Schaltplan von Billig-Labornetzgerät

29/05/2012 - 23:35 von Kai-Martin Knaak | Report spam
Hier möchte ein Projekt fette Aluklötze super genau und superstabil
mit einem Duzend Peltierelementen auf einer bestimmten Temperatur halten.
Dabei fallen im Aluklotz etwa 40 W Abwàrme an, die es durch die Peltiers
abzuführen gilt.

Im kleineren Maßstab, also für einige cm^3 Aluklötze und etwa 1W Abwàrme
ist das hier Routine. Die Serie der zugehörigen Regler-Treiber-Elektronik
nàhert sich hier der dreistelligen Stückzahl. Messung und Regler sind also
vorhanden. Aber die Endstufe ist natürlich deutlich zu schwach für die 40 W.
Wobei man die Effizenz der Peltiers auch nicht bei 1 liegen wird und die
elektrische Leistung entsprechend höher ausfallen wird.

Bei der Entwicklung einer an diesen Zweck angepassten Endstufe befürchte
ich mangels Erfahrung den einen oder anderen, Designfehler einzubauen -- Mit
entsprechenden Auswirkungen auf die Zeit bis zum fertigen Geràt. Um diese
Klippen zu umschiffen, denke ich daran, preiswerte Labornetzgeràte als
Endstufe umzuwidmen. Die Idee ist, dessen Strom statt mit dem Potentiometer
vom Ausgang des Reglers einstellen zu lassen. (Gegen den Einwand, dass eine
passende Endstufe preislich viel günstiger kommt, steht die Tatsache, dass
auch dann noch ein linear-geregeltes Netzteil passender Leistungsklasse
daneben gestellt werden muss. Schaltnetzteile kommen wegen der EMV-Hygiene
nicht in Frage.)

Bleibt also die Frage, wie ich das Poti elektrisch ersetze. Ich habe etwas
in einem der von Pollin erhàltlichen Modelle (DF1730LCD, Bestnr. 350 090).
Ergebnis: Das Strompoti ist logarithmisch und hat einen Nennwert von 6.8 k
(Bezeichnung 6K8A) Es ist als regelbarer Widerstand beschaltet. Wie die
Schaltung insgesamt aussieht, war etwas unübersichtlich. Nun ist ein
allgemeiner, elektrisch einstellbarer, floatender Widerstand nicht wirklich
trivial. Aber ich denke, in diesem Fall könnte die Schummel-Lösung mit einem
von einer LED beleuchteten LDR passen. (Oder hat jemand eine bessere
Idee?)

Frage: Ist irgendwo der Schaltplan solcher Billig-Labornetzteile einsehbar
damit ich besser weiß, was ich da tu? Dem àußeren Anschein nach dürften die
meisten Geràte grob gleich aufgebaut sein -- Gleiche Funktionen, gleiche
Knöpfe, gleiche Specs.. Ja, das könnte man durch Nachverfolgen der Leiterbahnen
heraus puzzeln. Um so eine Fleißarbeit würde ich aber gerne herum kommen.

<)kaimartin(>
Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
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#1 Joerg
30/05/2012 - 00:20 | Warnen spam
Kai-Martin Knaak wrote:
Hier möchte ein Projekt fette Aluklötze super genau und superstabil
mit einem Duzend Peltierelementen auf einer bestimmten Temperatur halten.
Dabei fallen im Aluklotz etwa 40 W Abwàrme an, die es durch die Peltiers
abzuführen gilt.

Im kleineren Maßstab, also für einige cm^3 Aluklötze und etwa 1W Abwàrme
ist das hier Routine. Die Serie der zugehörigen Regler-Treiber-Elektronik
nàhert sich hier der dreistelligen Stückzahl. Messung und Regler sind also
vorhanden. Aber die Endstufe ist natürlich deutlich zu schwach für die 40 W.
Wobei man die Effizenz der Peltiers auch nicht bei 1 liegen wird und die
elektrische Leistung entsprechend höher ausfallen wird.

Bei der Entwicklung einer an diesen Zweck angepassten Endstufe befürchte
ich mangels Erfahrung den einen oder anderen, Designfehler einzubauen -- Mit
entsprechenden Auswirkungen auf die Zeit bis zum fertigen Geràt. Um diese
Klippen zu umschiffen, denke ich daran, preiswerte Labornetzgeràte als
Endstufe umzuwidmen. Die Idee ist, dessen Strom statt mit dem Potentiometer
vom Ausgang des Reglers einstellen zu lassen. (Gegen den Einwand, dass eine
passende Endstufe preislich viel günstiger kommt, steht die Tatsache, dass
auch dann noch ein linear-geregeltes Netzteil passender Leistungsklasse
daneben gestellt werden muss. ...




Muss nicht. Wenn man z.B. ein Audio-Endstufenmodul fuer 100W oder so
nimmt, das kann man normalwerweise mit ungeregelter Gleichspannung
beschicken. Muss aber eines sein das bis DC runter geht.


... Schaltnetzteile kommen wegen der EMV-Hygiene
nicht in Frage.)




Da habe ich selten Hemmungen :-)

Aber ich denke mal dass dann bei Euch Class-D auch ausfaellt. Ist schade
um die ganze verplemperte Leistung.


Bleibt also die Frage, wie ich das Poti elektrisch ersetze. Ich habe etwas
in einem der von Pollin erhàltlichen Modelle (DF1730LCD, Bestnr. 350 090).
Ergebnis: Das Strompoti ist logarithmisch und hat einen Nennwert von 6.8 k
(Bezeichnung 6K8A) Es ist als regelbarer Widerstand beschaltet. Wie die
Schaltung insgesamt aussieht, war etwas unübersichtlich. Nun ist ein
allgemeiner, elektrisch einstellbarer, floatender Widerstand nicht wirklich
trivial. Aber ich denke, in diesem Fall könnte die Schummel-Lösung mit einem
von einer LED beleuchteten LDR passen. (Oder hat jemand eine bessere
Idee?)




Klar. Nur haben die Jungs in Bruessel gesagt dass LDR poese, poese sind.
Eleganter waere ein Photo-FET Optokoppler wie dieser, die kosten etwa
einen Dollar:

http://www.fairchildsemi.com/ds/H1%2FH11F1M.pdf

Das waere dann auch ziemlich Physiker- und Doktorandenfest ... <duck>


Frage: Ist irgendwo der Schaltplan solcher Billig-Labornetzteile einsehbar
damit ich besser weiß, was ich da tu? Dem àußeren Anschein nach dürften die
meisten Geràte grob gleich aufgebaut sein -- Gleiche Funktionen, gleiche
Knöpfe, gleiche Specs.. Ja, das könnte man durch Nachverfolgen der Leiterbahnen
heraus puzzeln. Um so eine Fleißarbeit würde ich aber gerne herum kommen.




Bei den chinesischen dieser Bauart (gibt es unter vielen Markennamen)
soll man auf Anfrage ein Schaltbild bekommen, habe ich fuer meins aber
noch nicht versucht und da es ein 60V Modell ist wuerde Dir das eh
nichts nutzen:

http://www.mastechpowersupply.com/v...cat_6.html

Mache das doch bei Kauf einfach zur Bedingung. Mir der kleinen Karotte
dass es als Belohnung einen Auftrag fuer viele Dutzend weitere geben koenne.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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