Prinzip der Curie-Punkt-Pyrolyse?

24/05/2008 - 00:12 von tentacle | Report spam
Hallo!

Ich brauche Eure Hilfe, um das Prinzip der Curie-Punkt-Pyrolyse zu
verstehen. Kurz umrissen geht es dabei darum, eine Materialprobe
mittels Wàrmeeinwirkung in kleinere Molukülstücke zu zerteilen und
diese durch einen GC (Gaschromatograhen) zu jagen. Ohne as Verfahren
wàren die Probenmoluküle zu groß, um durch die GC-Sàule zu kommen.

Um die Wàrmeenergie auf die Probe zu übertragen, steckt sie in einem
kleinen Metalltiegel mit bekannter Curietemperatur. Der Tiegel steckt
in der Mitte einer Spule und ist wàhrend der Pyrolyse einem
magnetischen Wechselfeld von 300-400 kHz ausgesetzt. Die Hersteller
solcher Geràte behaupten nun, daß der Tiegel (und damit auch die Probe)
schockartig innerhalb von ms auf die Curietemp. erhitzt wird und somit
eine reproduzierbare Pyrolysetemperatur erreicht wird.

Beim Erreichen der Curietemperatur verliert ein Ferromagnet bekanntlich
einen Großteil seiner Permebilitàt und ist bei T > Tc nur noch
paramagnetisch. Meine Frage ist nun, warum der Metalltiegel nicht
wàrmer wird. Denn ich folgere, daß sich in einem Metall im
magn.Wechselfeld Wirbelströme entstehen, die es natürlich aufheizen
làsst. Bei dieser Überlegung ist mir eben der temp.-begrenzende Faktor
nicht klar.

Eine andere Möglichkeit, wàre, daß sich die "Elementarmagnete" des noch
Ferromagneten mit der Wechselfeldfrequenz umpolen und ihn so zunàchst
erhitzen. Ist dann T > Tc geht die ferromagnetische Ordnung verloren
und das Wechselfeld hat keinen Einfluß mehr auf einen
Temperaturanstieg. Sie sinkt unter Tc, die Elementarmagnete polen sich
wieder um, T steigt, usw. Die Temperatur pendelt sich auf Tc ein.

Was man auch findet, ist eine lapidare Erklàrung wie "der
Phasenübergang von Ferro- zu Paramagnet geschieht unter Wàrmeaufnahme,
die Temperatur steigt beim Erreichen von Tc dann nicht mehr an."

Wer kann etwas Klarheit reinbringen? Danke!

Reinhard
 

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#1 Ralf Kusmierz
24/05/2008 - 02:14 | Warnen spam
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begin quoting, tentacle schrieb:

Um die Wàrmeenergie auf die Probe zu übertragen, steckt sie in einem
kleinen Metalltiegel mit bekannter Curietemperatur. Der Tiegel steckt
in der Mitte einer Spule und ist wàhrend der Pyrolyse einem
magnetischen Wechselfeld von 300-400 kHz ausgesetzt. Die Hersteller
solcher Geràte behaupten nun, daß der Tiegel (und damit auch die Probe)
schockartig innerhalb von ms auf die Curietemp. erhitzt wird und somit
eine reproduzierbare Pyrolysetemperatur erreicht wird.
Beim Erreichen der Curietemperatur verliert ein Ferromagnet bekanntlich
einen Großteil seiner Permebilitàt und ist bei T > Tc nur noch
paramagnetisch. Meine Frage ist nun, warum der Metalltiegel nicht
wàrmer wird. Denn ich folgere, daß sich in einem Metall im
magn.Wechselfeld Wirbelströme entstehen, die es natürlich aufheizen
làsst. Bei dieser Überlegung ist mir eben der temp.-begrenzende Faktor
nicht klar.



Einfach mal geraten: Sobald der Tiegel seinen Ferromagnetismus
verliert, wird die magnetische Flußdichte deutlich kleiner und dadurch
sehr viel weniger Wirbelstrom induziert?


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
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