Schottky-Diode für >200V

06/02/2008 - 10:02 von Michael Rübig | Report spam
Hallo Leute,
bei der Auslegung eines Hochsetzstellers auf 200V Ausgangsspannung,
2,5KW, 100kHz stellt sich die Frage, welche Diode eingesetzt werden soll.
Es gibt noch Schottkys für diesen Spannungs- und Leistungsbereich:
http://www.onsemi.com/pub/Collatera...0250-D.PDF

Allerdings ist das die einzige, die ich auf Anhieb finden konnte. Gibts
von Eurer Seite da Erfahrung? Lohnt es sich eventuell, zwei Schottkys
mit geringerer Spannungsfestigkeit (150V oder 200V) in Reihe zu
schalten? Symmetriert sich das selbst oder braucht man
Symmetrierwiderstànde?
Oder soll ich gleich auf Silizium gehen und mich mit deren Dreckeffekten
rumschlagen?

Siliziumcarbid wàre auch noch interessant, allerdings scheidet das auf
Kundenwunsch aus.

Michael
 

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#1 Marcel Müller
06/02/2008 - 10:21 | Warnen spam
Hallo,

Michael Rübig schrieb:
Allerdings ist das die einzige, die ich auf Anhieb finden konnte. Gibts
von Eurer Seite da Erfahrung? Lohnt es sich eventuell, zwei Schottkys
mit geringerer Spannungsfestigkeit (150V oder 200V) in Reihe zu
schalten? Symmetriert sich das selbst oder braucht man
Symmetrierwiderstànde?



Das habe ich noch nicht versucht.

Oder soll ich gleich auf Silizium gehen und mich mit deren Dreckeffekten
rumschlagen?



Welche Dreckeffekte denn?

Also in der Spannungsklasse hàtte ich intuitiv nicht zu Schottky
gegriffen. Die VF ist da unter Last auch nicht soo doll und die
Sperrschichtkapazitàt könnte ein ernstzunehmender Aspekt werden.
Zusammen mit parasitàren Induktivitàten können sich leicht
Spitzenspannungen von 400V oder so entwickeln, wenn man nicht eine
erhebliche Energiemenge in Snubbern verbraten will. Schottky-Dioden sind
beim ersten größeren Huster jenseits Ur Geschichte.

Si-Dioden gibt es in sauschnell (Epitaxialdioden). Und wenn man ein paar
kleinere parallel schaltet, geht da einiges. Ur kann mann ausreichend
dimensionieren, als dass sie nicht gleich aufgeben. Nach meinen
Erfahrungen verrecken die auch nicht gleich, wenn es einmal kurzzeitig
deutlich über Ur geht, solange dabei nicht nennenswert Energie deponiert
wird.


Marcel

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