Probleme mit Glimmerscheiben

04/01/2009 - 21:04 von Robert Obermayer | Report spam
Hallo,

bin ich der einzige, der nicht insignifikante Probleme mit
Glimmer-Isoscheiben bei Transistoren hat?
Konkret sind es TO218 Gehàuse mit entsprechender Glimmerscheibe und
Isobuchse mit einer M3-Schraube auf einen großen Kühlkörper geschraubt.
Es können kurzzeitig max. 300V zwischen Transistor und Kühlkörper
auftreten (ein S20K275 sollte weiteres verhindern, üblicherweise liegt
aber kaum Spannung an), wenn es einmal durchgeschlagen hat sind aber
einige A verfügbar.

Nun habe ich damit das Problem, dass im Abstanbd von einigen Monaten
jetzt der die dritte Scheibe durchgeschlagen ist.Jedesmal eine andere
(von 16 Transistoren), aber jedes mal am Befestigungsloch.Die Isobuchse
war dabei immer ziemlich verkohlt und die 8A-Sicherung auf der
Reglerplatine durchgebrannt, es floss also einiger Strom über den
gezündeten Lichtbogen.Auch erkennbar an deutlichen Kratern in Kühlkörper
und Transistor (der elektrisch noch ok ist).
Die Bohrungen am Küphlkörper sind sauber angesenkt und entgratet und es
sind keine Unebenheiten zu finden.

Was mach ich da konkret falsch?

Da das Problem anscheinend um das Befestigungsloch rum besteht werden
andere Isolierscheiben kaum etwas bringen?
Ist es sinnvoll, die Transistoren über ein Flachprofil (z.b. 25*5) aus
Stahl auf den Kühler zu pressen, ohne deren Befestigungsloch zu
verwenden, so dass eine ungelochte Isoscheibe benutzt werden kann, oder
spricht etwas dagegen, den Andruck über das Kunststoffteil auszuüben?

Gruss, Robert
 

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#1 Alexander Dörr
04/01/2009 - 21:45 | Warnen spam
Robert Obermayer schrieb:
Hallo,

bin ich der einzige, der nicht insignifikante Probleme mit
Glimmer-Isoscheiben bei Transistoren hat?
Konkret sind es TO218 Gehàuse mit entsprechender Glimmerscheibe und
Isobuchse mit einer M3-Schraube auf einen großen Kühlkörper geschraubt.
Es können kurzzeitig max. 300V zwischen Transistor und Kühlkörper
auftreten (ein S20K275 sollte weiteres verhindern, üblicherweise liegt
aber kaum Spannung an), wenn es einmal durchgeschlagen hat sind aber
einige A verfügbar.

Nun habe ich damit das Problem, dass im Abstanbd von einigen Monaten
jetzt der die dritte Scheibe durchgeschlagen ist.Jedesmal eine andere
(von 16 Transistoren), aber jedes mal am Befestigungsloch.Die Isobuchse
war dabei immer ziemlich verkohlt und die 8A-Sicherung auf der
Reglerplatine durchgebrannt, es floss also einiger Strom über den
gezündeten Lichtbogen.Auch erkennbar an deutlichen Kratern in Kühlkörper
und Transistor (der elektrisch noch ok ist).
Die Bohrungen am Küphlkörper sind sauber angesenkt und entgratet und es
sind keine Unebenheiten zu finden.

Was mach ich da konkret falsch?



die Kriechstrecke ist zu gering.

Da das Problem anscheinend um das Befestigungsloch rum besteht werden
andere Isolierscheiben kaum etwas bringen?
Ist es sinnvoll, die Transistoren über ein Flachprofil (z.b. 25*5) aus
Stahl auf den Kühler zu pressen, ohne deren Befestigungsloch zu
verwenden, so dass eine ungelochte Isoscheibe benutzt werden kann, oder
spricht etwas dagegen, den Andruck über das Kunststoffteil auszuüben?



Bei einem Geràt von mir liegen dauerhaft 600V zwischen Transistor und
Kühlkörper an. Ich habe selbstklebende Silikonfolie genommen und die
Transistoren mit speziellen isolierten Andruckklötzchen (Bürklin 60B454)
montiert. Das funktioniert einwandfrei und hàlt auch 2kV Prüfspannung
ohne Probleme aus.

Gruß,
Alexander

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