Routingprotokoll gesucht

18/05/2008 - 23:45 von Christian Garbs | Report spam
Mahlzeit!

Gegeben sind mehrere Linux-Rechner (plus dahinterstehende Netze), die
per stinknormalem DSL ans Internet angebunden sind. Per OpenVPN haben
diese Rechner Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, aber nicht jeder mit jedem.
Das Routing zwischen den einzelnen Netzen wird über BGP (quagga)
geregelt.(*)

So weit, so gut: Rechner/Netze, die nicht in direktem Kontakt stehen,
routen dank BGP über dazwischenliegende Knoten. Fàllt einer der
Knoten aus, wird das Routing dank BGP entsprechend aktualisiert und
der "kaputte" Knoten weitràumig umfahren.

Leider berücksichtigt BGP keine Bandbreitenauslastung. Gegeben seien
vier Knoten A bis D, die folgendermaßen verbunden sind:

A -- B
| |
C -- D

Wenn BGP das Routing zwischen A und D jetzt gerade über den Knoten B
leitet und gleichzeitig zwischen B und D die Leitung belastet ist,
dann wàre es ggf. günstiger, das Routing A-D über C laufen zu lassen.
Das Routing müsste sich jeweils dynamisch an die aktuelle Auslastung
anpassen.

Welches Routingprotokoll, das auch unter Linux verfügbar ist, kann man
für sowas benutzen? Gibt's dafür klassische Protokolle oder ist da
irgendwas neues aus dem Bereich vermeshte WLANs zu benutzen?

Gruß,
Christian

(*) Zwischenfrage, die hier nicht ontopic ist: Gibt es passende
Software auch für Windows? Den OpenVPN-Tunnel bekomme ich hin, aber
ich habe noch keine BGP-Implementierung gefunden. Auch fehlt mir ein
DNS-Forwarder (unter Linux nutze ich da dnscache aus djbdns), der
dafür sorgt, dass DNS-Anfragen an die VPN-Netze an die jeweils
dazugehörigen DNS-Server gehen, wàhrend der Rest an den DNS-Server des
Zugangsproviders geht. So "systemnahe" Software wie quagga wird ja
wohl kaum unter Cygwin laufen?
Christian.Garbs.http://www.cgarbs.de
Completo pantalon muerto!
 

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#1 Stefan Dreyer
19/05/2008 - 11:57 | Warnen spam
Christian Garbs wrote:
Mahlzeit!

Gegeben sind mehrere Linux-Rechner (plus dahinterstehende Netze), die
per stinknormalem DSL ans Internet angebunden sind. Per OpenVPN haben
diese Rechner Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, aber nicht jeder mit jedem.
Das Routing zwischen den einzelnen Netzen wird über BGP (quagga)
geregelt.(*)

So weit, so gut: Rechner/Netze, die nicht in direktem Kontakt stehen,
routen dank BGP über dazwischenliegende Knoten. Fàllt einer der
Knoten aus, wird das Routing dank BGP entsprechend aktualisiert und
der "kaputte" Knoten weitràumig umfahren.

Leider berücksichtigt BGP keine Bandbreitenauslastung. Gegeben seien
vier Knoten A bis D, die folgendermaßen verbunden sind:

A -- B
| |
C -- D

Wenn BGP das Routing zwischen A und D jetzt gerade über den Knoten B
leitet und gleichzeitig zwischen B und D die Leitung belastet ist,
dann wàre es ggf. günstiger, das Routing A-D über C laufen zu lassen.
Das Routing müsste sich jeweils dynamisch an die aktuelle Auslastung
anpassen.

Welches Routingprotokoll, das auch unter Linux verfügbar ist, kann man
für sowas benutzen? Gibt's dafür klassische Protokolle oder ist da
irgendwas neues aus dem Bereich vermeshte WLANs zu benutzen?



OSPF sollte das eigentlich ermöglichen und ist auch bei Quagga mit dabei.

Gruß,
Christian

(*) Zwischenfrage, die hier nicht ontopic ist: Gibt es passende
Software auch für Windows? Den OpenVPN-Tunnel bekomme ich hin, aber



OSPF soll es wohl unter Windows geben:
<http://technet2.microsoft.com/windo...r=true>

ich habe noch keine BGP-Implementierung gefunden. Auch fehlt mir ein
DNS-Forwarder (unter Linux nutze ich da dnscache aus djbdns), der
dafür sorgt, dass DNS-Anfragen an die VPN-Netze an die jeweils
dazugehörigen DNS-Server gehen, wàhrend der Rest an den DNS-Server des



Und über den normalen DNS-Server bekommst Du das nicht hin?

Zugangsproviders geht. So "systemnahe" Software wie quagga wird ja
wohl kaum unter Cygwin laufen?



Das würde ich darunter auch nicht laufen lassen wollen, selbst wenn es
"funktioniert". Andererseits ist es ja gar nicht so systemintern. Es
greift ja nur auf die RT zurück.

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