Quantentheorie: Teil-Abschied von der Realität

28/10/2009 - 09:49 von FritzS | Report spam
Hallo,
wie seht Ihr dies
[zitat]
Quantentheorie: Teil-Abschied von der Realitàt
18.04.2007 | 20:41 | THOMAS KRAMAR (Die Presse)
Neue Experimente zeigen laut Anton Zeilinger, dass man sich von
„gewissen anschaulichen Eigenschaften der Wirklichkeit“ verabschieden
muss.

Zumindest eine der folgenden Feststellungen ist notwendigerweise
falsch: (1)Atomare Objekte existieren unabhàngig von menschlichen
Beobachtungen. (2)Der Raum bewirkt eine effektive Trennung von
Objekten. (3)Die Quantenmechanik ist richtig.“

So fasste der italienische Physiker Franco Selleri in seinem Klassiker
„Die Debatte um die Quantentheorie“ (1983) das Trilemma, in dem sich
die Physik im Grunde seit 1935 befindet. Damals veröffentlichte Albert
Einstein gemeinsam mit Boris Podolsky und Nathan Rosen in Physical
Review (47, S.777) eine Arbeit mit einer Frage als Titel: „Can
quantum-mechanical description of physical reality be considered
complete?“
[/zitat]
.. dann weiter unten im Text ...
[zitat]
Einsteins „verborgene Variable“
Einstein glaubte fest an eine Antwort auf diese Frage: Nein. Er hielt
die Quantenmechanik – deren Entwicklung er selbst mit seiner
Beschreibung des photoelektrischen Effekts angetrieben hatte – für
unvollstàndig, glaubte an „verborgene Variablen“, die u.a. die
Herrschaft der Kausalitàt wieder restaurieren können, im Sinne eines
„realistischen“ Weltbildes, in dem der obige Satz (1) gilt. Aber auch
Satz (2), also die Lokalitàt, die ja auch das Gebot der speziellen
Relativitàtstheorie erfüllt, dass nichts schneller sein darf als das
Licht. „Ich kann nicht ernsthaft an die Quantentheorie glauben“,
schrieb Einstein, „weil sie mit dem Grundsatz unvereinbar ist, dass
die Physik eine Wirklichkeit in Zeit und Raum darstellen soll, ohne
spukhafte Fernwirkungen.“

Doch die Quantentheorie behielt Recht. Die „spukhaften Fernwirkungen“
sind heute als „Verschrànkung“ wohl gelitten und in vielen
Experimenten nachgewiesen. Die Annahme des „lokalen Realismus“ – in
Selleris Formulierung: dass (1) und (2) gelten – hat sich als
unhaltbar erwiesen. Man kann z.B. zwei miteinander verschrànkten
Photonen nicht voneinander unabhàngige physikalische Eigenschaften
zuschreiben. Die berühmten Ungleichungen, als die John Bell die
Annahme des „lokalen Realismus“ ausgedrückt hat, werden verletzt: Die
Korrelation zwischen den verschrànkten Teilchen ist größer, als die
Ungleichungen erlauben.
[/zitat]

Den Vollstàndigen Beitrag unter
<http://diepresse.com/home/techscien...int.do>
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fup2 de.sci.physik
Fritz
 

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#1 Gregor Scholten
28/10/2009 - 12:49 | Warnen spam
On 28 Okt., 09:49, FritzS wrote:
Zumindest eine der folgenden Feststellungen ist notwendigerweise
falsch: (1)Atomare Objekte existieren unabhàngig von menschlichen
Beobachtungen. (2)Der Raum bewirkt eine effektive Trennung von
Objekten. (3)Die Quantenmechanik ist richtig.“



ich folge Bohm und Capra und nehme Feststellung (2). Aus der QT folgt,
dass auch ràumlich weit entfernte Objekte in gewisser Hinsicht eng
benachbart sind.

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