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Schaltnetzteil reparieren

09/02/2008 - 21:24 von C. Sayer | Report spam
Guten Abend,
wie repariert bzw analysiert man ein defektes Schaltnetzteil
(möglichst ohne Oszi, hab nur ein Multimeter...)

Ich habe ein defektes Netzteil eines Mischpultes (Soundcraft Spirit E12).
Es scheint eigentlich kein besonders aufwàndiges Design zu sein.
Ein Transformator mit 2 Windungen primàr, 3 sekundàr, UC3842 Regler,
ansonsten nicht mal 10 Halbleiter.

Zu Beginn konnte man ein periodisches knacksen, vermutlich vom Trafo
her hören. Im ersten Anlauf habe ich eine defekte Zener-Diode (100V
5W, war kurzgeschlossen) auf der primàr und einen Standard-Transistor
auf der sekundàr Seite ausgetauscht.
Nachdem nach dem ersten Test die Zenerdiode gleich wieder hin war fiel
mir noch eine defekte ultra fast avalanche diode auf der
Sekundàr-Seite auf (1600V, 1A, 75ns reverse recovery, 3.4V max.
forward drop, auch kurzgeschlossen) auf.
Den genauen Typ habe ich nicht bekommen, und habe mich mit 1000V, 1A,
35ns, 2.4v begnügt. Keine Ahnung welche charakteristik entscheidend
war, jedenfalls ist scheint sie direkt nach dem Trafo seriell im
"Strompfad" einer der sek. Wicklungen geschaltet zu sein.
Zur sicherheit hab ich auch den IC bei der Gelegenheit mal ausgetauscht.
Den FET habe ich auch schon ausgelötet und getestet (Widerstand
Source-Drain messen und Spannung am Gate anlegen), war auch in Ordnung.

Nachdem ich die Teile ausgetauscht habe, habe ich kurz einige
Spannungen sekundàr gemessen, es schien was anzukommen. Der erste Test
verlief jedoch negativ, und jetzt ist nichts mehr auf der
Sekundàr-Seite zu messen. Selbst mit den defekten Teilen waren die
Kondensatoren (sekundàr) nach dem ausstecken geladen, was jetzt nicht
mehr der Fall ist.

Also, hat jemand eine Idee wie ich weiter vorgehen könnte? ok, auch
mit Oszi ;)
Ich kann mir jetzt nur vorstellen dass schliesslich doch der FET hops
gegangen ist, oder dass die ultra fast Diode vielleicht irgendwie für
das feedback sorgt (ist allerdings nur im Sekundàrkreis) und doch
genau dem Original entsprechen muss.
Alle anderen Halbleiter sind standard Transistoren, Si und Ge Dioden
die nach meiner Messung OK sind (ich messe die übrigens oft in-circuit
und habe festgestellt, dass man meistens vernünftige Ergebnisse
erhàlt. Auch wenn die gemessene Schwellspannung villeicht nicht
korrekt ist, findet man doch leicht kurzgeschlossene oder dauer-offene
Teile)



Vielen Dank für eure Hinweise!
Christian
 

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#1 Dieter Wiedmann
09/02/2008 - 21:33 | Warnen spam
C. Sayer schrieb:

Ein Transformator mit 2 Windungen primàr, 3 sekundàr, UC3842 Regler,
ansonsten nicht mal 10 Halbleiter.



Klassischer Sperrwandler, tausch den kleinen Elko nahe des 3842 aus,
hat meist so 10-47uF/25V. Auch die Siebelkos auf der Sekundàrseite
sind durchaus Kandidaten, wie auch der Anlaufwiderstand (gut 100k,
von + des Zwischenkreiselkos zu + des 'kleinen' Elkos.

Die Elkos sollten übrigens ordentliche Low-ESR-Typen sein.


Gruß Dieter

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