Rekuperation

12/09/2012 - 13:56 von Georg Wieser | Report spam
Wie hoch ist eigentlich der momentane (Stand der Serientechnik)
Wirkungsgrad der Rekuperation?
Sprich wenn ich 10KWh brauche einen Berg hochzufahren, wie viel bekomme
ich (Sondereffekte, Reku reicht nicht man muß bremsen etc...mal
ausgenommen) wieder zurück?

Irgendwo habe ich mal von 5-10% gelesen. Das erscheint mir etwas "dünn".

Andererseits ist ja der Motor nicht als Erzeuger konzipiert sondern als
Verbraucher. Ich weiß nicht ob da große Differenzen in der Effizienz sind.

Die Möselschen 40% Rekuleistung wage ich aber mal in Frage zu stellen
 

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#1 Michael S
12/09/2012 - 14:17 | Warnen spam
Hi,
ich kann Dir leider den Stand der Serientechnik nicht nennen, kann aber
allgemein was dazu sagen.
Der Wirkungsgrad des Motors ist im Generatorbetrieb àhnlich gut wie im
Motorbetrieb.
Die Motor-Leistungselektronik funktioniert in beide
Energieflussrichtungen mit àhnlichem Wirkungsgrad.

Der Schwachpunkt dürfte die Batterie sein.
Normalerweise kann/darf man Batterien nicht so schnell laden, wie man
sie entlàdt. (Bei LiFePo scheint das aber inzwischen nicht mehr
unbedingt zu gelten).
So lange man also die Reku-Leistung deutlich unter der maximalen
E-Motorleistung hàlt, dürfte Reku-Wirkungsgrade deutlich über 60%
möglich sein, zumindest dann, wenn die Batterie noch ziemlich leer ist
und viel Energie aufnehmen kann.
Wenn man vereinfacht davon ausgeht, dass man die Batterie genausoschnell
laden darf, wie man sie entlàdt, gilt folgendes:
Du darfst den Berg nicht schneller runterfahren, als Du ihn hochgefahren
bist.
Das Bremsen an der Ampel muss bei hohen Geschwindigkeiten viel langsamer
erfolgen als bei niedrigen. Du musst beim Bremsen eine Bremsleistung
einregeln, die die maximale Motorleistung nicht überschreitet. Das
dürfte der Hauptknackpunkt sei, was mit den üblichen Bremsgewohnheiten
kaum vereinbar ist.
Wenn Dein E-Fahrzeug von 90 auf 100km/h also 3 Sekunden braucht, musst
Du beim Runterbremsen von 100km/h auf 90km/h also auch 3 Sekunden
brauchen. Bremst Du stàrker, müssen die herkömmlichen Bremsen aushelfen,
was den Reku-Wirkungsgrad drastisch reduziert.
Von 100 auf 90km/h in 3 Sekunden entspricht bei 1,5t Fahrzeuggewicht
übrigens ca. 37kW.

Fazit: Nur ein gnadenlos übermotorisiertes E-Fahrzeug kann im
Alltagsbetrieb mit durschnittlichen Fahrern einen guten
Rekuperationswirkungsgrad erreichen.

Michael


Am 12.09.2012 13:56, schrieb Georg Wieser:
Wie hoch ist eigentlich der momentane (Stand der Serientechnik)
Wirkungsgrad der Rekuperation?
Sprich wenn ich 10KWh brauche einen Berg hochzufahren, wie viel bekomme
ich (Sondereffekte, Reku reicht nicht man muß bremsen etc...mal
ausgenommen) wieder zurück?

Irgendwo habe ich mal von 5-10% gelesen. Das erscheint mir etwas "dünn".

Andererseits ist ja der Motor nicht als Erzeuger konzipiert sondern als
Verbraucher. Ich weiß nicht ob da große Differenzen in der Effizienz sind.

Die Möselschen 40% Rekuleistung wage ich aber mal in Frage zu stellen

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