Pfeifende Spulen in Schaltwandler

23/01/2008 - 14:18 von Arno Welzel | Report spam
Das Problem ist ja nicht wirklich neu und ich kenne die
Standard-Hinweise bzgl. Spulen (eingießen, Lack etc.) - in diesem Fall
hilft es aber nicht.

Gegeben sei eine aktuelle PC-Grafikkarte - Geforce 8800GT - mit
Schaltwandlern für die Versorgung der GPU aus den 12V, die über einen
eigenen Anschluss zugeführt werden.

Nun passiert es in manchen Situationen, dass hier deutlich hörbare
Geràusche (Pfeifen, Zwitschern) auftreten - offenbar durch die
Lastwechsel beim Bildaufbau.

Die Karte wurde auch schon zum Hàndler zurückgebracht, um sie zu
überprüfen und ggf. umtauschen zu lassen - der Hàndler bzw. dessen
Techniker konnte aber mit den Standard-Tests (3DMark etc.) nichts
ungewöhnliches feststellen und die Installation und Ausführung der
Programme, bei denen die Störgeràusche bei mir deutlich auftreten, war
auch nicht möglich.

Offiziell gilt das Ding also als "fehlerfrei" und die verbauten Spulen
sind auch komplett vergossen in geschlossenen Gehàusen.

Am PC-Netzteil liegt es nicht - bei einem anderen Netzteil eines anderen
Herstellers pfeift es in den selben Situationen exakt genauso. Auch in
einem anderen PC mit komplett anderem Mainboard etc. treten exakt die
selben Störgeràusche auf. Dass Mainboard würde ich daher ebenfalls
ausschliessen.

Nach dem, was ich nun darüber selber schon recherchiert habe, können
pfeifende Spulen in Schaltwandlern auch ein Zeichen dafür sein, dass sie
zu klein dimensioniert sind. Wenn ich die Dinger mit dem vergleiche, was
auf einer àlteren, geràuschlosen Grafikkarte verbaut ist, sehe ich
zumindest rein optisch, dass die Teile auf der neuen Grafikkarte
deutlich kleiner ausfallen (ca. 8x8 mm grosse Würfelchen mit Pins durch
die Platine, beschriftet auf der Platine als L1 bis L4 gegenüber ca.
12x12 mm breiten Ferritklötzen, auch vergossen, mit breiten Lötfahnen
für SMD-Montage auf einer àlteren Grafikkarte).

Meine Idee ist nun, dass man den Effekt deutlich mildern kann, wenn man
die Spulen durch andere Exemplare mit generell gleichen Daten, aber
grösserer Belastbarkeit austauscht. Mechanisch wàre das kein Problem, da
man auch auf der Rückseite der Platine genügend Platz dafür hàtte. Bin
ich damit komplett auf dem Holzweg? Und wenn nein - wer bietet solche
Bauteile an?



http://arnowelzel.de
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#1 MaWin
23/01/2008 - 14:28 | Warnen spam
"Arno Welzel" schrieb im Newsbeitrag
news:47973ecf$0$9101$

pfeifende Spulen in Schaltwandlern auch ein Zeichen dafür sein, dass sie zu
klein dimensioniert sind.



Nein, aber, wenn es denn die Spule ist, koennen Spulen mechanisch unter
dem Magnetfeld arbeiten und dadurch Geraeusche produzieren, die du mit
einer baulich anderen Spule vielliecht verschwinden.

Auf jeden Fall sollte man die Spule nnicht geraeuschdaemmend einpacken,
weil sie dann meist auch waermegedaemmt ist und ueberhitzt.

Der Austausch der Spule ruiniert die Sachmaengelhaftung, geht also auf
dein Risiko.

Alte ausloeten, Kennwerte messen (Induktivitaet, Mindeststrom ohne zu
starken Rueckgang der Induktivitaet (Saettigung) und Uberhitzung,
ohmscher Widerstand, und eine mindestens ebenso gute kaufen, z.B. bei
Farnell oder Buerklin, manchmal billig als Restposten bei Oppermann
Electronic, oder als Muster eines Herstellers, z.B. Taiyo Juden.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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