Rant: Hat Apple die Entwicklung eingestellt?

22/11/2011 - 21:57 von a.joensson | Report spam
Moin,

Apples Software fàngt an, mich genauso zu nerven wie die, von der ich
vor Jahren umgesteigen bin. Beispiele.

- Safari (1): Seit einer halben Ewigkeit (2008? Oder schon lànger?) ist
bekannt, dass Safari Cookies nimmt, auch wenn man das in den
Einstellungen mit "Cookies blockieren: Immer" prinzipiell untersagt. Es
bleibt eigentlich nur das dauernde "Zurücksetzen" oder irgendwelches
Gezampel auf dem CLI, um Ordner zu sperren.

- Safari (2): Nach dem Aufruf von <https://www.gmx.net/> mit Safari kann
ich in der Regel erstmal Kaffee kochen gehen. Wenn die erste Tasse
fertig ist, ist die Seite schon fast fertig geladen. Nicht, dass obige
Seite nun das Maß der Dinge wàre, aber seit Jahren ist Safari in Sachen
JavaScript einfach nur krank. Ich nutze zunehmend Firefox.

- Safari (3): In unregelmàßigen Abstànden - anscheinend, sobald ich in
den Lesezeichen rumfuhrwerke - zaubert Safari Bookmarks wieder hervor,
die ich schon vor über einem Jahr auf dem Vorgàngerrechner gelöscht
hatte. (Exkurs: Das ist andererseits ein erster Erklàrungsansatz, warum
der Verfassungsschutz komischerweise frühere Aktivitàten von früher mal
observierten und dann "unauffàllig" gewordenen Personen kennt, deren
Akten sie - dem Gesetz entsprechend - doch Jahre vorher löschen mussten,
siehe <http://www.tagesschau.de/inland/ter...2.html>:
Ist ihnen jetzt erst aufgefallen, dass sie Time Machine nutzen?)

- iTunes (1): Bei <http://blog.fefe.de/?ts=b034a44f> las ich, dass
iTunes neuerdings als Eingangstür für Überwachungssoftware diene (man
folge dem Link dort zum Wall Street Journal). Die daraufhin von Apple
gefixte Lücke, die Man-in-the-middle-Attacken ermöglicht, war allerdings
erst seit 2008 bekannt.

- iTunes (2): Seit ich den mit 28 MB erstaunlich schmalen Update auf
iTunes 10.5.1 installiert habe, der die oben erwàhnte Lücke wohl
schließen soll, nervt das Programm mit der penetranten, wiederkehrenden
und nicht abschaltbaren Aufforderung zur Eingabe meines Passwortes zum
Account, "um dieses Geràt für automatische Downloads zu verwenden". Wenn
ich eines prinzipiell, immer und bei jedem Programm deaktiviere, dann
sind das "automatische Downloads" und "automatische Updates".

Sind nur Beispiele. Die Liste ließe sich im Hardware-Bereich noch um
einiges verlàngern, wobei ich außer den Rechnern zum Glück nie was
genutzt habe und - dank der Software-Schwàchen - jetzt wohl auch von den
Rechnern abrücke:

- iPods, die nach x Jahren wegen defekten Batterien ausgetauscht werden;
- iPhones, deren Antennen nicht funken, wenn man sie "falsch" hàlt,
dafür aber der permanenten Positionsüberwachung des Nutzers dienen;
- neue Monitor- und andere Anschlüsse in fast jeder Generation mit einem
Materialwert von 0,50 EUR zum Preis von ca. 25 EUR ...

Ich hab die Software lange bevorzugt, weil ich Konfigurations-Orgien wie
bei Windows und Linux nicht mag. Aber langsam scheint mir die Marke samt
Software an ihrem Erfolg unterzugehen. Haben sie sàmtliche Programmierer
zum Umschaufeln der ihnen nachgeworfenen Kohle abgeordnet? Und die
Nutzer? Beschweren sich beim CCC, dass deren GUI zum Staatstrojaner
nicht den Apple-Richtlinien entspreche. Ich hab sofort an einen hiesigen
Ex-Regular gedacht, an den sich bestimmt viele gern wegen seiner
"Unbeugsamkeit" in Sachen "Apple Human Interface Guideline" erinnern.

Grüße

E-Mails an die "from"-Adresse werden ungelesen geloescht.
Fuer PM den gleichen Empfaengernamen bei gmx dot net benutzen.
 

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#1 Stefan Krieg
22/11/2011 - 23:03 | Warnen spam
Hallo Axel,

Am 22.11.11 21:57, schrieb Axel Joensson:

- Safari (2): Nach dem Aufruf von<https://www.gmx.net/> mit Safari kann
ich in der Regel erstmal Kaffee kochen gehen. Wenn die erste Tasse
fertig ist, ist die Seite schon fast fertig geladen.



Gerade ausprobiert. Ladezeit der *vollstàndigen* Seite unter hiesigem aktuellen
Safari: 1 sec.
Ich würde das Problem daher bei Dir möglicherweise eher auf Provider-Seite
suchen (ich hatte das vor einiger Zeit mal mit heise.de; über Kabeldeutschland
war deren Seite über Wochen nicht benutzbar zu erreichen).

- iPods, die nach x Jahren wegen defekten Batterien ausgetauscht werden;



Da wunderte ich mich nur, daß sie die alten Dinger überhaupt noch in
ausreichender Stückzahl vorràtig hatten...

gruß aus berlin
der stef

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