Router, QoS, Traffic-Shaping

18/06/2009 - 12:25 von Christian Baer | Report spam
Hallo, liebe Gruppengemeinde!

Ich muß mich an dieser Stelle mal etwas Ausheulen zum genannten Thema
und vielleicht auch mal nach Eurem Rat fragen. Ich hoffe, man ist
gewillt mir zu helfen, obwohl mein Problem strenggenommen kein
DSL-Problem ist. Mein Internetzugang wird allerdings über eine DSL
realisiert.

Zur Sache:
Bis vor ca. 2 Monaten war eine Fritz Box mein Router. Diese wurde gegen
die Kombination von Speedtouch-Modem und Asus-Router mit DD-WRT
getauscht. Der Grund war, daß das Modem der Fritz Box auf meiner nicht
so dollen Leitung keinen Sync mit mehr als 4MBit/s über 24 Stunden
halten konnte. Das Speedtouch hàlt einen Sync von guten 13MBit/s jetzt
schon seit Wochen. Vor etwa drei Wochen gab es einen Resync, weil eine
Sicherung rausgeflogen ist. :-)

Mit QoS und Traffic-Shaping meine ich hier nur ganz primitive Aufgaben
aus dem Bereich: Priorisierung von ACK-Paketen (damit ein schneller
Upload einen möglichen Download nicht behindert) und die Priorisierung
von VoIP-Paketen (damit man auch dann störungsfrei telefoquatschen kann,
wenn die Leitung etwas verstopfter ist).

Diese beiden 'Funktionen' hat die Fritz Box gut im Griff - sofern man
das eingebaute Modem der Kiste nimmt. Sobald man auf ein externes Modem
zurückgreift, klappt das gar nicht mehr gut und auf die automatische
Einstellung muß man auch verzichten. Das ist auch der Grund, warum ich
mir den WL500W gekauft und mit DD-WRT ausgestattet habe. Dummerweise hat
DD-WRT die begehrten Funktionen auch nicht so richtig drauf. Es bietet
zwar zahlreiche Einstellungen, um den Datenverkehr zu formen, eine
automatische Anpassung an die Leitungsgeschwindigkeit gibt es aber auch
nicht.

Hier geht nàmlich der Salat los...
Bei mir betràgt der Upstream rund 105K/s. Für die vollen 128 reicht
meine Leitung nicht. Meine 105K/s sind also 840KBit/s. Das erscheint mir
realistisch (eher noch etwas langsam), da das Modem mit 1022KBit/s
synchronisiert. Ich habe dann also einen Upload gestartet auf einen
Webserver und habe die Geschwindigkeit gemessen. Ich weiß, mit einem
ftp-Client ist das nicht ideal, aber er gibt zumindest einen Hinweis.

Da ich die Geschwindigkeiten des Uplinks ja selbst bestimmen muß, habe
ich dem Router erst 1000KBit/s genammt und diesen Wert immer wieder
reduziert, bis merkte, daß die Daten langsamer hochgeladen wurden.
Effektiv hatte ich dann noch einen Upstream von 100KB/s. Damit dachte
ich eigentlich, die Geschwindigkeit richtig eingestellt zu haben. Dem
war aber nicht so. Ein Upload (wie der genannte ftp-Upload) làßt einen
Download *erheblich* einbrechen (von 800K/s auf unter 100). Erst wenn
ich den Upstream um weitere 10-20K/s reduziere (also auf unter
680KBit/s) laufen die Downloads mit normaler Geschwindigkeit trotz eines
Uploads. Auch erst bei so einem Wert funktioniert VoIP ungestört. Mein
DD-WRT làuft mit Milkfish und ich habe rtp und sip bevorzugt.

Ich bin wegen dieser Situation etwas abgenervt. Ich soll also 25K/s im
Upstream als "Verschnitt" betrachten, damit das QoS funktionert? Beim
Downstream würden die mich ja nicht so sehr jucken, weil da ist auch
deutlich mehr von da. :-) Doch mit der Fritz-Box funktioniert das doch
auch. Hier im Büro habe ich einen Link von 17691/1183 mit einer Fritz
Box. Wir sind hier aber auch nicht weit weg vom HVt. Ich habe hier die
üblichen 128K/s Upstream. Trotzdem behindert ein Upload weder einen
Download noch die VoIP Telefonie.

Ist das QoS von DD-WRT einfach nur schlecht?
Warum gibt es nur bei Verwendung des eingebauten Modems eine
automatische Erkennung der Leistungsgeschwindigkeit? Den Sync als
Grundlage zu nehmen halte ich für etwas optimistisch, da der Sync nur
etwas darüber aussagt, wie schnell die Daten *maximal* durch die Leitung
gehen. Der ISP könnte ja auch auf die Bremse drücken - und damit kommt
die Fritz Box ja auch automatisch klar.
Oder mache ich vielleicht etwas falsch?

Gruß
Christian

Ich kam.
Ich ging.
Und ich war da gewesen.
 

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#1 hannes wendelfinger
18/06/2009 - 12:45 | Warnen spam
Christian Baer wrote:
war aber nicht so. Ein Upload (wie der genannte ftp-Upload) làßt einen
Download *erheblich* einbrechen (von 800K/s auf unter 100). Erst wenn



spekulativ:
wieviel uploadanteil aka antwortpakete produziert denn dieser 800kbyte
downloadvorgang z.b. alleine im schnitt. wasfuer downloads sind das.
vielleicht kannst du andere protokolle oder apps bemuehen um deinen
download zu fahren oder andersartig downloaden im netz, dann klappts
auch besser mit dem eigentlichen upload von nutzdaten.

mfg.

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