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Problem mit HV Gleichrichter

08/02/2008 - 18:13 von Jan Conrads | Report spam
Hallo NG,

bin dabei ein Netzteil für eine "kleine" Röhren (Ua ca 3KV Ia ca 1A) PA
zu bauen. Nun macht mir der HV Gleichrichter ein wenig Sorgen. Dioden
mit mehr als 1,3KV Sperrspannung sind selten, grade bei Strömen von ca
2-3A. Ich benötige aber ca 12-15KV Sperrspannung bei ca 2A (mit ein
wenig Reserve, Einimpuls, daher Gegenspannung vom Kondensator).

Die vermutlich einfachste Lösung wàre eine Diodenkette aus z.B
15*1N5408, nur hier sind ja m.W Parallelwiederstànde nötig (angeblich
bei "modernen" Dioden nicht mehr nötig wegen geringen Toleranzen?).

Nur hier habe ich wieder das Problem, ein defekter Widerstand und ich
hab nen Feuerwerk, Jörgs geliebtes *fatz* *peng* ;-)
Aber es sind halt nicht nur ein paar mA bei einigen V, sondern 1A bei
2KV AC und im Kondensator stecken ja auch bis zu 350 Joule.

Wie kann ich das ganze etwas sicherer gestalten? Ich habe mal von Dioden
gelesen, die sich bei Überschreitung der Sperrspannung wie eine Z-Diode
verhalten und eben nicht niederohmig werden (auf SiC Basis?).

Habt ihr Tips für mich? Ich möchte gerne ein Feuerwerk vermeiden. Kennt
jemand evt auch eine Bezugsquelle für HV Sicherungen (ich meine jetzt
nicht umbedingt HH im mehrstelligen A Bereich sondern etwas größere
Feinsicherungen, wie sie z.M in Mikrowellen verbaut weden.)


Gruß Jan Conrads alias DB1JC
 

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#1 Joerg
08/02/2008 - 19:13 | Warnen spam
Jan Conrads wrote:
Hallo NG,

bin dabei ein Netzteil für eine "kleine" Röhren (Ua ca 3KV Ia ca 1A) PA
zu bauen. Nun macht mir der HV Gleichrichter ein wenig Sorgen. Dioden
mit mehr als 1,3KV Sperrspannung sind selten, grade bei Strömen von ca
2-3A. Ich benötige aber ca 12-15KV Sperrspannung bei ca 2A (mit ein
wenig Reserve, Einimpuls, daher Gegenspannung vom Kondensator).




Klein? Oehm, ahem ...

12-15kV brauchst Du dann aber nicht.


Die vermutlich einfachste Lösung wàre eine Diodenkette aus z.B
15*1N5408, nur hier sind ja m.W Parallelwiederstànde nötig (angeblich
bei "modernen" Dioden nicht mehr nötig wegen geringen Toleranzen?).




Das mit den modernen Dioden halte ich fuer ein Geruecht oder einen
Marketing-Gimmick.


Nur hier habe ich wieder das Problem, ein defekter Widerstand und ich
hab nen Feuerwerk, Jörgs geliebtes *fatz* *peng* ;-)




Peng geht in diesen Spannungsregionen mit einem gepflegten Tinnitus,
rumspritzenden Plastikteilen und so weiter einher. BTDT.


Aber es sind halt nicht nur ein paar mA bei einigen V, sondern 1A bei
2KV AC und im Kondensator stecken ja auch bis zu 350 Joule.




Die Widerstaende sollen nur dafuer sorgen, dass sich im Sperrfall die
Spannung verteilt. Da fliesst kein Strom und bei 50Hz sind
unterschiedliche Verzugszeiten auch nicht so schwerwiegend.


Wie kann ich das ganze etwas sicherer gestalten? Ich habe mal von Dioden
gelesen, die sich bei Überschreitung der Sperrspannung wie eine Z-Diode
verhalten und eben nicht niederohmig werden (auf SiC Basis?).




Viel zu High-Tech. SiC ist derzeit noch Boutique-Ware.


Habt ihr Tips für mich? Ich möchte gerne ein Feuerwerk vermeiden. Kennt
jemand evt auch eine Bezugsquelle für HV Sicherungen (ich meine jetzt
nicht umbedingt HH im mehrstelligen A Bereich sondern etwas größere
Feinsicherungen, wie sie z.M in Mikrowellen verbaut weden.)




Ich habe das etliche Male gemacht, z.B. dickes 5kV Netzteil, dann in
unserer Mikrowelle, nachdem sich deren Gleichrichter in Wohlgefallen
aufgeloest hatte. Habe mir die maximalen Leckstroeme im Datenblatt
angesehen, 470K reichten in meinen Faellen zum Verteilen. Also eine
Rolle 470K/2Watt besorgt. Lief problemlos, bei der Mikrowelle z.B. 20
Jahre. Die haben zwar auch HV Dioden drin, aber recht knapp dimensioniert.

Hint: Wenn Du einen KW-Empfaenger dabei betreibst, muessen auch noch
kleine spannungsfeste Kondensatoren ueber die Dioden, sonst kann es
brummeln.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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