[Presseinfo] Andreas Bierwirth neuer T-Mobile CEO

21/10/2012 - 08:16 von Daniel AJ Sokolov | Report spam
Mit ein bisschen Verzögerung hier eine Presseaussendung von T-Mobile
Austria. In Aussicht gestellt werden u.a. die "emtionale Aufladung" der
Marke T-Mobile, höhere Datentarife und ein Sparprogramm.

FYI
Daniel AJ

Pressemitteilung

Wien, 17. Oktober 2012

Neuer T-Mobile Austria CEO Andreas Bierwirth: „Telekom-Branche braucht
einen Neustart“

Gesamtbranche in Österreich deutlich stàrker unter Druck als in
anderen europàischen Làndern
Mit Programm „Attack2Win“ legt T-Mobile umfassendes Paket zur
Umsatzstabilisierung und Kostenreduktion auf und stàrkt Wachstumsfelder
Wachsendes Datenvolumen braucht neue Preiskonzepte, um nötige
Investitionen in Netzausbau abzusichern

„Der heimische Mobilfunkmarkt steckt in einer paradoxen Situation.
Einerseits wàchst vor allem im Datenbereich die Nachfrage enorm. Seit
dem Vorjahr hat sich die Datenmenge in den Mobilfunknetzen verdoppelt.
Andererseits stoppt diese erfreuliche Nachfrageentwicklung nicht den
rapiden Preisverfall und die rücklàufigen Umsàtze der Betreiber“,
erklàrte Andreas Bierwirth, seit Anfang September neuer CEO von T-Mobile
Austria, bei seinem Antritts- Pressegespràch am Mittwoch, 17. Oktober.
„Die Auslastung unserer Produktion hat sich vom Umsatz entkoppelt.
Gleichzeitig ist die technische Qualitàt aller Netze trotz der
schwierigen und kostentreibenden Topographie des Landes bei allen
Anbietern besser als in fast allen anderen Làndern Europas. Dieser
Widerspruch in sich ist einzigartig.“


„Die Folgen dieser Entwicklung sorgen fast tàglich für Schlagzeilen in
der Wirtschaftspresse“, sagte Bierwirth: „Ein Anbieter will mittels
Fusion mit dem kleinsten Provider aus dem Markt gehen. Dieser wiederum
hat vor zwei Jahren sein Netz an die China Development Bank verkauft.
Der Marktführer musste gerade einen mexikanischen Investor an Bord holen
und eine starke Dividendenkürzung vornehmen. Und da wir unsere
Geschàftszahlen stets offenlegen ist es auch kein Geheimnis, dass
T-Mobile ebenso wie der Markt als Ganzes in den vergangenen Jahren
laufende Umsatz- und EBITDA-Rückgànge hinnehmen musste.“


„Diese Situation ist für unsere Kunden einerseits kurzfristig
erfreulich: Österreichische Mobilfunkkunden können sich über die
niedrigsten Preise in der EU bei höchster Qualitàt freuen“, führte
Bierwirth aus. Jedoch drohe Österreich künftig mangels Finanzkraft für
ausreichende Investitionen in die Netze ein Qualitàtsverlust vor allem
bei mobilem Breitband. „Der Telekom-Markt braucht darum einen Neustart.
Es muss gelingen, wieder eine vernünftige Relation zwischen steigender
Nachfrage und dem Ertrag und somit der Wettbewerbsfàhigkeit der Anbieter
herzustellen. Ich bin entschlossen, dass T-Mobile als erster diesen
Neustart dazu nutzen wird, die Abwàrtsspirale der Unternehmen zu
stoppen, um Konsumenten nachhaltig Angebote auf höchstem Niveau bieten
zu können.“


Sein größtes Ziel als neuer CEO von T-Mobile Austria sei daher die
Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, damit langfristige
Investitionen möglich bleiben, erklàrte Bierwirth. Innerhalb von zwei
Jahren soll der Umsatzverlauf wieder stabil sein, ab 2015 wolle T-Mobile
in Österreich wieder Zuwàchse erzielen.


Um das zu erreichen will T-Mobile Marktanteile zurückgewinnen und seine
Position als unangefochtene Nummer zwei am österreichischen Markt
festigen. Dies vor allem durch die überlegene Qualitàt unserer Marke und
unserer Produkte. Dazu hat Bierwirth ein internes Arbeitsprogramm
„Attack2Win“ gestartet, um Prioritàten und Wachstumsbereiche der
nàchsten drei Jahre festzulegen. Dazu gehört, innerhalb der
Zwei-Marken-Strategie die Marke von T-Mobile deutlich zu stàrken.
„Obwohl wir für 2012 zwei Publikumspreise als beliebtester und bester
Mobilfunker Österreichs gewonnen haben, schöpfen wir das Potenzial der
Marke T-Mobile nicht voll aus. Wir müssen die Marke emotional stark
aufladen, um Kundinnen und Kunden eine starke Community mit vielen
spannenden, innovativen Entwicklungen zu bieten, wie zuletzt
Streaming-Music am Handy.“ Hingegen verfügt tele.ring über eine sehr
populàre und markante Marke und gilt seit Jahren als Preisführer unter
den etablierten Anbietern. Das Geschàftsmodell muss jedoch an den Markt
mit SIM-only-Billiganbietern Bob und Yesss angepasst werden um dort
Paroli zu bieten.


„Im Privatkundenbereich werden wir uns auf Umsatz bringende Neuerungen
konzentrieren, die wir aufgrund der Innovationskraft der Deutschen
Telekom-Gruppe nach Österreich bringen können. Wir stellen dabei den
Führungsanspruch auf Usability: Die Dinge, die wir anbieten, werden
einfach und zuverlàssig funktionieren. Unsere Fokusthemen dabei sind
Musik, Zahlung am Handy und Smart Apps“, sagte Bierwirth.


Im Geschàftskundenbereich wird die Zusammenarbeit mit T-Systems
verstàrkt und damit die Entwicklung neuer Systemlösungen für
Business-Kunden forciert. Hinzu kommt die internationale Stàrke von
T-Mobile durch die Pràsenz seiner Schwestergesellschaften in den
allermeisten Làndern Zentral- und Osteuropas, ebenso wie in Deutschland,
den Niederlanden und UK. Damit kann T-Mobile gerade österreichischen
Unternehmen, die schwerpunktmàßig in diesen Màrkten tàtig sind,
interessante lànderübergreifende Angebote anbieten.


Ein weiterer Wachstumsmarkt ist für Bierwirth das „Internet der Dinge“,
die Kommunikation von Geràten für Servicefunktionen oder zur
effizienteren Nutzung. „Wir sind Pioniere im Machine-to-Machine-Bereich,
das werden wir weiter ausbauen, um hier den Führungsanspruch zu halten.“
Schwerpunkte dabei liegen in den Themen Logistik, wo u.a. die Deutsche
Telekom für Daimler „Car2Go“ ausstattet, sowie der Energie- und
Gesundheitsbereich.


Durch dieses Arbeitsprogramm will Bierwirth erreichen, dass mit dem
rapide zunehmenden Datenverkehr auch das nötige Entgelt erzielt werden
kann, um in den zügigen Ausbau der Datentechnologie LTE zu investieren.
„Für immer mehr Leistung wird derzeit immer weniger bezahlt. Die
Erlösentwicklung hat sich gànzlich von der Kostenentwicklung
abgekoppelt. Künftige Tarifmodelle müssen sich wieder stàrker am
jeweiligen Datenvolumen orientieren“, sagte Bierwirth. „In den
vergangenen sechs Jahren sind Mobilfunkgebühren um 55 Prozent gefallen,
wàhrend wir gleichzeitig laufend mehr Leistung erbringen.“


„Wenn man zwei oder drei Kilo Äpfel am Naschmarkt kauft, ist es
selbstverstàndlich, dass es mehr als nur ein Kilo kostet, auch wenn man
dabei Mengenrabatt bekommt. Dieselbe Marktlogik wie bei Äpfeln muss auch
wieder für Daten gelten. Selbstverstàndlich werden dabei die jetzigen
Sicherheiten beibehalten, wie die Tempobremse beim Erreichen eines
vereinbarten Limits, oder die maximale Obergrenze bei Nachbestellung.
Damit können Kunden ihren Konsum an ihre Wünsche anpassen, ohne
unangenehme Überraschungen zu erleben.“


Noch in zwei weiteren Bereichen kündigte der neue T-Mobile CEO Akzente
an. Einerseits bei der Reduktion von Produktionskosten, die bis 2015 um
15 Prozent gesenkt werden sollen. Ein Weg dazu sind beispielsweise
verstàrkte Netzwerkkooperationen, soweit dies im Rahmen der
Lizenzbedingungen möglich ist. Andererseits will T-Mobile Austria ihren
Auftritt als verantwortungs-bewusster „Corporate Citizen“ stàrken: „Wir
sind in Österreich ein Arbeitgeber für rund 1400 Menschen und wir
erbringen mit T-Mobile und tele.ring die Leistung einer zentralen
Infrastruktur für die Informationsgesellschaft. Darum müssen wir auch
die Politik davon überzeugen, dass sie uns bei diesen Aufgaben durch
optimale Rahmenbedingungen unterstützt“, sagte Bierwirth.

[bla]

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Lesen sie die antworten

#1 Franz Huber
21/10/2012 - 10:05 | Warnen spam
Daniel AJ Sokolov wrote...

[Presseaussendung von T-Mobile Austria]



Die Geister die sie riefen...

Die Knallköpfe haben mobiles Internet am Markt als Konkurrenz zu
kabelgebundenem Internet plaziert und wundern sich nun über die riesigen
Datenmengen, die sie zu bewàltigen haben.

Genug Kunden melden das kabelgebundene Internet ab oder nehmen sich
zumindest nach einem Umzug kein neues. Kein Wunder, dass dann der "mobile"
(unter Anführungszeichen, da oft stationàr) Traffic explodiert.

Die Lösung können eigentlich nur Tarife à la Bob sein: 4 Euro pro GB, aber
auch für jedes weitere GB 4 Euro. Als Ergànzung zum kabelgebundenen Internet
zu Hause reicht 1 GB praktisch immer und für moderate 4 GB im Monat ist dem
Smartphone ein vernünftiges Leben eingehaucht. Und wenn es in einem Monat
ausnahmsweise 2 oder 3 GB sind, ist der Kunde auch nicht verarmt.

Wer hingegen Bedarf an mehr als ca. 5 GB im Monat hat, der soll sich einen
Draht ins Haus legen lassen, und das Saugen oder Streamen dort erledigen.
Für den Rest (Surfen, e-mail, Facebook, usw.) von unterwegs reicht ein GB
locker.

Franz

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