Planck'sche Länge - Ursprungszustand des Universums

31/08/2010 - 15:10 von Markus Gronotte | Report spam
Wenn man den Schwarzschildradius und die
Heisenberg'sche Unbestimmtheitsrelation
miteinander verknüpft, kommt man zu der
Schlussfolgerung, dass der kleinste kausale
Zusammenhang, den das Universum herstellen kann,
die Planck'sche Lànge ist: 10^-33 cm bzw. 10^-43 sec.

Jetzt frage ich mich, wie man sich das aktuell vorstellt.

Stellt man sich das als ein festes Gitter vor,
durch welches sich die Raumzeit beim Ausdehnen
hindurchbewegt?

Denn wenn dem so ist, hat man doch ein Definitionsproblem
mit dem Raum bzw. der Raumzeit selbst, denn diese Skalierung
muss dann ja unendlich sein, weil sich das Universum bzw.
die Raumzeit beim Ausdehnen durch sie hindurchbewegt, und diese
"Rasterung" schon als existent vorrausgesetzt wird.

Nehmen wir mal an, das Universum sei gerade 20^-43 sec alt.
Dann kann das Universum doch höchstens aus ACHT einzelnen
beschreibbaren Quanten bestehen. Alles was zwischen diesen
Quanten ist, wàre doch dann nicht beschreibbar. Oder aber
alles was dazwischen ist, ist im kausalen Zusammenhang nicht
beschreibbar bzw. die Wirkung kann vor der Ursache stattfinden.

Bedeutet das dann nicht, dass man aus der Quantenphysik
strenggenommen eigentlich schlussfolgern müsste, dass
(a) die Entstehung des Universums die Wirkung einer Ursache
ist und (b) die Ursache für die Entstehung des Universums
jedoch erst NACH der Wirkung stattgefunden hat (oder haben könnte)?

Ich meine, wenn man davon ausgeht, dass zu Beginn weder
Raum noch Zeit existiert haben, dann kann man doch eh nicht
festlegen, wann ein Ereignis stattgefunden hat, denn für die
Festlegung eines Zeitpunktes benötigt man schließlich die Zeit,
die aber noch nicht existierte.

Wenn man also den Ursprungszustand des Universums beschreiben will,
dann muss man daher OHNE Raum- und Zeitangaben auskommen!
Und dann hàtte man selbst mit der Aussage das Universum sei am Anfang
reine Energie gewesen, ein Problem, denn in der Einheit Joule
stecken Meter und Sekunden drin.

Also muss man Raum und Zeit irgendwie entfernen.
Ich mache das mit der Formel für ein Lichtquant von Max Planck,
E = h*f oder E = h * c / λ indem ich von beiden
Gleichungen den Limes bilde. Bei der einen Gleichung
geht die Frequenz gegen unendlich und bei der anderen geht
die Wellenlànge gegen Null. Jetzt ist es so, dass man die
Frequenz auch als Zeitdauer auffassen kann, wie die Wellenlànge
eben als Welle mit einer bestimmten Lànge. Beim Bilden des
Limes der Frequenz gegen unendlich strebt also die Zeitspanne
gegen Null. In beiden Fàllen strebt die Energie dann gegen unendlich.

Im Grenzwert angekommen, ist dann sowohl die Zeitspanne
als auch die ràumliche Lànge bei Null angelangt, so dass man
meiner Meinung nach von dem Absoluten Nichts sprechen kann.

Joule ist kg * m² / s². Ist sowohl Raum als auch Zeit in diesem
Fall Null hàtte man mathematisch gesehen unbeschreibbaren Müll,
denn hier wird dann (a) ein Kilogramm mit Null multipliziert und dann
durch Null geteilt oder (b) wenn man erst Null durch Null dividiert
und dann mit einem Kilogramm multipliziert?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass man den Ursprungszustand
so nicht beschreiben können wird. Denn die Mathematik ergibt Müll
weil die Grenzwerte nicht beschreibbar sind und die Logik ergibt
auch Müll, weil Ursache und Wirkung vertauscht werden können, wenn
keine Zeit existiert.

Die einzige Möglichkeit den Ursprungszustand des Universums zu beschreiben
liegt meiner Meinung nach in der Möglichkeit, den Ursprungszustand
(a) als absoultes Nichts und (b) als Unendlichkeit zu definieren.
Und das natürlich beides Gleichzeitig, weil ja auf Grund der
Planck'schen Lànge nur ein einziger Zeitpunkt existiert.


Gruß,

Markus Gronotte - http://www.markusgronotte.de
 

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#1 Karlheinz
31/08/2010 - 15:22 | Warnen spam
Markus Gronotte schrieb:

Ich werde das Gefühl nicht los, dass man den Ursprungszustand
so nicht beschreiben können wird.



Versuchs mal mit lauwarmen Wadenwickeln!

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