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Schutzleiterdrossel vs Schutzleiterwiderstand

02/11/2010 - 08:27 von Jürgen Spelter | Report spam
Hallo NG,

wir hatten jetzt einen merkwürdigen Fall bei der Überprüfung eines
instandgesetzten Geràtes nach DIN VDE 0701-0702. Zwei Prüfgeràte des
gleichen Herstellers führten zu unterschiedlichen Ergebnissen bei der
Schutzleiterprüfung. Einmal 0,1 Ohm, also bestanden, einmal 0,4 Ohm, also
durchgefallen.
Ursachenforschung brachte zutage, dass im Geràt eine Schutzleiterdrossel
verbaut war, Induktivitàt im mH Bereich.
Ein Prüfgeràt arbeitet bei der Schutzleitermessung mit Gleichspannung, das
andere mit Wechselspannung, damit sind die Unterschiede erklàrt.
Laut VDE 0404 (Prüfgeràte zur Überprüfung der Sicherheit von Geràten) kann
die Schutzleitermessung mit Gleich- ODER Wechselspannung erfolgen.

Trotzdem bleibt die Frage, ist der Schutzleiterwiderstand in Ordnung oder
nicht? DIN VDE 0701-0702 nennt als Grenzwert 0,3 Ohm, ohne Spezifikation, ob
es sich um R, X oder Z handelt.
Meine Meinung: im Fehlerfall (Körperschluss) fließt ein Strom mit 50 Hz,
also erhöht die Schutzleiterdrossel den Schutzleiterwiderstand und ist
deshalb unzulàssig.
Hat jemand Erfahrungen mit Schutzleiterdrosseln? Wird hier EMV-Schutz
erreicht, aber VDE-Schutz (Schutzleiterwiderstand) außer Kraft gesetzt?

Grüße

Jürgen
 

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#1 Dieter Wiedmann
02/11/2010 - 09:09 | Warnen spam
Jürgen Spelter schrieb:

Trotzdem bleibt die Frage, ist der Schutzleiterwiderstand in Ordnung
oder nicht? DIN VDE 0701-0702 nennt als Grenzwert 0,3 Ohm, ohne
Spezifikation, ob es sich um R, X oder Z handelt.



Z


Meine Meinung: im Fehlerfall (Körperschluss) fließt ein Strom mit 50 Hz,
also erhöht die Schutzleiterdrossel den Schutzleiterwiderstand und ist
deshalb unzulàssig.



Deshalb wird gefordert, dass die Drossel im Bereich der Netzfrequenz
hinreichend niederohmig ist.


Gruß Dieter

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