Programmstart, Zugriffsrechte und Gruppen - ich steige da irgendwie nicht durch...

22/09/2009 - 19:02 von Edzard Egberts | Report spam
Hallo,

ich hacke hier als Linux-Umsteiger so vor mich hin und schaffe es
irgendwie nicht, selbst installierte Programme unter Fedora 11 so
einzurichten, dass die mit dem aktuellen User vernünftig starten. Ich
kriege die zwar alle irgendwie gestartet, aber mit erheblicher Tipperei
und möchte mir lieber GNOME-Starter anlegen.

Folgende Beispiele:

Für den qemu-kvm habe ich einen Starter, der mir Windows-XP mit "sudo
qemu-kvm -hda /home/ed/win_xp.img" aufruft, wobei der Starter auf
"Anwendung im Terminal" eingestellt ist. Wenn ich also meine XP-Box
aufrufe, hàngt immer ein Terminal irgendwo herum, dass ich eigentlich
nicht brauche (nur um das sudo-Passwort einzugeben). Wie werde ich das
Terminal los?

Dann habe ich eine Wine-Anwendung, die auf die Serielle Schnittstelle
zugreifen soll. Ich habe den user schon der Gruppe "dialup" hinzugefügt,
aber der Aufruf als user funktioniert trotzdem nicht, erst nach "su -",
Anmeldung als Root und nachfolgendem Aufruf klappt das. In dem Fall
findet aber das Programm die Verzeichnisse nicht. Beim Aufruf als User
mit Wine oder über das Wine-File wird das Programm korrekt mit allen
Dateien aufgerufen, aber der Zugriff auf die Serielle Schnittstelle
funktioniert nicht mehr.

Ich denke, dass ich da eine relativ einfache Sache grundsàtzlich nicht
kapiere und weiß nicht so recht, wo ich da anfangen soll.
Benutzerverwaltung und SELinux Context - ich vermute, dass ich das
irgenwie anders zuordnen muss, aber wie? Hat da jemand Literaturtipps,
oder einen Hinweis, wo es bei mir hàngt?

Dann habe ich noch eine Frage zu Umgebungsvariablen. Ich möchte den
Eintrag "env WINEPREFIX="/home/ed/.wine" fest eintragen, so dass der
nicht mehr vor dem Wine-Aufruf eingegeben werden muss. In welche Datei
muss ich das bei Fedora eintragen? Ich habe zwar schon Hinweise zu Suse
und Ubuntu gefunden, aber auf meinem System sind die angegebenen Dateien
nicht vorhanden.

Danke,

Ed
 

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#1 Jan Kandziora
22/09/2009 - 19:55 | Warnen spam
Edzard Egberts schrieb:

Für den qemu-kvm habe ich einen Starter, der mir Windows-XP mit "sudo
qemu-kvm -hda /home/ed/win_xp.img" aufruft, wobei der Starter auf
"Anwendung im Terminal" eingestellt ist. Wenn ich also meine XP-Box
aufrufe, hàngt immer ein Terminal irgendwo herum, dass ich eigentlich
nicht brauche (nur um das sudo-Passwort einzugeben). Wie werde ich das
Terminal los?



So gar nicht. Sudo benötigt ein Terminal, denn von dort liest es die
Tastatureingabe. Du kannst stattdessen "xsu" "xsu2" oder "gksu" einsetzen.


Dann habe ich eine Wine-Anwendung, die auf die Serielle Schnittstelle
zugreifen soll. Ich habe den user schon der Gruppe "dialup" hinzugefügt,



Die seriellen Schnittstellen sind /dev/ttyS... Guck nach, wer da der
Besitzer ist und wie die Rechte sind.

$ ls -l /dev/ttyS*



Dann habe ich noch eine Frage zu Umgebungsvariablen. Ich möchte den
Eintrag "env WINEPREFIX="/home/ed/.wine" fest eintragen, so dass der
nicht mehr vor dem Wine-Aufruf eingegeben werden muss. In welche Datei
muss ich das bei Fedora eintragen? Ich habe zwar schon Hinweise zu Suse
und Ubuntu gefunden, aber auf meinem System sind die angegebenen Dateien
nicht vorhanden.



Dann leg sie an. Wenn eine Einstellungsdatei nicht da ist heißt das, dass
das Programm die Defaulteinstellungen nimmt. Für deinen Zweck wàren
geeignete Orte ~/.profile oder ~/.bashrc (von root). Dort muss dann
folgendes rein:

export WINEPREFIX="/home/ed/.wine"

Wobei das sowieso nur sinnvoll ist, wenn du wine als root mit den
Einstellungen von ed laufen lassen willst. Startest du wine als ed, nimmt
er ohnehin /home/ed/.wine .


Mit freundlichem Gruß

Jan

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