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SATA-Platten-Heilung

09/08/2008 - 21:38 von Ulrich G. Kliegis | Report spam
Moin,
vor ein paar Monaten gab eine 250-GB-WD-SATA-Platte hier beim Booten
sehr ungute Geràusche von sich. 3 Klack, Plattenantrieb aus-an, 2
Klack, dito mit 1 Klack, das ganze mehrfach hintereinander. In anderem
Rechner probiert, nixnullnitschewo. Schietmistblöder. Platte erstmal
ins Regal gelegt.

Gleiche (nicht selbe!) Platte, selber Rechner, letzte Woche, 3
Klack... Platte gleich aus dem Verkehr gezogen.
SchietmistvermaledeiterblöderMist.

Vor ner Zeit habe ich mir mal ein USB auf SATA / P-ATA Interface von
Digitus geholt, man weiß ja nie. Also war dessen Stunde gekommen.
Erstmal die gerade zerklackte Platte da drangehàngt, 3 Klack, 2 Klack.
Stromversorgung aus, an, 3 Klack, 2 Klack, 1 Klack. Nochmal Strom aus,
an, Rechner neu gebootet, leises kriddeldiddeldiddeldikriddel, KEIN
KLACK, SATA-LED im Interface geht an, nach kurzer Zeit auch die
Datentransfer-LED. Platte komplett auf eine sichere (Samsung)
überspielt. Wunderwunderwunder.

Dann habe ich die alte Leiche aus dem Regal geholt, angeschlossen,
leider kein Erfolg. Da war doch was mit Tiefkühlung. Also, Platte in
Folie verpackt, zwei Tage bei minus 22 Grad. Rausgeholt, angschlossen,
3 Klack..., gleiches versucht wie vorher, leider ohne Erfolg.

Hmmm. da war doch was mit Draufkloppen. Schlimmer werden kann es ja
nicht. Aber wo draufkloppen? In irgendeinem Forum stand "auf eine
bestimmte Stelle". Ahja. Aber welche, verschwieg der Klopfer.

Nach Abklopfen der Seitenwànde mit zunehmendem Impuls fingen zwar die
Fingerknöchel an zu schmerzen, aber 3 Klack blieb.

Nàchster Versuch: Drehimpulse. Also, drei Achsen gibt es. Um die
Normale des Gehàusedeckels gedreht: Kein Effekt. Um die anderen von
Hand kurz gedreht: Auch nichts.

Platte (immer noch angeschlossen) jetzt mal aus verschiedenen
Richtungen auf die Kniescheibe niedersausen lassen. Der Reflex
funktioniert, 3Klack auch. Nàchster Versuch: Schlag auf den
Gehàusedeckel nahe dem SATA-Datenstecker kein Klack mehr,
sondern gleichmàßiges Drehen des Plattenantriebs. USB-Stecker am
Rechner einmal raus und rein (das wußte ich inzwischen, daß die Platte
das als Booten ansieht) - A new USB Device has been found, Mass
Storage Device, blablafasel.

Kompletter Platteninhalt ist jetzt gesichert.

Nun frag ich mich: Was tun mit diesen beiden reanimierten Platten?

Und ich wunder mich immer noch, daß man ein nichtfunktionierendes
Wunderwerk, das 250 GB Daten speichern kann (hat eigentlich noch
jemand einen Begriff davon, wieiviel Platz da für ein einzelnes Bit
bleibt, und welche Feinstmechanik und welche physikalischen und
elektronischen Klimmzüge nötig sind, so etwas als Consumer-Produkt
hinzukriegen?) mit dem einfachsten Reparaturtrick, dem Schlag aufs
Gehàuse, tatsàchlich wieder zum Laufen bringt.


Gruß,
U.
 

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#1 Michael Perlitschke
10/08/2008 - 01:27 | Warnen spam
"Ulrich G. Kliegis" schrieb im Newsbeitrag
news:
Nun frag ich mich: Was tun mit diesen beiden reanimierten Platten?



Klare Antwort: Einem "guten Freund" schenken den Du nicht wirklich magst (
duerfte hier im Kiel-Netz sicherlich einige Kandidaten geben )

Ansonsten: Wegwerfen, denn der finanzielle Schaden ( der Zeitliche ist
sicherlich schweriwegender ) Verlust haelt sich zum Glueck in Grenzen.

Gruß,
U.



Schoen das Du die Daten noch retten konntest !

Gruss,
Micha

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