Predictable Network Names abschalten (Debian/Raspbian)

15/05/2016 - 07:19 von Ralph Aichinger | Report spam
Ich hab gerade einen Raspi von Raspbian Jessie auf Raspbian Stretch
upgedatet, und mit Freude das erste mal nach einem Update den Fall
erlebt, daß ich für den NTP-Server mit PPS kein einziges Programm
selber hab kompilieren müssen. PPS ist im Kernel, wird vom Devicetree
unterstützt und auch der ntpd aus Debian Testing hat endlich per Default
die PPS-Unterstützung einkompiliert.

Was mich aber bei dem Upgrade stört sind die neuen Interfacenamen. Mir
ist natürlich klar, wofür die da sind, aber ich will sicher nicht jedes
mal in Firewall-Regeln oder bei einem tcpdump statt "eth0" (vorher)
"enxb827ebfeed57" eintippen. Es geht mir nicht um den Traditionalismus,
ob das Ding jetzt en0 oder eth0 oder was auch immer heißt ist mir egal,
nur ich will mir nicht die ganze Hardwareadresse merken müssen.

In /etc/udev/rules.d ist eine *leere* (nur Kommentare) Datei
80-net-setup-link.rules drin, in der steht, daß die Maschine vermutlich
ein virtualisierter Gast ist (nein, ist sie nicht). Was mir nicht klar ist:
Wie dreht ich die neuen Namen wieder ab?

Den Kernelparameter "net.ifnames=0" (bzw.1) hab ich schon probiert, der
bewirkt nix.

TIA
/ralph
 

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#1 Peter Geher
15/05/2016 - 15:50 | Warnen spam
Am 15.05.2016 um 09:19 schrieb Ralph Aichinger:
Ich hab gerade einen Raspi von Raspbian Jessie auf Raspbian Stretch
upgedatet, und mit Freude das erste mal nach einem Update den Fall
erlebt, daß ich für den NTP-Server mit PPS kein einziges Programm
selber hab kompilieren müssen. PPS ist im Kernel, wird vom Devicetree
unterstützt und auch der ntpd aus Debian Testing hat endlich per Default
die PPS-Unterstützung einkompiliert.

Was mich aber bei dem Upgrade stört sind die neuen Interfacenamen. Mir
ist natürlich klar, wofür die da sind, aber ich will sicher nicht jedes
mal in Firewall-Regeln oder bei einem tcpdump statt "eth0" (vorher)
"enxb827ebfeed57" eintippen. Es geht mir nicht um den Traditionalismus,
ob das Ding jetzt en0 oder eth0 oder was auch immer heißt ist mir egal,
nur ich will mir nicht die ganze Hardwareadresse merken müssen.

In /etc/udev/rules.d ist eine *leere* (nur Kommentare) Datei
80-net-setup-link.rules drin, in der steht, daß die Maschine vermutlich
ein virtualisierter Gast ist (nein, ist sie nicht). Was mir nicht klar ist:
Wie dreht ich die neuen Namen wieder ab?

Den Kernelparameter "net.ifnames=0" (bzw.1) hab ich schon probiert, der
bewirkt nix.

TIA
/ralph



Bei mir habe ich das so:
[15/05-17:48] :~]# cat /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules
# This file was automatically generated by the /lib/udev/write_net_rules
# program, run by the persistent-net-generator.rules rules file.
#
# You can modify it, as long as you keep each rule on a single
# line, and change only the value of the NAME= key.

# PCI device 0x10ec:0x8139 (8139too)
SUBSYSTEM=="net",ACTION=="add",DRIVERS=="?*",ATTR{address}=="00:30:1c:c0:7f:b8",ATTR{dev_id}=="0x0",ATTR{type}=="1",KERNEL=="eth*",NAME="eth0"
[15/05-17:48] :~]#

Unter Arch klappt das mit der grub.cfg


Gruß

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