Re: Japan

17/03/2011 - 14:44 von Klaus Holtermann | Report spam
Hallo,

hier in der niederrheinischen Bucht sind Erdbeben nicht ganz so
ungewöhnlich. Ich habe schon mindestens drei davon erleben "dürfen". Stàrke
6,2 war, glaube ich, das letzte, wobei das Epizentrum nur wenige Kilometer
entfernt war. Mangels Wasser war ein Tsunami aber hier glücklicherweise
nicht möglich.

Aber hier wackelte der Boden eher waagerecht, da gab es außer einigen
Büchern, die aus dem Regal gefallen sind, kaum Schàden - in Japan waren es
wohl eher die senkrechten Stöße, die das Chaos und den Tsunami verursacht
haben.



Alle gesetzten Grenzwerte, die Annahmen über die Naturgewalten machen,
sind von der Natur leicht zu übertreffen.



Da hast Du so was von recht !!!


In der direkten Nàhe der belgischen und französischen Kernkraftwerke habe
ich auch kein so gutes Gefühl, aber hier wohne ich halt.

Prinzip Hoffnung - ich hoffe, es geht noch lange gut ;-)))


Viele Grüße
Klaus


Holtermann Elektronik
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#1 Kai-Martin Knaak
17/03/2011 - 15:45 | Warnen spam
Klaus Holtermann wrote:

Aber hier wackelte der Boden eher waagerecht, da gab es au�er einigen
B�chern, die aus dem Regal gefallen sind, kaum Sch�den - in Japan waren es
wohl eher die senkrechten St��e, die das Chaos und den Tsunami verursacht
haben.



Ja, das ist etwas, was in der Angabe nach Richterskala fehlt. Außerdem
ist es von den Umstànden abhàngig. An Land haben waagerechte Scherungen
die schlimmsten Folgen. Hàuser klappen buchstàblich zusammen. Als Seebeben
sind die Scherungen dagegen nahezu folgenlos. Wenn sich aber ein paar
hundert Quadratkilometer Meeresboden sich ruckartig vertikal bewegen,
dann ist das das Ideal Rezept zur Erzeugung einer Tsunami-Welle.

Dieser Unterschied erklàrt auch, warum in Japan die Tsunamis so viel
hàufiger sind als in Kalifornien. Vor Japan gibt es eine aktive
Subduktionszone, wo der Meeresboden nach unten gedrückt wird.
In Kalifornien gleitet dagegen die Pazifische Platte beim Andreasgraben
am amerikanischen Kontinent vorbei. Wenn es dabei hakt und ruckelt,
ergeben sich bevorzugt horizontale Beben. Fazit: Tendenziell sind
Hochhàuser in Los Angeles stàrker gefàhrdet als in Tokio. Dafür muss
man an der Küste Kaliforniens weniger Angst vor plötzlichen Flutwellen
haben.

<)kaimartin(>
Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
Universitàt Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211
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