PLL und doch keine PLL

04/11/2009 - 18:10 von Heiko Nocon | Report spam
Hallo!

Ich habe da gerade eine Idee, für die ich den Takt eines µC mit einem
Videosignal synchronisieren muß.

Klar, das kann man mit einer PLL machen, nur leider hat diese gleich
drei Nachteile:
1) Relativ aufwendig
2) In Abwesenheit des Sync làuft sie an einen der Endpunkte ihres
Fangbereichs.
3) Das Problem aus 2) zu umgehen macht sie gleich mindestens nochmal
doppelt so aufwendig.

Das will ich alles nicht. Deswegen habe ich mir überlegt, gute alte
Konzepte aus der Steinzeit des TV zu recyclen, also einen
synchronisierbaren Sperrschwinger. Zusàtzlich hàtte ich aber gern noch,
daß er im unsynchronisierten Zustand "quarzgenau" ist. Es sollte kein
allzu großes Problem darstellen, in so einen Oszillator einen Quarz als
frequenzbestimmendes Bauelement zu integrieren. Schwieriger wird es
schon, ihn einerseits so fest anzukoppeln, daß er wirklich die Frequenz
des freilaufenden Oszillators bestimmt, andererseits aber aber wiederum
so lose, daß er in Anwesenheit eines Sync-Signales effektiv nur noch als
parasitàre Kapazitàt wirksam ist. IMHO müßte es möglich sein.

Hat jemand von euch zufàllig sowas schonmal durchdimensioniert und im
Idealfall auch in der Realitàt getestet? Oder kann alternativ
mathematisch stichfest belegen, daß es unmöglich ist?
 

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#1 Heiko Nocon
04/11/2009 - 19:25 | Warnen spam
Joerg wrote:

Lies Dich am besten mal in das Thema "Injection Locking" ein, manchmal
auch "Injection Pulling" genannt. Im Prinzip also zwei Oszillatoren,



Naja, das ist nicht ganz das, was ich wollte. Lösungen mit zwei
Oszillatoren (davon einer VCXO) gibt es schon fix und fertig
dimensioniert im Netz. Z.B.:

http://www.edn.com/contents/images/112703di.pdf

Das müßte ich nur geringfügig umstricken (im Wesentlichen: Quarze
tauschen) und wàre fertig. Ist mir aber wegen des immer noch recht hohen
Schaltungsaufwands ziemlich suspekt. Mein Ansatz war ja gerade, die an
sich primitive Aufgabe auch mit primitiven Mitteln zu lösen. Das
Ergebnis wird sicher nicht perfekt sein, aber (hoffentlich) für meine
Zwecke "gut genug".

Ich hatte damals allerdings einfach die Weller angeschmissen. Irgendwann
hole ich die Theorie mal nach :-)



Wird wohl bei mir genauso laufen müssen. Bloß daß ich keine
Weller-Lötstation mein Eigen nenne, sondern nur einen billigen
geregelten Handlöterich. Der tut's aber eigentlich auch wunderbar. Ist
eben auch "gut genug"...

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