Rb-Normal - heizen oder kuehlen?

31/05/2013 - 20:28 von news06 | Report spam
Werte Gruppe,

einige hier haben ja auch so ein Rb-Normal aus China (FE-5680A).
Nachdem ich mir HF und RS232 rausgefuehrt habe, stellt sich die
Frage nach einem Gehaeuse.
Die Dinger werden ja nunmal recht warm. Im Netz finden sich zwei
Lager: Die einen meinen, die Waerme abfuehren zu muessen, damit
nix ueberhitzt und die Elektronik geschont wird, und die anderen
sehen eine Waermeabfuhr als Bloedsinn an, weil das Ding ja nur
mehr heizen muss.

Nun ist mein begrenztes Verstaendnis der Physik da drin so, dass
eine Mindesttemperatur erreicht sein muss, damit das Rb verdampft,
und diese wird dann gehalten. Wenn ich jetzt kuehle, heizt
das Ding also nach. Nur die Elektronik wuerde profitieren, falls
ich es schaffe, das ganze Ding nennenswert kaelter zu kriegen.

Im Moment neige ich dazu, ein Halbschalengehaeuse aus recht dickem
Alublech zu nehmen, das rundum ein bis drei cm groesser ist als
die Blechbuechse, und im Zweifelsfall meine Teekanne draufzustellen.

Oder gibt es Gruende, es anders zu machen? Welche Argumente sind
besser/korrekt?

Danke & Gruesse,
Michael
 

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#1 Günther Dietrich
31/05/2013 - 22:28 | Warnen spam
(Michael Hoereth) wrote:

einige hier haben ja auch so ein Rb-Normal aus China (FE-5680A).



[...]

Die Dinger werden ja nunmal recht warm. Im Netz finden sich zwei
Lager: Die einen meinen, die Waerme abfuehren zu muessen, damit
nix ueberhitzt und die Elektronik geschont wird,



Das sehe ich auch so.


und die anderen
sehen eine Waermeabfuhr als Bloedsinn an, weil das Ding ja nur
mehr heizen muss.

Nun ist mein begrenztes Verstaendnis der Physik da drin so, dass
eine Mindesttemperatur erreicht sein muss, damit das Rb verdampft,
und diese wird dann gehalten. Wenn ich jetzt kuehle, heizt
das Ding also nach.



Es ist nicht das gesamte Ding mit Rubidium gefüllt, das auf die
Siedetemperatur erhitzt werden müsste. Wenn dem so wàre, dann wàre es
auch _in Maßen_ sinnvoll, nicht allzuviel Wàrme abzuführen. Im
Verhàltnis zu den benötigten ca. 690 °C wàre es aber auch schon fast
egal, ob das Gehàuse nun 10 °C, 20 °C oder 30 °C hat.

Aber nein, es ist sogar nur sehr wenig Rubidium drin, und das steckt in
einem _keinen_ Ofen. Und dieser Ofen dürfte thermisch ganz gut zum Rest
des Moduls isoliert sein, damit zum Erhitzen auf ca. 690 °C nicht
übermàßig viel Strom benötigt wird.


Nur die Elektronik wuerde profitieren, falls
ich es schaffe, das ganze Ding nennenswert kaelter zu kriegen.



Die Elektronik wird Dir das ganz sicher mit làngerem Dienst vergelten.


Im Moment neige ich dazu, ein Halbschalengehaeuse aus recht dickem
Alublech zu nehmen, das rundum ein bis drei cm groesser ist als
die Blechbuechse, und im Zweifelsfall meine Teekanne draufzustellen.



Mach genügend große Löcher rein, damit der Luftdurchsatz gut ist. Und
platziere sie so, dass Dir die Teekanne die Durchlüftung nicht versaut.


Oder gibt es Gruende, es anders zu machen? Welche Argumente sind
besser/korrekt?



Der Ofen in dem Rb-Normal wird aufgrund seiner Isolierung nicht viel
davon mitbekommen, ob darum herum zehn Kelvin mehr oder weniger
herrschen. Das wird sich auf den Stromverbrauch nicht nennenswert
auswirken. Auf die Lebensdauer der Heizung weden sich einige Kelvin mehr
oder weniger der Umgebungstemperatur auch nicht groß auswirken, denn sie
muss auf jeden Fall auf ca. 690 °C heizen, um stets etwas Rubidium zu
verdampfen. Diese hohe Temperatur herrscht demnach so oder so, wirkt
sich nicht auf die Lebensdauer aus.
Auf die Lebensdauer der Elektronik wirken sich zehn Kelvin mehr oder
weniger allerdings ganz massiv aus. Es heißt, das zehn Kelvin mehr die
Lebensdauer etwa halbieren.

Mein Rat: Ordentlich entwàrmen.



Grüße,

Günther

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