Pumpensteuerung

15/11/2009 - 19:19 von Carsten Kreft | Report spam
Hallo,
ich erstelle gerade eine Steuerung für zwei Hebepumpen, die gegen alle
möglichen Störungen resistent sein soll.
Vielleicht findet ihr eine Lücke, die ich noch berücksichtigen sollte.

Zwei Pumpen je 4kW, jeweils über eigenes Schütz, Motorschutzrelais und
eigenen Stromkreis versorgt. Beide Stromkreise werden bei Netzausfall über
einen Diesel versorgt (28kVA Generator, wurde kürzlich repariert, beim
Einschalten einer Pumpe muckt der kein bisschen, làuft dann nur etwas
satter).
Ich plane drei Schwimmerschalter, jeweils mit Wechslerkontakt:
- S1 unteres Niveau (eine Pumpe làuft)
- S2 oberes Niveau (zweite Pumpe làuft)
- S3 Alarmniveau (geht direkt auf eine Alarmanlage)

Ich schalte bei ansprechen von S1 immer wechselweise P1 / P2 an.
Bei oberem Niveau geht die jeweils andere Pumpe mit an. Die Pumpen sind aber
so konzipiert, dass auch nach langen Regenfàllen eine Pumpe alleine mit
einer ED <10% ausreicht.
Die Umschaltung "S1=P1 / S2=P2" und "S1=P2 / S2=P1" làuft über ein
Koppelrelais (so dass bei Fehlfunktion der Steuerung immer noch die Gewàhr
besteht, dass beide Pumpen wie gewohnt aktiv werden, nur halt nicht mehr im
Wechsel).
Die Schwimmer werden auf Plausibilitàt überwacht:
Wenn S2 vor S1 kommt, gibt es eine Warnung
Schließer und Öffner beider Schwimmer sind EXOR verknüpft, wenn nicht genau
einer dieser Kontakte high ist, gibt es eine Warnung.
Die Schütze werden auf Anzug geprüft (Schütz defekt?).
Natürlich werden die Motorschutzrelais überwacht, Auslösung eines Relais
führt dazu, dass auf jeden Fall die andere Pumpe schon bei S1 anspricht.
Zwei Netzüberwachungen (Phasenausfàlle werden sicher erkannt, auch bei
Rückspeisung über den Motor) zeigen Netzunterbrechungen an, hier wird (der
Diesel braucht ein paar Sekunden) aber erst nach 20s Alarm ausgelöst, bzw.
bei Netzausfall nur einer Einspeisung eine Warnung.
Die Steuerung wird eine LOGO TD werden, die über eine 24V Versorgung mit
Pufferakku gespeist wird.
Bei mehr als 1min Akkubetrieb geht die Anlage auf Alarm, ein Relais
überwacht die Steuerspannung und geht direkt auf die Alarmanlage.

Sonst noch was?
Ach ja.
Grund des Aufwands: Sollte der Keller voll laufen, dann sind nach etwa 200m³
Drainagewasser die Server im "Serverbunker" im Bunker in Gefahr. Beim
letzten vollstàndigen Ausfall der Steuerung war das nach 3 Tagen soweit
(aber da war noch kein Serverraum im Keller).

Ich denke, dass ich alles bedacht habe - der letzte Notnagel ist immer S3.
Wenn der anspricht, haben wir noch ca. 2 Tage Zeit, Strohhalme an die
Belegschaft zu verteilen.
Die Alarmanlage ist auf eine VDS Zentrale aufgeschaltet, die Leitung dahin
ist redundant (ISDN/GSM).
 

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#1 Uwe Hercksen
16/11/2009 - 14:15 | Warnen spam
Carsten Kreft schrieb:

Schließer und Öffner beider Schwimmer sind EXOR verknüpft, wenn nicht genau
einer dieser Kontakte high ist, gibt es eine Warnung.



Hallo,

diese Warnung kommt dann also immer kurz wenn ein Schwimmerschalter
gerade umschaltet.

Bye

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