RAM und Badewanneneffekt

29/12/2015 - 12:50 von Franz Heilmeier | Report spam
Hallo,
ich bin schon lànger aus der Elektronik-Materie draußen, kann
mich aber erinnern, dass es den sogenannten "Badewanneneffekt" gibt.

Es kam gerade bei einer Diskussion mit Freunden die Frage auf,
wie es möglich ist, einen Computerspeicher zu bauen mit sagen wir
mal 4 GB. Das entspricht doch einigen Milliarden Transistoren.
Theoretisch müsste doch ein Teil davon laufend defekt werden.
Beim RAM des PCs dürfte es aber doch genügen, wenn nur ein
einziger Transistor dieser milliarden ausfàllt, um den PC zum
Absturz zu bringen.
Wo ist hier der Denkfehler?

Grüße,
Franz
 

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#1 Kay Martinen
29/12/2015 - 15:58 | Warnen spam
Am 29.12.2015 um 12:50 schrieb Franz Heilmeier:
Hallo,
ich bin schon lànger aus der Elektronik-Materie draußen, kann
mich aber erinnern, dass es den sogenannten "Badewanneneffekt" gibt.

Es kam gerade bei einer Diskussion mit Freunden die Frage auf,
wie es möglich ist, einen Computerspeicher zu bauen mit sagen wir
mal 4 GB. Das entspricht doch einigen Milliarden Transistoren.
Theoretisch müsste doch ein Teil davon laufend defekt werden.
Beim RAM des PCs dürfte es aber doch genügen, wenn nur ein
einziger Transistor dieser milliarden ausfàllt, um den PC zum
Absturz zu bringen.
Wo ist hier der Denkfehler?



In der Anwendbarkeit o. Relevanz würde ich meinen. So wie ich
https://de.wikipedia.org/wiki/Ausfa...nneneffekt lese
kann es im Kontext Elektronik und Speicher bei euch nur um
Altersbedingte Anstiege der Fehler gehen.

Die "Frühe" Fehler-Hàufung sollte bereits der Hersteller durch
Qualitàtssicherung u,a. in den Griff bekommen haben.

Wenn der Speicher/Chip also zu euch kommt ist der "Boden der Wanne"
bereits erreicht.

Und die Lebensdauer des Bau-teils/-Gruppe bemisst sich dann eben bis zum
ersten Ernsten Ausfall. Entsprechend dem erneuten Ansteigen Der
Badewannen-Kurve durch Alterung.

Wikipedia kennt den Begriff übrigens noch in 1-2 anderen Kontexten. Die
könnte man; anders gelesen; auf den Falschen Kontext anwenden. Was den
Denkfehler erklàren könnte.

N.B. Da üblicher Speicher aus DRAM-Zellen besteht, sind es nicht
wirklich die Transistoren die da speichern. Es ist vielmehr ein
mini-Kondensator. Die Transistoren sind für die "Logik" drumherum, zum
umschalten, speichern, auslesen, auffrischen.

Soll nicht heißen das die nicht ausfallen können. Aber Kapazitàten
bekommt man auf einem Chip-Die m.E. deutlich leichter hin als ordentlich
sperrende Transistoren. :-)

Was Defekte angeht, denke auch an Parity-Bits (erkennung von
einzel-bitfehlern) und ECC-RAM (erkennung von doppel-bitfehlern)

Da müssten also schon mindestens 1-2 Bits IN EINER Speicheradresse
defekt werden bis der PC ein problem bekommt.

Da wird es vermutlich hàufiger passieren das Kosmische Strahlung ein
paar bits auf einmal kippt und der PC deshalb aussteigt. Und nach dem
Reboot wieder ordentlich arbeitet.

Kay
https://www.linuxcounter.net/cert/224140.png

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