Sanguinololu, Problem mit Abstürzen

27/03/2013 - 19:21 von Stefan | Report spam
Hallo,

ich habe mir einen MendelMax 3D-Printer als Bausatz gekauft.

Das Ding wird von einem Sanguinololu Board gesteuert. Das ist sowas
àhnliches, wie ein Arduino auf Basis ATmega1284 mit Treibern für
Schrittmotore und Anschlüssen für Endschalter, Temperaturfühler und was
man sonst so für den 3D Printer braucht.

Wenn ich das Ding per USB-Kabel mit dem PC verbinde, klappt erstmal
alles. Wenn ich dann das mitgelieferte 12V Netzteil (àhnlich MeanWell)
anschließe, bricht die USB Verbindung ab, d.h. der PC findet den
FTDI-Chip nicht mehr.

Ich hab das 12V Netzteil probeweise gegen ein Labornetzgeràt getauscht.
Damit geht es etwas besser. Es kommt aber immer noch zu Abstürzen.

An einem Notebook lief es problemlos auch mit dem mitgelieferten
Netzteil solange wir das Notebook ohne Netzteil betrieben haben. Als das
Notebook Netzteil angeschlossen wurde, kackte die Verbindung wieder ab.

Der Ausgang des Notebook-Netzteils dürfte eigentlich keine Verbindung
zum Schutzleiter haben. Genauso das 12V Netzteil.

Das Problem scheint aber in der Verbindung von PC / Notebook und dem
Sanguinololu Board zu liegen.

Die Masseleitungen sind alle miteinander verbunden, d.h. die 12V Masse
des Netzteils geht auf die Masse des Sanguinololu und über das USB-Kabel
ist auch der PC mit der Masse verbunden.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Ding, oder Tipps, wie man weiter vorgehen
kann?

Im Moment überlege ich, die Masse des 12V Netzteils mit dem Schutzleiter
zu verbinden.

Eine Sache, die mich stutzig macht ist die 5V Versorung des
Sanguinololu. Das Ding wird über USB versorgt, aber offenbar auch aus
den 12V über einen 7805. Darf man die Leitungen einfach so miteinander
verbinden, oder würde es Sinn machen, die 5V Leitung des USB-Kabels zu
trennen?

Hier das Schaltbild:

http://reprap.org/wiki/File:Sanguinololu_1.3a.png



Gruß

Stefan
 

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#1 Joerg
27/03/2013 - 20:06 | Warnen spam
Stefan wrote:
Hallo,

ich habe mir einen MendelMax 3D-Printer als Bausatz gekauft.

Das Ding wird von einem Sanguinololu Board gesteuert. Das ist sowas
àhnliches, wie ein Arduino auf Basis ATmega1284 mit Treibern für
Schrittmotore und Anschlüssen für Endschalter, Temperaturfühler und was
man sonst so für den 3D Printer braucht.




Ich kenne das Dingen nicht, daher nur zwei Kommentare:


Wenn ich das Ding per USB-Kabel mit dem PC verbinde, klappt erstmal
alles. Wenn ich dann das mitgelieferte 12V Netzteil (àhnlich MeanWell)
anschließe, bricht die USB Verbindung ab, d.h. der PC findet den
FTDI-Chip nicht mehr.

Ich hab das 12V Netzteil probeweise gegen ein Labornetzgeràt getauscht.
Damit geht es etwas besser. Es kommt aber immer noch zu Abstürzen.

An einem Notebook lief es problemlos auch mit dem mitgelieferten
Netzteil solange wir das Notebook ohne Netzteil betrieben haben. Als das
Notebook Netzteil angeschlossen wurde, kackte die Verbindung wieder ab.

Der Ausgang des Notebook-Netzteils dürfte eigentlich keine Verbindung
zum Schutzleiter haben. Genauso das 12V Netzteil.




Leider ist das oft nicht ganz der Fall. Es gibt meist Kondensatoren von
primaer nach sekundaer. Bei meinem mil Laptop ist die sekundaerseitige
Masse gusseisern auf Schutzleiter wie das auch sein soll, oft sitzen da
aber nur einige tausend pF. Schlimmstenfalls (wenn das Laptop-Netzteil
keinen Schutzleiteranschluss hat) geht es ... grusel ... auf die
Y-Kondensatoren.

Der Erfolg ist dann z.B. dass man Audioaufnahmen aus Stereoanlagen oder
Mischpulten heraus nicht gescheit machen kann, weil es knattert.


Das Problem scheint aber in der Verbindung von PC / Notebook und dem
Sanguinololu Board zu liegen.

Die Masseleitungen sind alle miteinander verbunden, d.h. die 12V Masse
des Netzteils geht auf die Masse des Sanguinololu und über das USB-Kabel
ist auch der PC mit der Masse verbunden.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Ding, oder Tipps, wie man weiter vorgehen
kann?

Im Moment überlege ich, die Masse des 12V Netzteils mit dem Schutzleiter
zu verbinden.

Eine Sache, die mich stutzig macht ist die 5V Versorung des
Sanguinololu. Das Ding wird über USB versorgt, aber offenbar auch aus
den 12V über einen 7805. Darf man die Leitungen einfach so miteinander
verbinden, oder würde es Sinn machen, die 5V Leitung des USB-Kabels zu
trennen?

Hier das Schaltbild:

http://reprap.org/wiki/File:Sanguinololu_1.3a.png




Tip, aus ernuechternder Erfahrung: Miss mal mit einem guten Ohmmeter den
Widerstand von Schirmanschluss zu Schirmanschluss beim USB Kabel. Wir
hatten bei einem Kunden beim bewussten Einstrahlen aehnliche Effekte,
USB Datenfehler. Da nahm ich eines der USB Kabel und es hatte vier (!)
Ohm. Das naechste hatte noch mehr. Also alle rausgeworfen und neue von
Belkin reingesetzt, Problem wech.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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