Re: Telering: Zwang zu elektronischer Rechnung

28/10/2007 - 23:34 von Andreas Knipp | Report spam
"Hans Huber" <huberh@gmx.net> writes:

"Klaus Kleinhuber" schrieb


Weiters wàre interessant zu wissen in welcher Art diese elektronische
Rechnung kommt.



http://rechnung.telering.at/ liefert schon seit ein paar Monaten auch das
PDF - so wie man es per Post bekommt.



Vorsteuerabzugsberechtigt sind bis 31/12/2007 gefaxte Rechnungen
(Toleranzerlass). Ab
2008 gehen die auch nicht mehr (mangels Signaturfàhigkeit).

Gemailte und ausgedruckte PDFs sind NICHT vorsteuerabzugsberechtigt.
Korrekterweise muss man
das PDF abspeichern (zb Ordner "Rechnungseingang" anlegen) und 7 Jahre
elektronisch abrufbar halten. Die Signatur sieht man nur am Schirm, diese
ist nicht ausdruckbar, ausser man macht eine Screenshot von der
Signatur. Selbst wenn man diesen Screenshot ausdruckt und hinter
dem PDF Auszug dazuklammert, ist das zu wenig. Daher Datei
unbedingt aufbewahren.



Nach dem Signaturgesetz korrekt digital signiert



aktuell sind die PDFs nicht signiert - gelten aber wohl auch derzeit nur
als
"Rechnungskopie" - oder gibts schon Kunden die keine Papierrechnung mehr
erhalten?


nur so würde sie von offiziellen Stellen anerkannt werden (oder bin
ich da nun falsch informiert?)



was sind "offizielle Stellen"?

Für den Vorsteuerabzug: müsste digital signiert sein



genau so ist es


Für die Arbeitnehmerveranlagung (Werbungskosten): hier reicht das
glaubhaft
machen, das kann man auch mit einer unsignierten Rechnung.



Nichtunternehmer ("Private"), Kleinunternehmer, Banken, Versicherungen und
Versicherungsmakler haben eh keine Vorsteuerabzug, daher
kann bei Nichteinhalten auch keiner gestrichen werden.


generell ist hier ohnehin eine Diskrepanz zwischen rechtlicher Vorgabe
(Theorie) und der praktischen Umsetzbarkeit. Denn ein nicht signiertes
PDF
könnte man in der Praxis selbst drucken und dem FA als Papierrechnung
vorlegen. Aber diese Diskussion hatten wir schon in a.g.r - über google
groups sicher leicht wiederzufinden.



Man muss nicht gescheit sein, es reicht gescheiter als sein Gegenüber zu
sein. Ihr
könnt aber sicher sein, dass bei einer Betriebsprüfung die Finanzer
einschlàgig sensibilisiert
sind und ein Ausdruck mit dem eigenen Farbdrucker, der nach dem Ausdruck
auf 1/3 A4
gefalten ist, um einen Snail-Mail Eingang im Kuvert zu simulieren, ein
bisserl billig ist.

Aus diesem Grund bleibe ich bei den Handyrechnungen bei den klassischen
Post-Rechnungen. Die befürchteten Zores mit einer Betriebsprüfung
sind mir die einmaligen 5 Euro Umstellungsboni (A1 und Tmobile, was die
anderen anbieten, weiss ich
nicht) nicht wert.




Andreas
 

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#1 Johann Mayerwieser
29/10/2007 - 00:28 | Warnen spam
"Andreas Knipp" wrote:


Gemailte und ausgedruckte PDFs sind NICHT vorsteuerabzugsberechtigt.



Nur nicht vorsteureabzugberechtigt oder kann ich diese Rechnungen
übernaupt nicht absetzen (also nicht in der Einnahmen-Ausgaben
Rechnung verwenden?


Man muss nicht gescheit sein, es reicht gescheiter als sein Gegenüber zu
sein. Ihr
könnt aber sicher sein, dass bei einer Betriebsprüfung die Finanzer
einschlàgig sensibilisiert
sind und ein Ausdruck mit dem eigenen Farbdrucker, der nach dem Ausdruck
auf 1/3 A4
gefalten ist, um einen Snail-Mail Eingang im Kuvert zu simulieren, ein
bisserl billig ist.



Es gibt genug Firmen, die die Rechnungen mit S/W-Laserdrucker
ausdrucken und versenden. Wie soll also der Prüfer erkennen, auf
welchem Laserdrucker die ausgedruckt wurden - da ja auch keine
Unterschrift oder Firmenstempel drauf sein muss?

Liebe Grüße
Hannes

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