PT100 Verstärker

03/03/2015 - 15:55 von Holger Schieferdecker | Report spam
Hallo,

eine Anlage hier im Institut hat eingebaute Thermistoren (10k) und auch
PT100 zur Temperaturüberwachung. Nun hat mich der Kollege um Rat
gefragt, wie er deren Widerstand mit einer ADC-Karte ermitteln kann.
Deren Auflösung ist wahrscheinlich ca. 5mV/Count. Daß das ganze
nichtlinear ist, ist klar. Es kommt auch nicht so auf die absolute
Temperatur an, aber kleine Änderungen im Bereich 1/10 Grad oder besser
sollten meßbar sein. Der relevante Temperaturbereich ist vermutlich -10
bis +10 °C.

Thermistor:
Hier würde ich einfach einen INA330 nehmen und ggf. den Offset passend
einstellen.

PT100:
Da der INA330 laut Datenblatt mindestens 2k als Thermowiederstand und
Referenz benötigt, dachte ich an ein àhnliches Konzept, aber diskret
aufgebaut, mit Konstantstromreferenz und Instrumentenverstàrker.

Konstanstromreferenz REF200: Eine Quelle fließt weiter durch den PT100,
die zweite durch einen 100 Ohm Referenzwiderstand. Das "untere" Ende der
Widerstànde ist verbunden und geht über einen 12k-Widerstand auf GND,
zur Anhebung des Spannungslevels an den Eingàgen des Verstàrkers. Die
oberen Enden von PT100 und 100 Ohm gehen auf die Eingànge eines INA333
Instrumentenverstàrkers. Bei einem Gain von ca. 2000 hàtte ich ca. 25 mV
am Ausgang bei einer Widerstandsdifferenz von 0,1 Ohm.

Wàre das Konzept so denkbar, oder spricht was fundamentales dagegen?

Vielen Dank für Anregungen
Holger
 

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#1 Joerg
03/03/2015 - 17:01 | Warnen spam
On 2015-03-03 6:55 AM, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

eine Anlage hier im Institut hat eingebaute Thermistoren (10k) und auch
PT100 zur Temperaturüberwachung. Nun hat mich der Kollege um Rat
gefragt, wie er deren Widerstand mit einer ADC-Karte ermitteln kann.
Deren Auflösung ist wahrscheinlich ca. 5mV/Count. Daß das ganze
nichtlinear ist, ist klar. Es kommt auch nicht so auf die absolute
Temperatur an, aber kleine Änderungen im Bereich 1/10 Grad oder besser
sollten meßbar sein. Der relevante Temperaturbereich ist vermutlich -10
bis +10 °C.

Thermistor:
Hier würde ich einfach einen INA330 nehmen und ggf. den Offset passend
einstellen.

PT100:
Da der INA330 laut Datenblatt mindestens 2k als Thermowiederstand und
Referenz benötigt, dachte ich an ein àhnliches Konzept, aber diskret
aufgebaut, mit Konstantstromreferenz und Instrumentenverstàrker.

Konstanstromreferenz REF200: Eine Quelle fließt weiter durch den PT100,
die zweite durch einen 100 Ohm Referenzwiderstand. Das "untere" Ende der
Widerstànde ist verbunden und geht über einen 12k-Widerstand auf GND,
zur Anhebung des Spannungslevels an den Eingàgen des Verstàrkers. Die
oberen Enden von PT100 und 100 Ohm gehen auf die Eingànge eines INA333
Instrumentenverstàrkers. Bei einem Gain von ca. 2000 hàtte ich ca. 25 mV
am Ausgang bei einer Widerstandsdifferenz von 0,1 Ohm.

Wàre das Konzept so denkbar, oder spricht was fundamentales dagegen?




Sehe ich nichts, nur ist das eine teure Materialschlacht fuer einen
einfachen PT100, wo es fast nur auf Wertveraenderungen ankommt.

Hint: Ich kenne die RFI Filter im INA333 nicht, da ich teure
Instrumentenverstaerker nie verwendet habe. Ferrit-Filter von Murata
oder so, die den Handy-Bereich abdecken, sind immer gut. Besonders in
Gegenden wie Eurer, wo alles GSM Standard ist. Sonst koennen sich Reste
der HF an den BE-Strecken des ersten Transistorpaars gleichrichten. Zum
Test ein Handy ausschalten, neben die Schaltung halten, und dann wieder
einschalten.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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