Petition zur Staerkung der Verbraucherrechte bei DSL-Anschluessen

10/06/2009 - 07:32 von Axel Uhl | Report spam
Hallo zusammen,

ich habe es gewagt und eine Petition beim Bundestag eingereicht, die das
Drama beim Thema DSL in Deutschland betrifft.


https://epetitionen.bundestag.de/in...etitionC37

Bitte fleissig mitzeichnen.

Danke und viele Gruesse,
 

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#1 Michael Landenberger
10/06/2009 - 10:00 | Warnen spam
"Axel Uhl" schrieb:

ich habe es gewagt und eine Petition beim Bundestag eingereicht,
die das Drama beim Thema DSL in Deutschland betrifft.



Dir geht es um die (verzögerte) Portfreigabe durch den alten
DSL-Anbieter beim Anbieterwechsel. Dazu muss man wissen, dass das
Problem zwar tatsàchlich existiert, davon aber nur Kunden betroffen
sind, die von einem T-DSL-Reseller zum anderen oder vom T-DSL-Reseller
zur Telekom zurückwechseln wollen. Nur bei diesen Konstellationen muss
ein und derselbe DSL-Port von einem Anbieter an den anderen übergeben
werden, weswegen der neue Anbieter auf die Portfreigabe durch den alten
Anbieter warten muss. Da aber das Geschàftsmodell "T-DSL-Resale" wegen
nicht mehr konkurrenzfàhiger Preise am Aussterben ist, dürfte sich das
Problem bald von allein erledigt haben.

Theoretisch sind auch T-Bitstream-Anschlüsse von dem Problem betroffen,
die im Prinzip nichts weiter als T-DSL-Resale-Anschlüsse ohne
Zwangs-Telefonanschluss sind. Praktisch dürfte es aber auch da keine
große Verbreitung geben, weil die Anbieter von T-Bitstream-Anschlüssen
in der Regel einen Zuschlag verlangen, der diese Anschlüsse preislich
relativ unattraktiv macht.

Die meisten Anbieter setzen inzwischen auf eine DSL-Infrastruktur, die
nicht der Telekom gehört und z. T. von diesen Anbietern exklusiv
genutzt wird. Dazu gehören z. B. Vollanschlussanbieter wie Arcor,
Hansenet, Versatel und verschiedene lokale Stadtnetzbetreiber, aber
auch Wholesale-Carrier wie Telefonica oder QSC, deren Technik z. B. von
1&1, O2 oder Hansenet (nur in nicht mit Hansenet-Technik erschlossenen
Gebieten) genutzt wird. Bei einem Wechsel zwischen diesen Anbietern
bzw. von der Telekom zu einem dieser Anbieter (und zurück) sind
folglich unterschiedliche Ports im Spiel. Es findet daher keine
Portübergabe statt und es kann folglich auch nicht zu Problemen mit
blockierten Ports kommen.

Ich persönlich habe Resale-DSL von Beginn an abgelehnt und auch immer
wieder vor den Problemen gewarnt, die dieses Geschàftsmodell mit sich
bringen kann (die verzögerte Portfreigabe ist nur eines davon). Leider
sind die Leute trotzdem in Scharen zum DSL-Reseller gerannt, nur um
eine Fritzbox "geschenkt" zu bekommen. Hàtten sie dagegen statt beim
Reseller direkt beim DSL-Anschlussbetreiber (Vollanschlussanbieter)
einen Vertrag unterschrieben, müssten beim Anbieterwechsel keine Ports
freigegeben werden und es kann somit auch nicht zu Verzögerungen
kommen.


Gruß

Michael

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