PE Problem

05/11/2010 - 15:57 von Carsten Kreft | Report spam
Hallöchen,

gestern Abend durfte ich einen netten Fehler suchen.

Vorgeschichte:
Tage zuvor hatte ich den E-Herd angeschlossen.
Die Dose war verbaut, aber direkt hinter der Herdnische befindet sich eine
alte Nachtspeicher-Anschlussdose.
Die Nachtspeicher gibt es aber nicht mehr.
Also habe ich diese Zuleitung vom Schütz abgeklemmt, auf Dauerspannung
gelegt.
Dabei auch die andere ehem. Nachtspeicherheizung abgeklemmt (und deren
Schütz), Zàhlerumbau folgt demnàchst.

In der Unterverteilung kommt ne 5x10mm² an, offensichtlich mal vor ein paar
Jahren neu gemacht, so wie der Rest der UV.
Sschwarz-braun-schwarz und blau gehen direkt auf den FI, kurzer Check: Ja,
ist auch Drehstrom.
GG geht direkt auf die PE Klemmleiste.
Die Leitung zum Herd (ehem. Nachtspeicher) kann man nicht komplett
nachverfolgen, aber wenn an der UV ne 5x2,5mm² abgeht und an der Dose
ankommt, dann ist man geneigt zu glauben, dass die auch durchgeht, zumal LSS
und Schütz mit "Nachtspeicher Küche" beschriftet waren.

Also flugs Dauerspannung drauf und an der Dose eben alle Spannungen
nachgemessen.
400V Außenleiter, 230V gegen N, 230V gegen PE, Tasten am Duspol gedrückt, FI
löst aus, also E-Herd angeschlossen.
Dann die Kundenbeschwerde nach dem Einzug:
Es kribbelt, wenn man Herd oder Spülmaschine und Spülbecken anfasst.

Gemessen (hochohmig): 75V AC von Spüle/Wasserhahn gegen Spülmaschine und
auch gegen E-Herd.
OHA, wie kommen die denn auf die Wasserleitung? (Da ging ich erstmal von
aus)
Ein Blick in den Keller:
Alle Leitungen aus Cu, Potentialausgleich mehrfach und nachvollziehbar
ausgeführt.

OK, dann ist wohl der PE an der UV unterbrochen oder lose?

Tatsàchlich: Der ankommende PE ist tot.
Ab zum Zàhler!
Dort erstmal über die uralte NZ-Tafel gestaunt. Alles andere war neu, aber
die wurde belassen.
Verkleidung ab und da làchelt mich ne grün-gelbe Ader an und sagt:
"Huhu, da bin ich, endlich findet mich jemand, kannst DU mich bitte, bitte
endlich mal anschließen?"

Da legt also jemand recht vorbildlich 5adrig - und làsst grün-gelb
unangeschlossen? - gleichzeitig benutzt er die blaue Ader auch nur als N
(hier hàtte der halbe Pfuscher sie ja als PEN nutzen können).

Das ist erst jetzt aufgefallen, da der DLE vorher über die Wasserleitung die
Unterverteilung "rückwàrts" einen Schutzleiter geliefert hat.
Nu ist der DLE aber weg...

Die eigentliche Frage:
Die UV und die Zuleitung wurden vor ca. 15 Jahren durch eine mir bekannte
Firma gemacht.
Sind die noch irgendwie haftbar zu machen?

Beim Anschließen des Herdes war der DLE auch schon weg, trotzdem löste der
FI aus.
Ich denke, dass da noch über eins der vielen eingesteckten Geràte wàhrend
des Umbaus genügend "Erde" lieferte, für 30mA braucht es ja nicht viel.
 

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#1 Dieter Wiedmann
05/11/2010 - 16:44 | Warnen spam
Carsten Kreft schrieb:

Die eigentliche Frage:
Die UV und die Zuleitung wurden vor ca. 15 Jahren durch eine mir bekannte
Firma gemacht.
Sind die noch irgendwie haftbar zu machen?



Zivilrechtlich nicht mehr, und strafrechtlich relevantes ist ja zum
Glück nichts passiert.


Gruß Dieter

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