Pulsaudio-Streaming mit Raspberry Pi

07/09/2014 - 10:36 von Gernot Pr3nster | Report spam
Hallo,

hat es irgend jemand von Euch geschafft, von einem Linux-PC mit
Pulsaudio Musik zu einem Raspberry Pi zu streamen?

Bei stottert die Verbindung.

Es gibt im Netz eine Fülle von Lösungsvorschlàgen, bei mir hat bis jetzt
nichts geholfen. Bevor ich noch mehr Zeit investiere, würde mich
interessieren, ob das überhaupt bei irgend jemandem geklappt hat.

Schöne Grüße,
Gernot.

xpost fup de.comp.audio
 

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#1 Marcel Mueller
07/09/2014 - 11:49 | Warnen spam
On 07.09.14 10.36, Gernot Pr3nster wrote:
hat es irgend jemand von Euch geschafft, von einem Linux-PC mit
Pulsaudio Musik zu einem Raspberry Pi zu streamen?

Bei stottert die Verbindung.



Bei mir auch. Vor allem bei höheren Bitraten (also z.B. 24/96 mit
Wolfson Pi).

Das Problem scheint mir, dass Pulseaudio fast immer resampelt oder
zumindest mehrfach das Format konvertiert. Das geht zum Teil auch nicht
anders, wenn man z.B. zwei Internetradiosender gleichzeitig abspielen
möchte und der eine mit 44,107 kHz streamt und der andere mit 44,099.
Und wenn dann der Raspi intern noch mit 44,15 kHz abspielt ist es
endgültig aus. Das würde nach kurzer Zeit zu Problemen führen.

Dummerweise findet das alles auf der ARM-CPU statt, und der Algorithmus
von PA ist auch nicht der schlechteste. Kurzum, der erzeugt ganz schön
Last. Und da der Raspi unter Last etwas Schwierigkeiten mit der
Echtzeitfàhigkeit hat, stottert es dann halt, weil die USB-Schnittstelle
nicht mehr zeitnah genug bedient wird. Die braucht es mindestens mal für
das Netzwerk-Interface. Falls Du eine USB Soundkarte hast, auch für diese.

Es gibt im Netz eine Fülle von Lösungsvorschlàgen, bei mir hat bis jetzt
nichts geholfen. Bevor ich noch mehr Zeit investiere, würde mich
interessieren, ob das überhaupt bei irgend jemandem geklappt hat.



Ich habe mich ehrlich gesagt im Moment nicht mehr darum gekümmert. Der
PA-Code für den Raspi scheint ziemlich ineffizient zu sein.
Wahrscheinlich werden die Daten auch noch mehrfach zu anderen
Treibermodellen herumgereicht, bis sie endlich einer abspielt. Und des
weiteren wird mutmaßlich munter zwischen 16 Bit integer, Flotingpoint
und wieder Integer hin und her konvertiert. Das ist auf so einer lahme
CPU halt nicht umsonst.

PA ist für aktuelle PC-Hardware ausgelegt, die massig Ressourcen bietet.
Da kommt es nicht auf Taktzyklen zàhlen an. Für den Raspi müsste sich
mutmaßlich mal jemand die Mühe machen, die wesentlichen Pulse-Core
Datenverarbeitungsfunktionen auf der GPU zu programmieren. Also
Konvertierung, Skalierung (Lautstàrke) und natürlich Resampling. Die GPU
des Raspi macht das mit links.


Marcel

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