Rotierende Bezugssysteme

03/01/2010 - 21:55 von Holger Buick | Report spam
Bei zwei gegeneinander bewegten Inertialsystemen kann sich jeder der
beiden Beobachter innerhalb seines Systems in Ruhe befinden und den
anderen in Bewegung sehen. Es existiert kein absolutes Bezugssystem
aufgrund des fehlenden Äthers.
Wie sieht es aber mit rotierenden Bezugssystemen aus?
Ein rotierender Beobachter in der gleichermaßen rotierenden Blackbox
kann aufgrund der auftretenden Kràfte immer feststellen, ob sein
Bezugssystem rotiert, daher ist ein rotierendes Bezugssystem kein
Inertialsystem.
Diese Tatsache verwundert mich etwas, da ich erwarte, dass eine
Rotation doch relativ zu irgendetwas gemessen werden muss. Da es aber
keinen Äther gibt, kann die Rotation nicht relativ zu dem Äther
gesehen werden, sondern nur zu dem rotierenden Bezugssystem selbst,
was dieses aber zu einem Inertialsystem machen würde, was aber ein
Widerspruch zur vorhandenen Physik ist.
Daher frage ich mich, ob es nicht möglich ist, dass bei zwei
gegeneinander rotierenden Bezugssystemen jeder Beobachter sich selbst
als nicht rotierend ermittelt und jeweils den anderen als rotierend
beobachtet, etwa hervorgerufen durch rotierenden Raum, so dass Raum
nicht nur gekrümmt sein kann, sondern eben auch rotieren kann.
 

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#1 Stefan Sprungk
03/01/2010 - 22:11 | Warnen spam
Am 03.01.2010 21:55, schrieb Holger Buick:
Bei zwei gegeneinander bewegten Inertialsystemen kann sich jeder der
beiden Beobachter innerhalb seines Systems in Ruhe befinden und den
anderen in Bewegung sehen. Es existiert kein absolutes Bezugssystem
aufgrund des fehlenden Äthers.
Wie sieht es aber mit rotierenden Bezugssystemen aus?
Ein rotierender Beobachter in der gleichermaßen rotierenden Blackbox
kann aufgrund der auftretenden Kràfte immer feststellen, ob sein
Bezugssystem rotiert, daher ist ein rotierendes Bezugssystem kein
Inertialsystem.



Ein Intertialsystem ist ein Bezugssystem, desson Bewegungszustand keinen
zeitlichen Änderungen ausgesetzt ist. Damit ist es frei von jeder
Beschleunigung.

Diese Tatsache verwundert mich etwas, da ich erwarte, dass eine
Rotation doch relativ zu irgendetwas gemessen werden muss.



Die Rotation ist ein Zustand stàndiger Beschleunigung. Auch wenn sich
der Betrag der Geschwindigkeit nicht àndert so bleibt doch die
Richtungsànderung.

Da es aber
keinen Äther gibt, kann die Rotation nicht relativ zu dem Äther
gesehen werden, sondern nur zu dem rotierenden Bezugssystem selbst,
was dieses aber zu einem Inertialsystem machen würde, was aber ein
Widerspruch zur vorhandenen Physik ist.



Ist es das? Wenn ein Massenpunkt in einem Intertialsystem sich auf einer
Kreisbahn, mit konstanten Radius, bewegt ist hierfür eine Kraft
verantwortlich. Diese Kraft bewirkt die oben erwàhnte Beschleunigung.
Wenn diese Kraft nicht mehr wirkt geht der Massepunkt in eine
gleichförmige Bewegung über.

Daher frage ich mich, ob es nicht möglich ist, dass bei zwei
gegeneinander rotierenden Bezugssystemen jeder Beobachter sich selbst
als nicht rotierend ermittelt und jeweils den anderen als rotierend
beobachtet, etwa hervorgerufen durch rotierenden Raum, so dass Raum
nicht nur gekrümmt sein kann, sondern eben auch rotieren kann.



Das kann ich mir nur bei einem punktförmigen Beobachter vorstellen, der
sich im Zentrum der Rotationsachse befindet. Da es so etwas nicht gibt
wird jeder Andere in der Lage sein über die genannten Beschleunigungen
und Kràfte festzustellen, welches System nun tatsàchlich rotiert. Ich
sehe darin keinen Wiederspruch sondern nur eine konsequente Anwendung
der Mechanischen Axiome.

MFG Stefan

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