Schrödingers Katze

22/03/2008 - 11:36 von Thomas Heger | Report spam
Hi Ng
ok, das 'Gàhn' schreib ich gleich selber. Aber so einen Gedanken wollte ich
noch loswerden.
Ich höre und lesen gelegentlich Diskussionen über den nichtvohandenen oder
möglicherweise doch vorhandenen Superpositionszustand der Katze.
Mich erinnert das an absurdes Theater und ich kann überhaupt nicht
verstehen, wie man sich so eine (blödsinnige) Frage überhaupt stellen kann.
Es ist wie bei einem Zaubertrick, da soll man auch glauben, daß die Dame
zersàgt wird oder der Elephant sich in Luft auflöst. Wie macht man das? Man
lenkt die Zuschauer ab. Bei Schrödingers Katze wird man durch die Katze
abgelenkt und durch die sinnlose Frage ob es relevant ist, ob und wann man
den Deckel aufmacht.
Das einzige Quantenphànomen ist hier die Messung eines einzelnen Zerfalls,
was im Geigerzàhler gemessen wird. Da kann man wieder Quantenphysik anwenden
und da gibt es auch keine Interpretationsprobleme. Was passiert denn
tatsàchlich bei diesem (Gedanken-) Experiment: man pràpariert ein einzelnes
Atom und schaut ob es innerhalb einer Stunde zerfàllt. Falls es das tut,
dann springt ein Zàhlrohr an. Dann wird eine Giftampulle durch einen Hammer
zerschlagen. Dieses Gift verteilt sich in der Kiste. Dies wird von der Katze
eingeatmet. Die Stoffe werden in die Blutbahn aufgenommen und führen in den
damit versorgten Zellen zu letalen Reaktion. Darauf hin stirbt die Katze.
Nach einer Stunde schaut jemand nach. Gibt es aber eine- irgendeine-
irgendwie denkbare Verbindung zwischen dem Blick hinein und dem Zerfall des
Atoms? Das nimmt man auch gar nicht an. Der Blick, die Katze und das Gift
sind völlig sinnlos in diesem Bild. Es hat schlicht nichts, aber wirklich
gar nichts mit dem Problem der Messung zu tun. Das beginnt nàmlich schon mit
der Notation "ein Atom". Das darf man eigentlich gar nicht sagen, bzw. man
darf nicht hoffen, soetwas tatsàchlich machen zu können. So ist der ganze
Rest dieses Experiments nur Blendwerk und die Diskussion über die Katze
TOTAL blödsinnig.

Thomas Heger
 

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#1 Volker Meyer
23/03/2008 - 00:35 | Warnen spam
Thomas Heger schrieb:

Das einzige Quantenphànomen ist hier die Messung eines einzelnen Zerfalls,
was im Geigerzàhler gemessen wird.



Noch nicht einmal. Das Quantenphànomen ist der Zerfall, der durch die
Quantenphysik (auch heute) nicht besonders zutreffend beschrieben
werden kann. Schrödinger hat seinerzeit auf diesen Mangel hinweisen
wollen, indem er es mit der Katze grotesk überhöht hat. Das Einzige,
was dabei rausgekommen ist, war eine Diskussion über halbtote Katzen.

Ich kann es durchaus verstehen, dass er sich danach anderen Themen
zugewandt hat.

Grüsse, Volker

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