Relais und Experimentierplatinen

05/08/2010 - 11:33 von Martin Klaiber | Report spam
Ich möchte ein paar 230-V-Verbraucher per Mikrocontroller und Relais
schalten. Die Niederspannungsseite habe ich einigermaßen im Griff. Als
Controller werde ich voraussichtlich einen ATMega8 verwenden und die
Relais über ULN2803 ansteuern.

Zum Relaisteil habe ich jedoch ein paar Fragen:

Die Verbraucher haben etwa 50-300 Watt, allerdings induktiv (Motoren,
Pumpen, Magnetventile). Wie hoch muss ich wegen des Einschaltstroms die
Relais überdimensionieren? Sollte ich generell 16-A-Relais verwenden
(da es ein Einzelstück ist, spielen die Bauteilkosten nicht die primàre
Rolle)? Gibt es für diesen Zweck Relais, die man bevorzugen oder meiden
sollte? Ich hàtte Relais für weiße Ware verwendet.

Über die Schaltkontakte wollte ich Snubber aus 100nF-X2-Kondensatoren
und 180-Ohm-Widerstànden (Metallfilm, 1 Watt) legen. Passt das so?

Ich würde gerne alles auf Experimentierplatinen aufbauen, die Steuerung
auf Lochraster und die Relais auf Lochraster ohne Kupferauflage (wegen
Isolationsabstànden). Dabei fiel mir auf: es gibt kaum Lastrelais mit
zölligem Rastermaß. Gibt es dafür einen Grund, außer: "ham wir immer
schon so gemacht"? Kennt jemand Experimentierplatinen mit metrischem
Rastermaß? Vielleicht geht es aber am Schnellsten, wenn ich mir ein
paar Löcher in eine ungebohrte Platine bohre.

Steuerungs- und Relaisplatine sind etwa einen Meter entfernt und
sollen per Flachbandkabel verbunden werden. Im web las ich, dass die
Atmel-Controller empfindlich gegenüber Störungen sind. Sollte ich
die ULN2803 daher auf der Relaisplatine platzieren, damit die Ströme
auf dem Flachbandkabel geringer sind? Die Relais werden mit 12 Volt
und etwa 30 mA angesteuert.

Einige Verbraucher dürfen nicht gleichzeitig geschaltet werden. Ich
muss also erkennen können, ob ein Relaiskontakt klebt. Ich weiß, dass
es für diesen Zweck spezielle Relais gibt, habe den Namen vergessen,
sie haben intern eine Art mechanische Kopplung, so dass beide Kontakte
nie gleichzeitig schließen können. Man benutzt sie für Rolladenmotoren,
um zu verhindern, dass beide Wicklungen gleichzeitig Strom bekommen.

Anyway: das geht bei mir nicht, da es sich um mehr als zwei Verbraucher
handelt. Ich könnte per Optokoppler, o.à. alle Wicklungen überwachen,
wàre etwas Aufwand. Ich könnte aber auch 1x-Um-Relais verwenden und die
Kontakte so verschalten, dass die Mittelkontakte und NC alle in Serie
liegen, so dass am Ende des letzten Relais an NC Netzspannung anliegen
muss, wenn alle Relais abgefallen sind. Ist dieses Verfahren sicher
genug? Kann ich damit klebende Kontakte sicher erkennen? Gibt es Gründe
dagegen, außer dass der Strom eines Verbrauchers auch über die Kontakte
der davor liegenden Relais fließen muss?

Bin mir nicht sicher, in welche NG das gehört. Daher xpost dse und dsie
mit fup2 dsie.

Danke für alle Tipps und Hilfen,
Martin
 

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#1 Rafael Deliano
05/08/2010 - 12:33 | Warnen spam
die Relais auf Lochraster ohne Kupferauflage (wegen
Isolationsabstànden). Dabei fiel mir auf: es gibt kaum Lastrelais mit
zölligem Rastermaß.



Man sollte Pertinax meiden, es verliert im Lauf der Jahre mechanische
Festigkeit. Das ist bei Lochrasterboards natürlich noch übler.
Die Löcher in Lochrasterplatinen sind für Trafos, Relais u.à. ohnehin
meist zu klein muß man aufbohren. Dann relativiert sich das mit
dem falschen Raster schnell.

Steuerungs- und Relaisplatine sind etwa einen Meter entfernt und
sollen per Flachbandkabel verbunden werden. Sollte ich
die ULN2803 daher auf der Relaisplatine platzieren,



Ich würde den ULN zum Controller setzen: 1 Meter Flachbandkabel
ist für Logiksignale nicht optimal.

ob ein Relaiskontakt klebt.



Es gibt auch den Fehler daß Relais über das Streufeld der
Wicklungen koppeln. D.h. eingeschaltetes grosses Relais verhindert
kleines Reed-Relais am Ausschalten. Abstand und geeignete Anordnung
hilft.

mit fup2 dsie.



"fup" auf beide newsgroups zurückgesetzt.

MfG JRD

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