RHEL/CentOS -> Debian

30/12/2013 - 00:41 von Andreas M. Kirchwitz | Report spam
Hallo Linux-User!

Seit Jahren (beinahe Jahrzehnten) verwende ich Linux aus dem
RedHat-Umfeld (RHEL, CentOS, Fedora) auf dem Desktop und auch
auf Servern, sowohl privat als auch beruflich.

Habe mich daran gewöhnt und komme gut damit klar.

Die Ankündigung von RedHat, den Support für 32-Bit-Hardware
komplett aufzugeben in RHEL 7 (CentOS 7), hat mich erschüttert.

Bei Fedora hàtte ich es verstanden, weil dessen Hardware-Hunger
ohnehin kaum noch mit 32-Bit-Hardware zu erfüllen ist. Aber das
schlanke Minimal-Image von RHEL/CentOS habe ich auch gern als
Basis für àltere Hardware verwendet.

Alle 32-Bit-Hardware wegzuschmeißen, ist für mich keine Option.
Zudem ist manche Software làngst noch nicht bei 64 Bit angekommen.

Die Idee, einfach das alte RHEL 6 (CentOS 6) weiter zu nutzen,
geht in der Praxis nicht auf, denn so wie jetzt RHEL 5 (CentOS 5)
immer weniger von Software unterstützt wird, wird auch die Version 6
ziemlich schnell Unterstützung verlieren, sobald 7 draußen ist.

In anderen Worten: RHEL/CentOS muss ersetzt werden, sowohl privat
als auch beruflich. Über Fedora (bei mir nur auf dem Desktop) denke
ich noch nach, aber es scheint mir sinnvoll, davon auch wegzukommen,
zumal Fedoras Qualitàtskontrolle nicht mehr meinen Vorstellungen
entspricht. Fedora macht auf mich nicht mehr den Eindruck einer in
sich durchdachten Distribution, sondern wirkt nur noch wie ein
unausgereiftes Experimentierfeld für zukünftige RHEL-Versionen.

Linux-Distributionen gibt es viele.

Als Ersatz für RHEL/CentOS schwebt mir Debian (stable) vor.
Große Community. Grundsolide. Ideal für dicke Server (stabil),
aber auch für àltere Hardware (32 Bit). Beruflich wird es leicht
sein, Debian schmackhaft zu machen, schließlich kennen das alle
Windows-User vom Reinschnuppern in Linux indirekt durch Ubuntu.

Beim Ersatz für Fedora auf dem Desktop überlege ich noch.

Ubuntu mag ich nicht, weil ich bei den selbstherrlichen Entscheidungen
von Canocial bzw. Mark Shuttleworth auch gleich bei Fedora bleiben kann.
Davon möchte ich gerne wegkommen. Eine breite Community ist mir lieber.

Naheliegend wàre wohl der testing- oder zur Not unstable-Zweig von
Debian; dann weiß ich auch immer im voraus, was spàter auf den Servern
auf mich zukommt. Meine Zeiten, wo ich möglichst viele Distributionen
gleichzeitig ausprobieren muss, sind vorbei.

Meinungen, Erfahrungen und Empfehlungen sind willkommen!

Zunehmend genervt von RedHat/Fedora ... Andreas
 

Lesen sie die antworten

#1 Cyrus Kriticos
30/12/2013 - 01:11 | Warnen spam
Warum kaufst Du Dir noch 32Bit-Hardware?

Im professionellen Servereinsatz habe ich sicher seit 2005 nichts mehr
mit 32Bit ins Rack schrauben lassen und bin mit RHEL4/5/6 darauf gut
gefahren.

Grüße | Gollum der Veganer: http://youtu.be/Ax0uzR9NNbk
Cyrus |

Ähnliche fragen