RWE setzt auf Photovoltaik - jetzt auch in Deutschland

29/06/2012 - 14:35 von Martin Kobil | Report spam
On 22 Mai, 23:07, Martin Kobil <MartinKo...@epost.de> wrote:


Nachdem RWE zuerst Photovoltaik belaechelt hat, dann bis zuletzt in
Deutschland bekaempft hat, setzen sie ploetzlich auf Photovoltaik in
Suedeuropa und lassen die Plaene der geplanten Solarthermiekraftwerke
durch den Schredder:

"Bei der Fotovoltaik durchlaufen wir gerade eine Phase der
Neubewertung", sagte RWE-Chef Peter Terium am Montag in Bremerhaven.
Der Vorstand habe den Preisverfall bei Modulen massiv unterschaetzt.
"Wir haetten das so nicht für moeglich gehalten. Und es sieht so aus,
als hielte diese Entwicklung an."

Etablierte Stromkonzerne wie RWE hatten jahrelang bestritten, dass
Strom aus der Sonne sich in ueberschaubarer Zeit der
Wirtschaftlichkeit naehern koenne. Diese Auffassung muessen sie nun
revidieren.

http://www.ftd.de/unternehmen/indus...40279.html

Ich bin mal gespannt wie lange sie jetzt noch brauchen um zu erkennen,
dass die Nachteile von Anlagen in suedlichen Laendern (teure Leitungen
nach Deutschland, hoehere Leitungsverluste, Abhaengigkeiten von
anderen Laendern) den Vorteil (hoeherer Ertrag um ca. den Faktor 1.5)
bei weitem uebersteigt.



Mein Therad "RWE setzt auf Photovoltaik" vom 22. Mai 2012 handelte
ueber den Einstieg der RWE in die Photovoltaik in suedlichen Laendern.
Und ich fragte mich, wie lange es wohl dauert, bis sie erkennen, dass
es unterm Strich guenstiger kommt die Solartafeln gleich hier in
Deutschland aufzustellen, anstatt den Strom ueber lange Leitung
hierher zu transportieren.

Manche Sachen gehen schneller, als man es manchen Unternehmen zutraut.
Nachdem der EX Chef der RWE Juergen Grossmann vor einigen Monaten noch
sagte: "Solarenergie in Deutschland ist so sinnvoll wie
Annanaszuechten in Alaska" holt sein Nachfolger jetzt zum Gegenschlag
aus und will alleine noch in diesem Jahr (!) deutsche Daecher mit
1.000 MWp Solarmodulen zupflastern:

http://www.ftd.de/unternehmen/hande...55178.html

Zitate:
Der zweitgroesste deutsche Stromkonzern RWE faehrt das bis vor Kurzem
noch heftig kritisierte Solargeschaeft in Deutschland hoch. RWE-
Solarpanels sollen in wenigen Monaten massenhaft auf den Flachdaechern
von Moebelhaeusern, Lebensmittelhaendlern oder Speditionen glaenzen.

Die Sonnenzellen auf Ladendaechern sind für den Energiekonzern neben
Kooperationen, etwa mit Stadtwerken, das wichtigste Mittel, um auf dem
Markt schnell Fuss zu fassen. Dabei plant RWE im grossen Massstab.
"Bis zum Jahresende wollen wir 1000 Megawatt zusammenbekommen", sagte
Mueller. Das wuerde etwa der Leistung eines grossen
Kohlekraftwerksblocks entsprechen. "Vertraege über 200 Megawatt
Leistung haben wir bereits unterschrieben."

Der Manager sieht Vorteile auf beiden Seiten. "Fuer Einzelhàndler hat
die gruene Energie auf dem Dach einen gewissen Werbeeffekt. RWE
wiederum kann die Stromproduktion buendeln und wirtschaftlicher
vermarkten", so Mueller. Anders als viele kleine Betreiber koenne der
Konzern, der auch Verteilnetze betreibt, die einzelnen Anlagen
koordiniert zu besonders lukrativen Zeiten einsetzen: "Daraus entsteht
bei uns ein virtuelles Kraftwerk."
 

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#1 Karl-Ludwig Diehl
29/06/2012 - 16:35 | Warnen spam
On 29 Jun., 14:35, Martin Kobil wrote:
On 22 Mai, 23:07, Martin Kobil wrote:





> Nachdem RWE zuerst Photovoltaik belaechelt hat, dann bis zuletzt in
> Deutschland bekaempft hat, setzen sie ploetzlich auf Photovoltaik in
> Suedeuropa und lassen die Plaene der geplanten Solarthermiekraftwerke
> durch den Schredder:

> "Bei der Fotovoltaik durchlaufen wir gerade eine Phase der
> Neubewertung", sagte RWE-Chef Peter Terium am Montag in Bremerhaven.
> Der Vorstand habe den Preisverfall bei Modulen massiv unterschaetzt.
> "Wir haetten das so nicht für moeglich gehalten. Und es sieht so aus,
> als hielte diese Entwicklung an."

> Etablierte Stromkonzerne wie RWE hatten jahrelang bestritten, dass
> Strom aus der Sonne sich in ueberschaubarer Zeit der
> Wirtschaftlichkeit naehern koenne. Diese Auffassung muessen sie nun
> revidieren.

>http://www.ftd.de/unternehmen/indus...40279.html

> Ich bin mal gespannt wie lange sie jetzt noch brauchen um zu erkennen,
> dass die Nachteile von Anlagen in suedlichen Laendern (teure Leitungen
> nach Deutschland, hoehere Leitungsverluste, Abhaengigkeiten von
> anderen Laendern) den Vorteil (hoeherer Ertrag um ca. den Faktor 1.5)
> bei weitem uebersteigt.

Mein Therad "RWE setzt auf Photovoltaik" vom 22. Mai 2012 handelte
ueber den Einstieg der RWE in die Photovoltaik in suedlichen Laendern.
Und ich fragte mich, wie lange es wohl dauert, bis sie erkennen, dass
es unterm Strich guenstiger kommt die Solartafeln gleich hier in
Deutschland aufzustellen, anstatt den Strom ueber lange Leitung
hierher zu transportieren.

Manche Sachen gehen schneller, als man es manchen Unternehmen zutraut.
Nachdem der EX Chef der RWE Juergen Grossmann vor einigen Monaten noch
sagte: "Solarenergie in Deutschland ist so sinnvoll wie
Annanaszuechten in Alaska" holt sein Nachfolger jetzt zum Gegenschlag
aus und will alleine noch in diesem Jahr (!) deutsche Daecher mit
1.000 MWp Solarmodulen zupflastern:

http://www.ftd.de/unternehmen/hande...55178.html



Es werden also jetzt Ananas in Deutschland gezuechtet.
Das ist erfreulich. :-)

Zitate:
Der zweitgroesste deutsche Stromkonzern RWE faehrt das bis vor Kurzem
noch heftig kritisierte Solargeschaeft in Deutschland hoch. RWE-
Solarpanels sollen in wenigen Monaten massenhaft auf den Flachdaechern
von Moebelhaeusern, Lebensmittelhaendlern oder Speditionen glaenzen.



Wir koennen das ueber Google verfolgen.

Die Sonnenzellen auf Ladendaechern sind für den Energiekonzern neben
Kooperationen, etwa mit Stadtwerken, das wichtigste Mittel, um auf dem
Markt schnell Fuss zu fassen. Dabei plant RWE im grossen Massstab.
"Bis zum Jahresende wollen wir 1000 Megawatt zusammenbekommen", sagte
Mueller.



Was laesst sich mit 1000 Megawatt anfangen? Hat je-
mand gute ueberschlaegliche Ideen?

K.L.

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