Problem mit Bevoelkerungsstatistik

01/05/2010 - 01:03 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Ich habe ein prinzipielles Problem mit der Bevölkerungsstatistik: Die
veröffentlichten Zahlen gründen sich weitgehend auf Fortschreibungen.
Das geht in etwa so: Ungefàhr alle fünf bis zehn Jahre làßt der Kaiser
sein Volk schàtzen, und so schreibt man sich dann sàuberlich die
Zahlen auf. Und in den Folgejahren gehen die Leute dann brav zum Amt,
um dort geboren zu werden oder zu sterben oder zu- oder wegzuziehen,
unnd das wird dort auch sàuberlich notiert und zu- oder abgezogen von
den Zahlen. Das sieht dann auch ganz hübsch aus, aber wenn man die
Zahlen dann mal plottet, dann sieht man jeweils zu den
Volkszàhlungsterminen immer Sprünge in den Reihen: Die Zàhlergebnisse
sind dann nàmlich wieder eine Nummer kleiner als die fortgeschriebenen
Zahlen.

Da ich nun möglichst richtige Zahlen als Bezugsgrößen brauche, frage
ich mich, wie ich die fortgeschriebenen Zahlen am geschicktesten
zurechtbiege, um die Sprünge zu vermeiden. Die für die
Volkszàhlungsjahre veröffentlichten Zahlen würde ich mal als relativ
richtig (im statistischen Sinn) ansehen wollen, vermuten würde ich,
daß der Fehler im Laufe der Zeit proportional zur Wurzel des
Zeitabstands seit der Volkszàhlung zunimmt. Dummerweise kenne ich
nicht das Fortschreibungsergebnis für das Volkszàhlungsjahr, denn
dafür werden nur die korrigierten Ergebnisse veröffentlicht - man muß
die Trends davor und danach also irgendwie schàtzen, um auf dei
wahrscheinlichen "Sprunghöhen" zu kommen.

Ja, und wie interpoliert man das jetzt am besten? Irgendwie (wie
denn?) die "Sprunghöhe" schàtzen und dann alle davorliegenden Zahlen
"linear interpolieren", also eine Korrektur addieren, die proportional
zum Zeitabstand von der letzten "richtigen" Zahl bir zur Sprunghöhe
anwàchst, oder ein anderer zeitlicher Verlauf für die zunehmenden
Korrekturen? (Schon die Korrekturen selbst sind eigentlich nicht
vernünftig begründbar. Es fàllt aber auf, daß die fortgeschriebenen
Zahlen jedesmal zu groß sind.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 mock
01/05/2010 - 01:31 | Warnen spam
On 1 Mai, 01:03, "Ralf . K u s m i e r z"
wrote:

Da ich nun möglichst richtige Zahlen als Bezugsgrößen brauche, frage
ich mich, wie ich die fortgeschriebenen Zahlen am geschicktesten
zurechtbiege, um die Sprünge zu vermeiden. Die für die
Volkszàhlungsjahre veröffentlichten Zahlen würde ich mal als relativ
richtig (im statistischen Sinn) ansehen wollen, vermuten würde ich,
daß der Fehler im Laufe der Zeit proportional zur Wurzel des
Zeitabstands seit der Volkszàhlung zunimmt. Dummerweise kenne ich
nicht das Fortschreibungsergebnis für das Volkszàhlungsjahr, denn
dafür werden nur die korrigierten Ergebnisse veröffentlicht - man muß
die Trends davor und danach also irgendwie schàtzen, um auf dei
wahrscheinlichen "Sprunghöhen" zu kommen.



Mit der Wurzel hast du doch einen Anhaltspunkt, der bei mehreren
"Sprüngen" etwa gleich sein müsste. Ich würde eher eine sigmoide Kurve
erwarten, die ich bis zur Halbzeit als exponentiell ansehen würde. Für
einen Nachweis dafür gibt es aber zu hàufig oder zu selten
Volkszàhlungen. Darüberhinaus kann man - es ist ja nur eine Nàherung -
damit sicher noch weniger anfangen als mit der Wurzeltheorie.

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