben Rechner. In beiden Fà¤llen wird das System auf sda1
à¼bersprungen und ein anderes Debian auf sdb8 startet.

Ich habe es auch mit grub auf einem Usbstick versucht. Funktionniert
gewöhnlich sehr gut, aber in diesem Fall friert der Rechner sofort ein.

Hypothese : das ursprà¼ngliche Debian kommt von einer FP mit msdos-
Partitionsabelle, auf der Ziel-FP ist eine gpt-Partitionsabelle. Vorher war
auf sda1 Debian installiert, und es funktionnierte.

Ist die àœbertragung von msdos auf gpt möglich oder muss ich neu installieren?


...

Das kommt darauf an.
Auf jeden muàŸ der Boot-Loader neu installiert werden.
Ich habe solche Sachen gewöhnlich regelmà¤àŸig so gemacht:

1. sysresccd System gebootet (von http://www.system-rescue-cd.org/ )
(Je nach Betriebssystem entweder 32 Bit oder 64 Bit).
2. mkdir /mnt/Pladde
3. mount /dev/sda2 /mnt/Pladde
(Statt /dev/sda2 angeben, wo das jeweilige /-Dateisystem liegt !!)
mount -o bind /proc /mnt/Pladde/proc
mount -o bind /dev /mnt/Pladde/dev
4. Optional nur, wenn es ein separates /boot-Dateisystem gab bzw. gibt:
mount /dev/sda1 /mnt/Pladde/boot
(Auch hier statt /dev/sda1 angeben, auf welcher Partition/Platte das
/boot-Dateisystem lag bzw. liegt)
5. chroot /mnt/Pladde bash
6. update-grub bzw. update-grub2
7. Unter Umstà¤nden notwendig: update-initramfs -k all -u
(Falls z.B. neue Treiber wegen Hardware-RAID-Controller oder so
installiert wurden)
8. Reboot
9. Wenn es nicht klappt, mit Schritt 1. wieder von vorne beginnen und
zwischen Schritt 3 und 8 nach der Ursache forschen.

Dieser Arbeitsablauf wird ggfs. etwas komplizierter, wenn LVM,
Software-RAID, LUKS oder so mit im Spiel sind. Dann braucht es
in der Regel schon jemanden, der das nötige Hintergrund-Wissen
mitbringt. Eine Neu-Installation là¤sst sich in der Regel vermeiden.

Natà¼rlich kann man etwas à„hnliches vermutlich auch ohne das
gentoo-basierende System Rescue System nur mit einer Debian CD oder
einem Live-USB-Stick machen.

Viele Grà¼àŸe, Peter
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