Powerline von Haus zu Haus?

31/12/2009 - 04:02 von C.P. Kurz | Report spam
Unsere Verwandten in Irland hàtten gerne eine Netzwerkverbindung zu
ihren ca. 400m entfernt wohnenden Nachbarn. Bisher dachte ich an WLAN
mit ein bißchen Richtwirkung. Nun haben die Iren da aber ein recht
einfaches Stromverteilnetz. Jedenfalls endet die Zuleitung bei unseren
Verwandten am Haus und geht von da über besagte ca. 400m direkt zu den
Nachbarn. Das ist da alles einphasig. Hat irgendeine Powerline Technik
ne Chance, da rüberzukommen? Ich müsste mal nachfragen, aber vermutlich
sind da an den Masten schon noch Transformatoren die übliche
Powerline-Frequenzen nicht durchlassen, oder?

- Carsten
 

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#1 Jan Conrads
31/12/2009 - 05:30 | Warnen spam
Hallo,
C.P. Kurz schrieb:
Unsere Verwandten in Irland hàtten gerne eine Netzwerkverbindung zu
ihren ca. 400m entfernt wohnenden Nachbarn. Bisher dachte ich an WLAN
mit ein bißchen Richtwirkung.



Was spricht dagagen? 400m ist doch nichts, das sollte mit 11g Technik im
2,4GHz Band gut mit ner externen Antenne zu schaffen sein, wem das zu
unsicher erscheint, nimmt halt 11a im 5GHz Band und darf bis zu 1W EIRP
(zumindest in DL, Irland hab ich auf die schnelle nichts gefunden, aber
vermutlich àhnlich) machen, solange einigermaßen Sicht dazwischen ist,
ist Wlan kein Thema, ich kenne reale Links mit 11g und ca 2km sowie 11a
mit bis zu 15km

Nun haben die Iren da aber ein recht
einfaches Stromverteilnetz. Jedenfalls endet die Zuleitung bei unseren
Verwandten am Haus und geht von da über besagte ca. 400m direkt zu den
Nachbarn.



Freileitung oder Erdkabel? Das kann einen erheblichen Unterschied bez.
der Kapazitàten machen und damit der Dàmpfung machen.

Das ist da alles einphasig. Hat irgendeine Powerline Technik
ne Chance, da rüberzukommen?



Es gibt immer Mittel und Wege, es kommt immer auf die Technik an, in dem
Bereich ist nicht wirklich was genormt, jeder Hersteller baut da was
eigenes. Die teilweise von Providern engesetzte Accesstechnik schafft
sowas, da ist meist die Gegenstelle dann beim nàchsten Trafo, aber
bisher wurden die meisten Versuchsbetriebe m.W inwischen wieder
eingestellt. Zudem sollte man bedenken, PLC nutzt die erlaubte
Störstrahlung von Geràten aus, daher bitte auch vorher mal die örtliche
Rechtslage prüfen und dabei die evt Antennenwirkung von Freileitungen
nicht vergessen, denn solche Geràte dürfen nicht mehr abstrahlen als ein
Elektromotor oder Schaltnetzteil, da es kein zugelassener Funkdienst ist
wenn die Werte doch überschritten werden und Beschwerden kommen kann es
teuer werden. (z.B aus diesem Grund dürfen in Schweden einige Modelle
nicht mehr verkauft werden)

Ich müsste mal nachfragen, aber vermutlich
sind da an den Masten schon noch Transformatoren die übliche
Powerline-Frequenzen nicht durchlassen, oder?



Das kann man bei HF fast nie genau vorhersagen, zudem hàngt sowas auch
noch vom Trafomodell ab. Der Eisenkern ist denkbar ungeeignet für HF,
aber durch die kapazitive und induktive Kopplung könnte die trotzdem
durchkommen, da hilft eigentlich nur ausprobieren. Sollte es ein
elektronischer Trafo sein sollte der alles wegfiltern.

- Carsten





Gruß Jan

P.S über die zu erzielenden Datenraten sollte man sich auch mal Gedanken
machen und die beworbenen Raten kann man meist eh vergessen... bei hohen
Datenraten evt mal überlegen, ob man auch ne Glasfaserleitung verlegen
könnte...

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