Registry + Windows-Verzeichnis gründlich säubern

02/05/2008 - 11:46 von Robert Jasiek | Report spam
Unter Vista Ultimate 32b verwende ich ein Autostarttool und einen
Registry-Cleaner meines Vertrauens. Daneben habe ich ab und zu manuell
eine überflüssige Datei entsorgen können. Dennoch kann ich mich nicht
des Eindrucks erwehren, dass frühere Testinstallationen meistens Müll
zurücklassen, der noch nicht entsorgt ist (zB Dateitypeneintràge, die
ich vermutlich sonst nicht verwende). Habe ich eine Chance, die
Registry gründlicher zu sàubern, ohne Key für Key manuell
durchzugehen? Oder ginge Windows-Neuinstallation schneller? Bei den
tausenden von Dateien im Windows-Verzeichnis habe ich keinen
wirklichen Durchblick, was davon zu Windows gehört oder was ggf. Müll
ist. Im Besonderen frage ich mich, ob man eine Chance hat, Viren(müll)
in Registry oder Windows-Verzeichnis zu finden, wenn verschiedene
Anti-Spyware-Tools mir nichts dergleichen anzeigen. Kann ich ihnen
trauen oder wie sonst kann ich noch auf die Suche gehen? Im
\Windows\System32 gibt es immerhin die erste Nàherung, dass Dateien
mit üblichen Namen, Windows-Retail-Datum und MS als Hersteller
vermutlich integer sind. Wie aber kann ich da wirklich sicher sein?
Also doch das OS neuinstallieren, obwohl in Process-Tools und
PFirewall keine Verhaltensauffàlligkeit beobachtet werden kann? Wo ist
in der Praxis die Grenze zwischen Sicherheit und Paranoia? Sollte man
sich nur Gedanken machen, wenn Verhaltensauffàlligkeiten schon aktiv
sind? Wàre es dann nicht schon zu spàt? Was also ist eine vernünftige,
gründliche Sàuberung und was ist Zeitverschwendung?
 

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#1 Arno Welzel
02/05/2008 - 14:43 | Warnen spam
Robert Jasiek wrote:

Unter Vista Ultimate 32b verwende ich ein Autostarttool und einen
Registry-Cleaner meines Vertrauens. Daneben habe ich ab und zu manuell



Mutig. Du traust dem Registry-Cleaner, dass er nichts kaputt macht?

eine überflüssige Datei entsorgen können. Dennoch kann ich mich nicht
des Eindrucks erwehren, dass frühere Testinstallationen meistens Müll
zurücklassen, der noch nicht entsorgt ist (zB Dateitypeneintràge, die
ich vermutlich sonst nicht verwende). Habe ich eine Chance, die



Ja, kommt vor.

Registry gründlicher zu sàubern, ohne Key für Key manuell
durchzugehen? Oder ginge Windows-Neuinstallation schneller? Bei den



Nein, ja.

tausenden von Dateien im Windows-Verzeichnis habe ich keinen
wirklichen Durchblick, was davon zu Windows gehört oder was ggf. Müll
ist. Im Besonderen frage ich mich, ob man eine Chance hat, Viren(müll)
in Registry oder Windows-Verzeichnis zu finden, wenn verschiedene
Anti-Spyware-Tools mir nichts dergleichen anzeigen. Kann ich ihnen
trauen oder wie sonst kann ich noch auf die Suche gehen? Im



Nein, Anti-Sypware-Tools kannst Du nicht trauen, da es immer neue
Spyware geben kann, die genau so programmiert wurde, um eben *nicht*
erkannt zu werden. Das alte Katz-und-Maus-Spiel zwischen Entwicklern von
Schadsoftware und den Schutzprogrammen dagegen.

\Windows\System32 gibt es immerhin die erste Nàherung, dass Dateien
mit üblichen Namen, Windows-Retail-Datum und MS als Hersteller
vermutlich integer sind. Wie aber kann ich da wirklich sicher sein?



Gar nicht. Ein Dateidatum hat bei Schadsoftware praktisch keine
Aussagekraft, da sowas jederzeit manipulierbar ist.

Also doch das OS neuinstallieren, obwohl in Process-Tools und
PFirewall keine Verhaltensauffàlligkeit beobachtet werden kann? Wo ist
in der Praxis die Grenze zwischen Sicherheit und Paranoia? Sollte man
sich nur Gedanken machen, wenn Verhaltensauffàlligkeiten schon aktiv
sind? Wàre es dann nicht schon zu spàt? Was also ist eine vernünftige,
gründliche Sàuberung und was ist Zeitverschwendung?



Man sollte *VORHER* nachdenken und die üblichen Verhaltensregeln
beachten: Nicht mit administrativen Rechten arbeiten, unbekannte
Software generell nicht einsetzen usw.

Dann kann man sich auch "Personal Firewall" und diverse Virenscanner,
Antispyware-Tools etc. komplett sparen.

Ein Paketfilter, der eingehende Netzwerkverbindungen sperrt, reicht
vollkommen (das schafft auch die Windows-Firewall ganz brauchbar) und
gegen Schadsoftware, die es einmal auf den PC geschafft hat, hilft genau
genommen gar nichts, da man nie 100% sicher sein kann, dass ein
vermeintlich erkannter Schàdling wirklich komplett unschàdlich gemacht
wurde und ob man nicht noch ein halbes dutzend unbekannte Schàdlinge
hat, die nur noch nicht erkannt wurden.


http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

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