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Praezedierender Kreisel

26/12/2007 - 01:44 von Ralf Kusmierz | Report spam
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Moin,

mal etwas Experimentalphysikalisches:

Ich hatte wohl hier mal den schönen experimentellen Vorschlag mit dem
"schwebenden Rad" gelesen - ging etwa so:

Ein Fahrradrad (also der Kreisel) befindet sich auf einer horizontalen
Achse, die an beiden Enden an Fàden aufgehàngt ist. Der Kreisel wird
in schnelle Rotation versetzt (soll leidlich reibungsfrei gelagert
sein), anschließend wird ein Faden durchgeschnitten (und dafür
gesorgt, daß sich kein Fadenende um den Kreisel wickelt). Durch das
nun auf den Kreisel gravitativ wirkende Drehmoment beginnt er zu
pràzedieren.

Zwei Fragen:

1. wie genau müssen dafür die Fàden oben aufgehàngt sein - vertikal
über den Achsenden, oder im Lot über dem Schwerpunkt?
2. was kann man unternehmen, damit der Kreisel keine der Pràzession
überlagerten Nutationsschwingungen ausführt?

Nun àndern wir das Experiment ab: Wie begeben uns in eine abgeschirmte
Kühlkammer und hàngen anstatt des rotierenden Kreisels einen
supraleitenden Ring auf, führen ein axiales Magnetfeld durch den Ring,
kühlen ihn unter die Sprungtemperatur herunter und schalten das àußere
Magnetfeld ab - dann sollte in dem Ring ein Kreisstrom fließen, der
das vorher von außen eingebrachte Magnetfeld ersetzt.

Wenn man nun einen Haltefaden durchschneidet, pràzediert dann der
Ring?


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Kai-Martin Knaak
26/12/2007 - 02:12 | Warnen spam
On Wed, 26 Dec 2007 01:44:27 +0100, Ralf Kusmierz wrote:

1. wie genau müssen dafür die Fàden oben aufgehàngt sein - vertikal über
den Achsenden, oder im Lot über dem Schwerpunkt?



Über dem Schwerpunkt.


2. was kann man
unternehmen, damit der Kreisel keine der Pràzession überlagerten
Nutationsschwingungen ausführt?



Dàmpfung in die Aufhàngung einbauen. Zum Beispiel indem der Faden an
einem Knebel befestigt ist, der wiederum auf einem Schaumgummi-Polster
lagert.


Nun àndern wir das Experiment ab: Wie begeben uns in eine abgeschirmte
Kühlkammer und hàngen anstatt des rotierenden Kreisels einen
supraleitenden Ring auf, führen ein axiales Magnetfeld durch den Ring,
kühlen ihn unter die Sprungtemperatur herunter und schalten das àußere
Magnetfeld ab - dann sollte in dem Ring ein Kreisstrom fließen, der das
vorher von außen eingebrachte Magnetfeld ersetzt.

Wenn man nun einen Haltefaden durchschneidet, pràzediert dann der Ring?



Das erinnert an das Experiment mit der Spule, auf die ein Drehmoment
wirkt, wenn sich der durch sie fließende Strom schnell àndert.
Vermutung: Es gibt zwar ein Drehmoment, wegen der im Vergleich zum
Gewicht der Spule geringen Masse der bewegten Ladungen reicht dies jedoch
nicht aus, um eine regulàrePràzessionsbewegung zu bewirken.

<(kaimartin)>
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog

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