Röhrenoszi

21/12/2008 - 20:40 von Holger Bruns | Report spam
Hallo,

ich habe gerade ein Röhrenoszilloskop wieder instand gesetzt. Es war ein
Fehler im Netzteil. Einweggleichrichter hinne und zugehörige
Trafowicklung abgeraucht. Ein neuer Trafo wàre für dieses antike Stück
nicht zu kriegen gewesen, da habe ich mir die 200 Volt eben über einen
Kartentrafo und Gleichrichtung per Delon-Schaltung erzeugt.

Dann Problem Nummer 2: Die X-Ablenkung haut nicht so hin, wie ich es
gerne hàtte. In dem Ding schwingt ein Sàgezahngenerator, der auch nette
Sàgezàhne liefert, solange er nicht durch die X-Endstufe belastet wird.
Geschieht dies, flacht der ansteigende Ast etwas ab, was eine verzerrte
Wiedergabe des Oszillogramms zur Folge hat. Rechts schieben sich die
Sinusschwingungen etwas zusammen, wenn man einen Sinusgenerator am
Y-Eingang anschließt.

Ich konnte mir zwar helfen, indem ich die X-Endstufe weniger
aussteuerte. Aber der Preis dafür ist ein schmaleres Bild; statt über
die ganze X-Achse zu gehen, hat der Strahl rechts und links anderthalb
Zentimeter "Luft". Ich vermute nun eine defekte Röhre, eventuell die
Röhre für die X-Endstufe, in der die PCC88 verwendet wird. Was wàre eure
Diagnose? Sterben Röhren so, daß man sie einfach nicht mehr genügend
aussteuern kann?

Viele Grüße, Holger
 

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#1 Heinz Schmitz
22/12/2008 - 11:36 | Warnen spam
Holger Bruns wrote:

Sterben Röhren so, daß man sie einfach nicht mehr genügend
aussteuern kann?



Gewöhnlich verlieren die Kathoden ihre Emissionsfàhigkeit. Dann
kommt bei gegebener Anodenspannung nicht mehr genug Strom.
Daher stammt vermutlich auch der Ausdruck "Taube Nuß".

Kannste prima beobachten, wennde bei eBay mal gebrauchte
Röhren kaufst (ungeprüft, manchmal auch "geprüft" :-)).

Grüße,
H.

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